20 Jahre Brunnen: Hüthumer feierten kleines Jubiläum

Bei bestem Wetter erfreuten sich die Gäste beim diesjährigen Brunnenfest in Hüthum.
Bei bestem Wetter erfreuten sich die Gäste beim diesjährigen Brunnenfest in Hüthum.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Zum 20-jährigen Jubiläum des Georgsbrunnens vor der Kirche hätte das Wetter kaum besser sein können. In Hüthum wurde wieder das Brunnenfest gefeiert.

Hüthum..  Wenn der Musikverein Hüthum den Konzertmarsch „Die Sonne geht auf“ spielt, dann ist wirklich schönstes Geburtstagswetter angesagt. So war es auch am Donnerstag. Denn vor 20 Jahren hatte die Nachbarschaft „Eltener Straße“ eine tolle Idee. Unter der Regie von Norbert Loose entstand der Georgsbrunnen vor der Kirche. „Wir sind stolz darauf, was hier entstand – und freuen uns, dass Norbert Loose bis heute die Pflege übernimmt“, betont Gregor Reintjes, der Vorsitzende des Heimatvereins Hüthum-Borghees.

Auch Nicht-Hüthumer dabei

Verbunden mit dem Brunnenbau wird nunmehr seit 1996 das Brunnenfest organisiert. Mit einem 25-köpfigen Team, unterstützt von den Fahnenschwenkern der Schützen, hatte man auch in diesem Jahr den Tag der Begegnung mit Wohlfühleffekt vorbereitet, zu dem auch immer viele Nicht-Hüthumer gern kommen.

Eine herzliche Umarmung von Geschäftsführerin Annette Arntzen war keine Seltenheit. Schließlich kennt und schätzt man sich im Dorfleben. Freudig nahm sie mit Tochter Mariella und Julia Spiegelhoff die 45 Kuchenspenden entgegen. „Ach, das ist doch phänomenal und sieht so toll aus“, freute sich Arntzen mit Blick auf die Apfelwein- und Windbeuteltorte von Maria Biber. Oder die Erdbeer-Spaghetti-Torte von Gaby Stevens.

Nach dem Schlusssegen der Fronleichnamsprozession in St. Georg füllte sich der Platz. Felix Spiegelhoff rief Schwester Julia am Kuchenstand noch schnell zu: „Sicher mir ein Stückchen Erdbeerkuchen.“ Zuvor genossen die meisten nämlich erst einmal Leckeres vom Grill. Mit von der Partie bei der Prozession und natürlich beim Brunnenfest war der Thronzug, angeführt von König Marvin Hüsken und Königin Sarah Mölder.

Auch Brudermeister Christoph Scheers sowie die Protagonisten des Hüthumer Musikvereins hatten gute Laune. Dirigent Siegfried Zampietro ließ sich die Leckereien schmecken. Folge: Der Musikverein saß musikalisch auf dem Trockenen. Ohne Taktstab und den dazugehörigen Mann geht bekanntlich nichts. Zampietro verputzte in aller Ruhe sein Stückchen Kuchen und die Musiker warteten halt auf ihren Einsatz.

Kein Problem! Peter Dekker aus Rijswijk konnte mit seiner Straßenorgel „Veronica“ für die musikalische Überbrückung genauso wie Thomas Kern als DJ sorgen. Kuchen und Co interessierte die kleinen Besucher eher weniger. So zog sich Kommunionkind Rieke Verkey erst einmal die schicken Schuhe nach der Fronleichnamsprozession aus. Barfuß geht’s halt bei Sonnenwetter besser. Den Nachwuchs zog es eh entweder zur Abkühlung mit den Füßen ins Brunnennass oder auf die Hüpfburg. Luftsprünge, das konnten wohl alle machen. Denn das Brunnenfest hat Tradition und wird bestimmt auch in den nächsten Jahren die Besucher zum Plausch vor der St.-Georg-Kirche nach Hüthum locken.

Übrigens:

Norbert Loose plante den Georgsbrunnen im Jahr 1994. Gerd Overmaat legte die erste Lage Steine und setzte acht Stützpfeiler. Loose mauerte dann gemeinsam mit Stephan Meißner den Brunnen.

Johannes Reintjes, Vereinschef von 1993 bis 2001, kümmerte sich um die Technik und ließ das Wasser sprudeln.