Zurück in Duisburg vom großen Hawaii-Abenteuer

Aloha-Atmosphäre in seinem neu eingerichteten Zimmer in Serm: Ukulelespielen hat Noah Tegatz auf Hawaii gelernt.
Aloha-Atmosphäre in seinem neu eingerichteten Zimmer in Serm: Ukulelespielen hat Noah Tegatz auf Hawaii gelernt.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Noah Tegatz hat das zehnte Schuljahr in Kailua verbracht. Zu Hause blickt er zurück – auf Selfies mit dem US-Präsidenten, Unterricht und Wellenreiten.

Duisburg.. Das große Banner am Haus ist nicht zu übersehen. „Welcome Home, kleiner Hawaiianer“ steht darauf in dicken Lettern geschrieben, umrandet von Fotos. Darüber weht die Fahne des Hula-Hula-Archipels. Kein Zweifel, Familie Tegatz aus Serm hat ihren „verlorenen Sohn“ wieder, für Noah ist das Abenteuer seines Lebens zu Ende gegangen. Das zehnte Schuljahr hat er in Kailua auf der Insel O’ahu verbracht und von seinem Leben auf Hawaii regelmäßig in der WAZ berichtet.

Jetzt sitzt der 16-Jährige auf der Couch in seinem neu eingerichteten Zimmer, das mit Liegestuhl, Hula-Kette, Hawaii-Kissen, Bildern und Mini-Palme Aloha-Atmosphäre versprüht. Er wirkt noch ein bisschen müde. Am Vorabend haben ihn Familie, Freunde und Bekannte mit einer Willkommensparty im heimischen Garten überrascht. Noah lächelt. „Es ist wirklich schön, wieder in Serm zu sein“, sagt er. Und trotzdem ist es wohl so, dass er noch Zeit braucht, um richtig anzukommen und das Erlebte zu verarbeiten.

Kein Wunder: Wer etwa im Oktober den Ironman-Sieger Sebastian Kienle kennenlernen oder Anfang Januar den US-Präsidenten Barack Obama in dessen Urlaub aus nächster Nähe beim Eisessen beobachten darf, lebt plötzlich in einer ganz anderen Welt, wie Noah selbst sagt. „Die Menschen dort“, erzählt der 16-Jährige, „sind auch viel lockerer.“ Was sicher an Tagestemperaturen konstant zwischen 25 und 32 Grad liegen könnte.

Freunde findet Noah in Kailua schnell. Und so werden an den Wochenenden die Surfbretter aufs Auto geschnallt („Schon mit 16 hat da jeder einen Führerschein“) und ab geht’s an die diversen Strände – selbstverständlich auch an den berühmten Waikiki Beach. „Traumhaft. Es hat aber ein bisschen gedauert, bis ich Wellenreiten konnte. Dann hat’s ganz gut geklappt“, sagt der Sermer Junge. Unter der Woche habe er das traumhafte Wetter allerdings gar nicht so genießen können. „Ich war ja auf einer Privatschule. Da war Unterricht bis 16 Uhr angesagt, und anschließend gab’s mindestens zwei Stunden Hausaufgaben oben drauf.“

Besuch von der Familie

Danach dreht der begeisterte Läufer außerdem seine Runden oder geht in die Muckibude. Am Ende haben sich die Mühen gelohnt. In den Fächern Mathe und Chemie wird Noah Jahrgangsbester und einen ordentlichen Sixpack hat er sich auf Hawaii zudem antrainiert.

Probleme, sagt der 16-Jährige, habe es rückblickend kaum gegeben – nur zwischendurch mit der Gastfamilie. Es hat einfach nicht mehr gepasst. Er ist deshalb froh, dass ihn die Eltern seines besten Freundes Austin aufnehmen und er im Frühjahr Besuch aus der Heimat bekommt. Erst schaut die großzügige Oma Elfi, die Noahs Hawaii-Abenteuer finanziert hat, mit Tante Bärbel aus Österreich vorbei und wenig später auch seine Eltern Anja und André sowie Schwester Frieda (9).

Danach rast die Zeit bis zur großen Abschlussparty mit über 50 Freunden. Noah bekommt ein Schuljahrbuch, in dem sich Unzählige verewigt haben, sogar Lehrer. „Es war eine wunderbare Zeit“, sagt der junge Mann der sich nach seiner Ankunft in Serm allerdings erst einmal einen Döner und Vollkornbrot gönnt. „Beides gibt es auf Hawaii leider nicht“, erzählt der 16-Jährige und grinst. „Da wird viel Poke, roher Fisch, gegessen, Burger und labberiger Toast.“ Noah hat jetzt erst einmal frei, vorgezogene Schulferien und auch Zeit, das Ukulelespiel weiter zu verfeinern. „Over the Rainbow“ ist sein Lied zum Haiwaii-Abenteuer, das nun beendet ist. „Aber irgendwann, wenn’s passt“, sagt der Sermer Junge, „fliege ich wieder hin...“