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Zoo Duisburg muss weitere Daten zur Delfinhaltung veröffentlichen

17.10.2014 | 13:29 Uhr
Der Duisburger Zoo muss Tierschützern weitere Daten zur Delfinhaltung am Kaiserberg zur Verfügung stellen.Foto: Volker Hartmann/WAZ FotoPool

Duisburg.  Der Duisburger Zoo muss Tierschützern tiefere Einblicke in die Delfinhaltung gewähren. Das Wal- und Delfinschutzforum forderte über die bereits veröffentlichen Informationen auch Zugriff auf die Behandlungsdaten der Großen Tümmler vom Jahr 2000 an. Dem gab das Düsseldorfer Verwaltungsgericht statt.

Der Zoo Duisburg muss Tierschützern weitere Einblicke in die Daten zur Delfinhaltung gewähren. Das hat am Freitagmittag das Verwaltungsgericht in Düsseldorf nach einer Klage des Wal- und Delfinschutzforums (WDSF) aus Hagen entschieden.

Mit der Entscheidung hat die Kammer der Klage von Jürgen Ortmüller aber nur in Teilen stattgegeben. Bis auf wenige Daten hatte der Tierpark am Kaiserberg bereits etliche medizinische Daten zur Delfinhaltung auf seiner vor kurzem erweiterten Internetseite und in einer Broschüre veröffentlicht. Deshalb klammerte das Gericht den Zeitraum von 2008 bis heute aus. Bekanntgeben muss der Zoo darüber hinaus aber noch die Blutwerte der Großen Tümmler, so Gerichtssprecherin Nicola Haderlein.

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Das WDSF hatte darauf geklagt, auch die Daten aus den Jahren 2000 bis 2007 zu erhalten. Dem gab das Verwaltungsgericht mit dem Hinweis auf das Umweltinformationsgesetz statt. "Die Vorwürfe den ehemaligen Zoo-Tierarzt betreffend spielten dabei keine Rolle", so Haderlein weiter. Vielmehr gebe es im Umweltinformationsgesetz keine gesetzlichen Schranken, was die Zeiträume angeht.

Ortmüller hatte insbesondere Vorwürfe gegen den ehemaligen Duisburger Zoo-Tierarzt Manuel Garcia Hartmann erhoben, gegen den 2011 wegen angeblicher fortgesetzter Tierquälerei in der Schweiz ermittelt wurde. Diese Anschuldigen wurden jedoch nie bewiesen und der Tiermediziner freigesprochen.

Zoo Duisburg veröffentlicht alle Daten auf seiner Internetseite

Nach und nach will der Duisburger Zoo jetzt auch die übrigen medzinischen Behandlungsdaten der Meeressäuger auf seiner Webseite zur Verfügung stellen. Zunächst den vom Gericht geforderten Zeitraum bis ins Jahr 2000 zurück, später auch darüber hinaus. "Das dauert aber seine Zeit und wir haben ja auch noch Tiere zu versorgen", erklärt Zoo-Chef Achim Winkler.

Delfinfamilie vereint

Dass bis dato nur die tiermedizinischen Daten seit 2008 veröffentlicht wurden, sei nur der Tatsache geschuldet, dass dies der Zeitpunkt war, als Zoo-Tierärztin Kerstin Termes nach Duisburg kam. Die davor liegenden Daten ihres Vorgängers müssten aber erst gesichtet und aufbereitet werden.

"Sicher gab es in der Vergangenheit Todesfälle , die mit dem heutigen Wissen hätten vermieden werden können", gesteht der Duisburger Zoo-Chef ein, "aber wir haben daraus gelernt. Das gelte auch für die Veröffentlichung des Datenmaterials zur Delfinzucht am Kaiserberg. Zoo-Chef Achim Winkler: "Wir haben da nichts zu verbergen".

Marc Wolko

Kommentare
17.10.2014
21:09
Zoo Duisburg muss weitere Daten zur Delfinhaltung veröffentlichen
von Moderation | #22

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2014-10-17 13:29
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