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Zwischen Himmel und Hölle

16.02.2010 | 17:48 Uhr

Das Berliner Theater „Familie Flöz” präsentierte im Theater der Stadt mit „Ristorante Immortale” seine neueste Inszenierung.

Schwere rote Vorhänge und ein alter Kronleuchter künden von vergangener Pracht. Doch aus quietschenden Schwingtüren kommen und gehen in diesem Restaurant am Ende der Welt und im Nirgendwo beflissen Kellner und Koch, um ihr stummes Tagwerk zu vollenden. Das Berliner Theater „Familie Flöz” präsentierte im Theater der Stadt mit „Ristorante Immortale” seine neueste Inszenierung.

Wie geheimnisvoll überliefert wird, kamen die seltsamen und anrührenden Maskenmenschen, die auch in Duisburg seit Jahren Kult-Status genießen und die stets vor ausverkauftem Haus spielen, aus „dem dunklen Bauch der Erde durch einen tiefen Schacht zum ersten Mal ans Licht”. Mit „Ristorante Immortale” hat Regisseur Michael Vogel ein Schauspiel mit beinahe existentialistischer Ausdruckskraft geschaffen.

Vier Kellner mit höchst unterschiedlichen Charakteren und Machtstellung sowie eine dicke Köchin, die ihr schwingendes Akkordeon in der Küche spielt, irren wie Zauberwesen durch den geheimnisvollen Mikrokosmos dieses traurigen Restaurants, in dem es keine Gäste gibt und in dem sich die Angestellten neben den täglichen Ritualen und dem Decken des einzigen Tisches mit ihren kleinen Kämpfen, Intrigen und mit den bescheidenen Ausbruchsversuchen aus jenem „Ristorante Immortale” beschäftigen, das dabei zur kleinen Bühne für ganz großes Theater wird.

Fernab bedeutungsschwangerer moderner Inszenierungen, bedienen sich Regisseur Michael Vogel und seine hinreißenden Schauspieler – darunter auch Paco Gonzalez, Begründer des Festivals „Clowns im Revier” – einer traditionellen Schauspielkunst, die ihresgleichen sucht. Hinter den überdimensionierten typischen Masken der Familie Flöz, die in ihrer scheinbaren Ausdruckslosigkeit dennoch virtuos zwischen Trauer und Komik schwanken können, vollendet sich ein magisches Spiel. Tanz, Clownerie, Musik und Slapstick gehen eine faszinierende und muntere Verbindung ein, die vom Publikum im Duisburger Theater erneut gefeiert wurde.

Als schließlich der alte und klapprige Kellner des düsteren Restaurants nach der gefühlten Ewigkeit eines langen illusionslosen Berufslebens durch den schweren roten Vorhang den Weg weg nach draußen findet – dargestellt durch ein herrliches blaues Licht – da haben sich die dienenden Kreaturen endlich befreit.

Hinreißendes Konzert

Aus Freude darüber gaben Kellner und Koch der „Familie Flöz” für ihr Duisburger Publikum noch ein hinreißendes kleines Konzert.

Thomas Becker

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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