1800 Menschen feierten in Emmerich an Bord

Prinz Michael II. und Prinzessin Kathi I. waren gestern für elf Tollitäten die Gastgeber.
Prinz Michael II. und Prinzessin Kathi I. waren gestern für elf Tollitäten die Gastgeber.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Prinz Michael II. und Prinzessin Kathi I. waren gestern für elf Tollitäten die Gastgeber. Schmerzlich vermisst wurde das Dreigestirn aus Haffen. Es ist erkrankt.

Emmerich. „.  Alle Jahre wieder“ kehrt nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern auch zur 5. Jahreszeit. Wenn das Geck ruft, dann kommen sie alle – die Prinzenpaare aus nah und fern. Schön dieser alte Brauch. Doch … wer hat’s erfunden? Das war anno 1987 Frank Kühn, früherer Geck-Präsident und heute Gardist in der Garde seines Bruders Michael, unseres Prinzen. Sein Ziel damals? Seine Heimatstadt Emmerich attraktiver zu machen und ihr dieses tolle Event als weitere Krone aufzusetzen.

Begrüßung in Reimform

Es hat sich weiterentwickelt und ist heute zu diesem stattlichen Event geworden mit 1800 feiergewaltigen Menschen. Erstaunt darf jeder sein, was so ein Karneval und seine Narren bewegen können. Der Vorsitzende Michael Verhey begrüßte gekonnt in Reimform die zum Empfang geladenen Gäste.

Sitzungspräsident Bernd Schugt nahm dann die Vorstellung der Prinzenpaare, Prinzen und Prinzessinnen vor und stellte dabei fest, wie weit einige gefahren waren um an diesem schönen Tag dabei zu sein. Zum Beispiel Prinz Ingo I. mit seiner Lieblichkeit Eva I. kamen aus Oberodenthal aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Oder zwei gekrönte Häupter aus den Niederlanden. Dann war da noch die „Stadtlieblichkeit“ Manuela I. Sie musste ohne Mann auskommen, weil dort in diesem Jahr eine Frau alleine regiert. Ganz vorne im Rang unser eigenes, Emmericher Prinzenpaar Prinz Michael II. und Prinzessin Kathi I. Sie waren heute für elf Tollitäten die Gastgeber. Schön, wenn man mit so einem Ambiente aufwarten kann.

Aus „geheimen“ Kreisen erfuhr die NRZ, dass das Prinzenpaar und seine Garde in diesem Jahr zum ersten Mal seinen Gästen den eigenen Gardetanz präsentieren durfte. Toll für Kathi und Michael, den Gästen noch zeigen zu dürfen, was man in fast einem Jahr Vorbereitungszeit erarbeitet hat.

Platz genug bietet die MS „Rheinenergie“ mit insgesamt drei Bühnen, sowieso. Da kann sich doch jeder Verein so richtig austoben. Schmerzlich vermisst wurden die Tollitäten aus Haffen – ein Frauen-Dreigestirn! Leider sind die Damen erkrankt und konnten nur von der Couch aus grüßen. Ebenso schmerzlich vermisst wurde der Klever Prinz, der nach Goch zitiert wurde. Eigentlich ist er immer und jedes Jahr in Emmerich dabei. In Goch fand parallel auch ein Prinzentreffen statt, obwohl man sich verständigt hatte, um genau diese Doppelbelegung zu vermeiden. Somit schickte der Prinz aus Kleve eine Riesen-Abordnung mit 50 Leuten nach Emmerich. Stilvoll umrahmte der Fanfarenzug Praest das frühe, närrische Treiben mit schmissigen, modernen Liedern. Er heizte somit den ersten geladenen „VIPs“ so richtig ein, so dass sich einige für den Tag schon mal richtig „warmlaufen“ konnten.

Mit Sicherheit wird sich Prinz Michael heute noch hinter die mobile Diskothek begeben und den Narren selbst richtig einheizen. Jahrelang war das beim Prinzentreffen sein Job. Wer ihn kennt, weiß, dass er dies nicht ungerne tut.

Über drei Etagen Feierlaune wollen bewältigt werden. Und er als Prinz, kann somit auf seine Session noch einen draufsetzen, wenn es danach heißt: „Der Prinz hat seine Gäste und sein Narrenschiff voll im Griff“! Er lotst sie mit so mancher Polonaise durch das Narren-Fahrwasser. Es ist unglaublich, dass ein Schiff mit so vielen Menschen, unter ein gemeinsames „Narrendach“ zu bekommen ist. Aber dem Geck gelingt es Jahr für Jahr.