„Zivilcourage ist einfach“
12.11.2010 | 14:56 Uhr 2010-11-12T14:56:00+0100
„Mehr Zivilcourage in Bus und Bahn. Misch dich ein: Wähle 110“, unter diesem Motto starten die DVG und die Duisburger Polizei ab Januar ein neues Sicherheitstraining im öffentlichen Personennahverkehr. „Die Berichterstattungen in den Medien über Gewalttaten im ÖPNV beeinträchtigen das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger“, sagt Axel Hilbertz, Kriminaloberkommissar, Abteilung Gewaltprävention.
Insbesondere die Beiträge zum Fall Dominik Brunner, der sich an einer Münchener S-Bahn-Haltestelle eingemischt hat und seinen Verletzungen durch Gewalttäter erlag, habe bei vielen Menschen Unbehagen ausgelöst. „Obwohl solche schweren Fälle bisher nur in Großstädten wie München, Hamburg und Berlin im Fokus der Medien standen, und Duisburgs öffentlicher Nahverkehr äußerst sicher ist, fürchten sich einige Fahrgäste auch hier“, erklärt Hilbertz. Um das „subjektive Sicherheitsgefühl“ wieder zu stärken, bieten Polizei und DVG Rollenspiele an, bei denen denen die verschiedensten Szenarien durchgespielt werden. „Wenn zum Beispiel im hinteren Abteil einer Bahn oder eines Busses jemand randaliert oder anders negativ auffällt, dann ist die Sicht des Fahrers häufig durch stehende Fahrgäste stark eingeschränkt. Wir setzen die Teilnehmer auf den Fahrersitz und simulieren diese Situation“, sagt Andreas Grehl von der DVG. Den Fahrgästen soll dadurch deutlich gemacht werden, wie wichtig ihr Engagement sein kann. „In solchen Situationen kommt es darauf an, dass die Personen Zivilcourage beweisen, ohne sich selber in Gefahr zu bringen und den Fahrer oder die Polizei alarmieren“, so Grehl.
Wie man helfen kann, ohne sich selbst zu gefährden, oder wie man Opfern hilfe- und trostspendend zur Seite steht, ist ebenfalls Bestandteil des Sicherheitstrainings.
Außerdem sollen die Kunden auf schon vorhandene Sicherheitsvorkehrungen aufmerksam gemacht werden. „Wenn unsere Fahrgäste sehen und erklärt bekommen, dass es in jeder U-Bahn-Haltestelle Nothaltgriffe für die Rolltreppen, Notrufeinrichtungen und Kameras gibt, und auch die Fahrzeuge mit Nothalteinrichtungen bestückt sind, dann können wir ihnen vielleicht die Angst nehmen“, sagt Helmut Schoofs, Sprecher der DVG.

09:42
Zivilcourage leicht gemacht!!! Super Idee und alle machen mit. Szenarien nachspielen, mit einer innerlichen Vorbereitung auf eine Situation ohne den Überraschungseffekt des Realen. Man sitzt in einem Bus oder einer Bahn, natürlich mit dem nötigen handynetzempfang den es auf der Strecke im Tunnel Duissern-Meiderich a.d. Damm -Duissern nicht gibt, bei Tageslicht oder entsprechend ausreichender Beleuchtung. Der gespielte Gruppenzwang in der gestellten Situation zu helfen, aufzuspringen und aktiv einzugreifen. Gewalt hat Formen angenommen die man nicht nachspielen kann, es passiert oftmals aus dem Nichts und eskaliert mit Gewaltexzessen. Wer solche Situationen nicht kennt, bei Extremsituationen noch nie direkt dabei war oder dieses beruflich schon mehrfach erlebt hat, der reagiert mit Sicherheit falsch und gefährdet sich schnell selbst. Zivilcouragge soll auf jeden Fall in jedem verankert sein aber zuerst sollte sich die DVG von Sicherheitsspezialisten beraten lassen die sich im ÖPNV auskennen. Schon vergessen? In Meiderich am Bus- & U-Bahnhof hat es schon eine tote Jugendliche nach Messerstecherei gegeben, auch eine Haltestelle, Bus- & U-Bahnhof gehört zum ÖPNV.
07:59
Zivilcourage, damit man anschließend vor der nächsten U-Bahn/S-Bahn oder was auch immer liegt? Oder bestenfalls auf der Intensivstation???
Die sogenannten Servicekräfte machen nichts ausser warm in der Bahn rumstehen. Es gibt Ausnahmen, die ihren Job wirklich ernst nehmen und mal so zu sagen dududu, das darfst du nicht ermahnen, wenn sich jemand daneben benimmt, aber mehr machen die auch nicht (mangels Schulung aktion/reaktion).Sicherheitskräfte? Zum Beispiel im U-Bahn- Tunnel???? Wo denn bitte schön???
Zivile Fahrkartenkontrollen und Sicherheitsbeauftragte, sowas sollte es mehr geben. Hey Leute es gibt über 3 Mio Arbeitslose, da wird sich doch ein Teil davon finden, der geschult werden kann. Also ICH als Frau würde noch nichtmal offensichtlich die 110 rufen wollen, da mann/frau, sofern man erwischt wird, sofort ein paar aufs Maul kriegt. Egal aus welcher Altersklasse, die haben alle ne große Klappe und NULL Respekt mehr vor den Mitmenschen. Und ihr redet alle von Zivilcourage.
20:00
Es gab zu meiner Mail einen Rückruf, wo um das Thema sachlich,fachlich gesprochen wurde.
Es wurde explizit um meine Sichtweise als Kunde gefragt und hat sich auch die Kritik sowie Wünsche meinerseits angehört. Ich möchte an dieser Stelle an die Gesprächspartner meinen Dank sagen, nichtnur für den Anruf, sondern auch gerade deshalb, weil man mit der Kritik sehr positiv umgegangen ist!
Das gibt Hoffnung das die DVG in der Zukunft sich verbessert und Herr Sinan Sat uns auf dem laufendem hält.
07:15
Ich empfehle den beiden Herren einmal zu nächtlicher Stunde uniformiert durch die sozialen Brennpunkte mit demÖPNV zu fahren, da werden sie ihr blaues Wunder erleben. Die Kolleginnen und Kollegen auf dem Fahrersitz haben eh schon einen schwierigen Job. Bei ständig steigenden Preisen aber die Verantwrtung für das Fahlverhalten mancher Fahrgäste auf andere zu verteilen, weil es kein Aufsichtspersonal mehr gibt (denn das kostet Geld) ist eine Frechheit. Für die Entrichtung eines hohen Fahrpreises, soll sich Ottonomalverbraucher auch noch mit den Rüpeln anlegen. Hier rächt sich, was man seit vielen Jahren versäumt hat. Danke liebe DVG. Ein Pressesprecher sollte seine Informationen (Hintergrundwissen hat noch Niemandem geschadet) nicht aus seinem PKW beziehen, sondern sich mit seinen Kunden vor Ort auseinandersetzen. Welch eine Unverfrorenheit steht eigentlich hinter dem Satz: Den Kunden zu mehr Zivilcourage erziehen?
14:00
1977er
Ich stimme Ihnen vollständig zu. Das schlimmste ist tatsächlich, dass sich die Fahrer und Fahrerinnen häufig falsch verhalten. Anstatt bei Beschwerden/brenzligen Situationen einzuschreiten, machen sie Augen und Ohren zu. Sie müssen einen Fahrplan einhalten, das weiß ich auch, aber sie müssten einen Notknopf haben bzw. Funk oder Handy und damit können sie Hilfe anfordern bis zur nächsten Haltestelle. Warum passiert das nicht? Und jetzt sollen die Fahrgäste deren Aufgaben übernehmen oder was? Wenn in meiner Bahn/Bus was los ist, fahr ich kein Stück mehr, das müsste die Devise sein.
Alles andere ist schon gesagt.
13:19
Und wie lautet die Inschrift später auf dem Grabstein Er hatte Zivilcourage
08:37
@24
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06:43
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23:10
tja zivilcourage ist wirklich nicht jedermans sache.
wie heißt es doch so schön
sei nicht feige laß mich hinter den baum.
20:48
@29
Bei einem gebe ich Ihnen Recht, bei der Rheinbahn und bei der KVB läuft es wirklich vorbildlich!