Zehn-Zentner-Bombe in Duisburg ist seit 16.32 Uhr entschärft

Eine Zehn-Zentner-Bombe wurde am Freitag in den Duisburger Ruhrwiesen gefunden worden.
Eine Zehn-Zentner-Bombe wurde am Freitag in den Duisburger Ruhrwiesen gefunden worden.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Erneut wurde in den Kaßlerfelder Ruhrwiesen ein Weltkriegs-Blindgänger gefunden. Nach nur 21 Minuten hatte Peter Giesecke die amerikanische Bombe entschärft. Alle Sperren sind wieder aufgehoben.

Duisburg.. Und wieder ein Blindgänger in den Kaßlerfelder Ruhrauen. Acht Tage nach dem Fund und der erfolgreichen Entschärfung einer Zehn-Zentner-Bombe, buddelte der Kampfmittelbeseitigungsdienst am Freitag erneut eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in den Ruhrauen aus. Auch dieser Blindgänger war bei der routinemäßigen Luftbildauswertung im Vorfeld von Bauprojekten entdeckt worden - hier der Erweiterung des Ruhrradwegs.

Die amerikanische Zehn-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder musste noch am Freitag entschärft werden - so sieht es eine Anordnung der Bezirksregierung seit anderthalb Jahren vor. Denn 70 Jahre nach Kriegsende würden die Blindgänger, die so lange Zeit im Boden liegen, zunehmend gefährlicher.

A40 und Hauptverkehrsstraßen blieben frei

Da sich in der Evakuierungszone (Umkreis von 500 Meter um den Fundort) nur Gewerbebetriebe befinden, mussten lediglich die Firmen rund um die Straße Am Blumenkampshof geräumt werden. In der Sicherheitszone (1000 Meter um den Fundort) leben rund 2400 Personen. Betroffen waren hier die Stadtteile Kaßlerfeld, Ruhrort, Neuenkamp und Alt-Homberg.

Derzeit keine weiteren Bomben-Verdachtspunkte in den Ruhrwiesen

Die A40 liegt zwar in der Sicherheitszone, musste aber - wie vergangene Woche auch - nicht gesperrt werden. Auch große Hauptstraßen, wie die Friedrich-Ebert-Brücke zwischen Homberg und Ruhrort blieben frei befahrbar, Busse und Bahnen der DVG waren ebenfalls nicht betroffen. Gut eine Stunde eine Zwangspause einlegen mussten hingegen die Schiffer auf Rhein und Ruhr.

Mit leichter Verspätung, um 16.11 Uhr, bekam Peter Giesecke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst dann vom Ordnungsamt grünes Licht für die Entschärfung der Zehn-Zentner-Bombe. Nach 21 Minuten hatte der Feuerwerker aus Oberhausen den Blindgänger dann entschärft, woraufhin alle Sperren zurückgenommen werden konnten.

Weitere Verdachtspunkte, an denen Blindgänger vermutet werden, soll es derzeit übrigens keine geben, so ein Stadtsprecher.

Das Freundschaftsspiel zwischen dem MSV und Blau-Weiß Neuenkamp am frühen Abend war übrigens nicht gefährdet, auch wenn der Sportplatz von BW Neuenkamp am Rande der Sicherheitszone liegt. Die Fans wurden nur gebeten, sich erst auf den Weg zu machen, wenn die Bombe entschärft ist. Anpfiff ist um 19 Uhr. (mawo)