Zu Gast beim Besten vom Rest
04.04.2008 | 23:17 Uhr 2008-04-04T23:17:43+0200Der ASC Duisburg will sich mit einem Sieg in Hannover auf das Duell mit Spandau einstimmen. Doch die Niedersachsen haben schon bewiesen, dass sie die Großen ärgern können. Hertes vertritt den gesperrten Fischer im Tor
WASSERBALL BUNDESLIGA "Es sollte nichts anbrennen." Pressewart Manfred Rotstein sieht dem heutigen Auftritt seines ASC Duisburg bei der SG W98/Waspo Hannover (16.30 Uhr) gelassen entgegen. Unbestritten reisen die Amateure als klarer Favorit an die Leine, alles andere als ein Sieg wäre eine herbe Enttäuschung.
Doch jeder mit den Tücken und Unwägbarkeiten des Sports Vertraute weiß: Auch solche Spiele müssen gewonnen werden. "Zuallererst die zwei Punkte holen" gibt Trainer Arno Troost daher als Maxime aus. Der überzeugende 15:6-Sieg gegen Hannover im eigenen Becken Mitte Dezember dürfe nicht dazu führen, die Niedersachsen zu unterschätzen, warnt Troost: "Zu Hause sind sie fast eine andere Mannschaft", sagt Troost, "sie haben schon bewiesen, dass sie größere Teams ärgern können". Das warnende Beispiel gab es in der Vorrunde zu bestaunen, als Hannover dem Mitfavoriten aus Esslingen ein 6:6-Unentschieden abtrotzte.
Zudem präsentieren sich die Gastgeber derzeit in guter Verfassung. Die letzten zwei Spiele wurden gewonnen, als Tabellenfünfter der Meisterrunde ist man nach den "großen Vier" Spandau, Esslingen, Duisburg und Uerdingen gewissermaßen der "Beste vom Rest."
Personell kann Troost aus dem Vollen schöpfen, einzig Torwart Tim-Ole Fischer ist nach einem Wasserverweis in Uerdingen für das Spiel gesperrt. Thomas Hertes wird für ihn zunächst zwischen den Pfosten stehen, als zweiter Torwart hält sich Marc Hendrichs bereit. "Thomas hat sich im Training aufgedrängt und ist an Tim-Ole heran gerückt", sagt Troost, "in Hannover kann er sich präsentieren."
Nach dem emotionalen und umkämpften Derby gegen Bayer räumt Troost ein, dass der Druck in Hannover "erst mal nicht so hoch" sei. "Ich wünsche mir, dass wir das abrufen, was wir trainieren", so Troost, "und dass wir noch besser in unseren Rhythmus zurück finden."
Keine schlechte Idee, immerhin geht es kommendes Wochenende zum Spitzenspiel nach Spandau, spätestens dann sollten die Feinjustierungen abgeschlossen sein.

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