Das aktuelle Wetter Duisburg 19°C
Jugendring

Zukunft der Verbandsarbeit steht auf dem Spiel

10.10.2011 | 18:45 Uhr
Zukunft der Verbandsarbeit steht auf dem Spiel
Foto: Michael Gottschalk/ddp

Duisburg.Dass Jugendeinrichtungen im Oktober kein Geld von der Stadt bekommen haben, sei die Folge der Haushaltsverfügung des letzten Jahres, so der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Peter Ibe (CDU). Bis zum Jahresende werde es nichts mehr geben.

Für den Oktober hat keiner der 20 Verbände einen Förderungsbescheid durch die Stadtverwaltung erhalten . „Damit leben die Jugendverbände aus den Rücklagen“, erklärt Jugendring-Geschäftsführer Christian Ladda. „Wie lange die Verbände sich das leisten können, hängt von der Solvenz der Träger ab“, ergänzt er. „Die Rücklagen reichen nach unserem Kenntnisstand allerhöchstens für einige Monate.“

Dabei hatte ein Schreiben der Bezirksregierung einige Mitglieder des Jugendhilfeausschusses letzte Woche noch positiv gestimmt. In dem Schreiben heißt es, dass Ratsbeschlüsse soweit sie rechtmäßig seien und nicht gegen das beschlossene Haushaltssicherungskonzept verstießen, auch umgesetzt werden könnten. Bekanntlich hat dieselbe Bezirksregierung der Stadt vor einem Jahr jedoch eine Verfügung ins Haus geschickt, dass in allen Fällen, in denen der Rat die von der Verwaltung vorgeschlagenen Kürzungen aufgehoben beziehungsweise verändert hat, nur 50 Prozent der Anhebung ausgezahlt werden dürfen.

Die Verbände, so der Jugendring, könnten in dieser Situation nicht mehr garantieren, dass ihre Angebote fortgeführt werden. Die Zukunft von Verbandsjugendarbeit, den Jugendzentren in freier Trägerschaft, der Qualifizierung von Ehrenamtlichen und inner- und außerörtliche Ferienmaßnahmen stünden auf dem Spiel, wenn nicht schnell gehandelt werde, unterstreicht Christian Ladda.

Alfons Winterseel

Facebook
 
Kommentare
11.10.2011
11:44
Es steht alles auf dem Spiel
von Codemancer | #11

@#8: Dann sollte dieser sog. Initiativkreis mal aktiv werden, bevor diese Jugendlichen an ihrem Heim die Holzbretter vor die Türe nageln dürfen.

11.10.2011
11:42
Es steht alles auf dem Spiel
von Codemancer | #10

@#8: Dann sollte dieser sog. Initiativkreis mal aktiv werden, ehe die Jugendlichen an ihrem Heim die Holzbretter vor die Türe nageln dürfen.

11.10.2011
11:37
Es steht alles auf dem Spiel
von marianus | #9

#8 wenn man sie denn lässt,unterstützt und nicht mit phrasen abwürgt.

11.10.2011
11:24
Es steht alles auf dem Spiel
von taosnm | #8

Es gibt in Duisburg einen Initiativkreis Zukunft, der die Zukunft der Stadt aktiv mitgestalten möchte. Da die jungen Menschen die Zukunft der Stadt darstellen, hat der Initiativkreis hier ein grosses und lohnenswertes Betätigungsfeld.

11.10.2011
11:05
Es steht alles auf dem Spiel
von marianus | #7

ja es kostet geld.na und?kinder sind zukunft und früher war es schon so das weniger leistungsfähige familien hilfe bekommen haben.da wurde vieles aufgefangen.die jugend heute( nicht alle natürlich) ist genau das spiegelbild dessen wie mit ihr umgegangen wird.wenn auf versagende elternhäuser hingewiesen wird,zu recht,dann sollte man sich nicht wundern wenn man auch den staat anprangert,denn der versagt auf der ganzen linie.aber es trifft ja nicht die jugend der volksverdummer,die wissen schon wo sie gelder herbekommen.bin ich froh das ich keine jugendliche kinder oder kleine enkelkinder
mehr habe.

11.10.2011
08:22
Es steht alles auf dem Spiel
von Pottriotin | #6

Wenn Kinder und Jugendliche aus weniger betuchten Familien keinerlei sinnvolle Freizeit- oder Fördermöglichkeiten mehr geboten bekommen, dann gute Nacht.

Natürlich sind in erster Linie die Eltern verantwortlich, was aus ihren Kindern wird. Aber da es nun mal so ist, dass viele Eltern überfordert oder lustlos sind oder ihren Kindern wenig Gutes mit auf den Weg geben, ist es um so wichtiger, dass der Staat da einspringt.

Es kostet Geld, natürlich, ist aber eine enorme Investition in die Zukunft des Staates und bringt im Idealfall wieder Geld hinein. Aber das wird ja nicht so gesehen. Warum auch, die Leutchen im höheren Dienst im Bund, Land, Kommunen haben ja genug Geld und können ihren Kindern auch ohne Förderung was bieten. Und weiter als bis zur eigenen Nasenspitze zu gucken fällt den meisten Leuten doch ziemlich schwer.

11.10.2011
07:58
Es steht alles auf dem Spiel
von banane666 | #5

....und dann wundert man sich wenn Jugendliche nur noch shit machen, sie sind unsere Zukunft, dafür ist kein Geld da.....aber für das eigene Vergnügen und Einkommen ist immer genug Kohle vorhanden....wenn ich an Duisburg denke n der Nacht, hats mich um den Schlaf gebracht
Mein Gott was haben wir für eine Stadtspitze!?-sie muß weg, besser heute als morgen....

11.10.2011
07:52
Es steht alles auf dem Spiel
von Codemancer | #4

Die in diesem Zusammenhang so heilig gesprochenen Kirchen sind da auch nicht besser. Da werden Jugendprojekte gestrichen, weil zuwenig Jugendliche teilnehmen. Dabei kriegt man als Leiter eines solchen Projektes immer nur widerwillig Geld, um mal etwas anständiges zu organisieren - obwohl eigentlich genug da ist.

11.10.2011
07:37
Es steht alles auf dem Spiel
von taosnm | #3

Da haben die Ratsherren von CDU, Grünen, FDP und DWG aber Glück gehabt, dass trotz Haushaltsverfügung noch ausreichend Geld für ihren Ausflug nach Perm vorhanden war. Bevor nichts mehr da ist, schnell noch ein Griff in die Kasse, und schon sitzt man im Flieger. Was kümmert sie die Jugend, von der sie eh nicht gewählt werden?

11.10.2011
07:25
Es steht alles auf dem Spiel
von Codemancer | #2

Hey, Duisburg ist mehr, als nur seine derzeitige, eher inkompetente Verwaltung. Sparen Sie sich solche Ausdrücke, denn manche Duisburger könnten da ziemlich empfindlich drauf reagieren.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/5149599/create

Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

Captcha

Bitte übertragen Sie den Code in das folgende Feld:

Wort unleserlich? (Neuladen)

 
Aktuelle Fotos und Videos
Schützenfest in Großenbaum
Bildgalerie
Schützenfest
Kanu Worldcup
Bildgalerie
Wassersport
Aus dem Ressort
Wo Fußball-Fans in Duisburg die EM-Spiele sehen können
Public Viewing
Die Fußball-EM wirft ihre Schatten auch in Duisburg voraus. Zwar gibt es in Duisburg aus Geldmangel kein zentrales Public Viewing unter freiem Himmel. Doch viele private Veranstalter werden das Fußball-Turnier, das am 8. Juni beginnt, auf großen Leinwänden zeigen.
Arbeiten am Fahrdraht führten zu Verspätungen bei Bahnen
Nahverkehr
Pendler, die mit den Linien 901, 903 und U79 zur Arbeit fahren, mussten sich am Mittwochmorgen etwas länger auf ihre Bahn warten. Grund dafür war eine Oberleitungsstörung am DVG-Betriebshof Grunewald. Dort wurde in der Nacht zu Mittwoch der Fahrdraht ausgetauscht.