Zahl offenen Stellen in Duisburg steigt wie seit Jahren nicht mehr
01.02.2011 | 18:00 Uhr 2011-02-01T18:00:00+0100
Duisburg. Der Winter hat die Arbeitslosigkeit in Duisburg leicht ansteigen lassen. Das gab die Arbeitsagentur bekannt. Gleichzeitig wächst die Zahl der offenen Stellen wie seit acht Jahren nicht mehr. Der Bedarf an Fachkräften sei in vielen Bereichen groß.
„Das Wetter hat zugeschlagen“, kommentierte Angela Schoofs, Chefin der Agentur für Arbeit, Dienstag die aktuelle Arbeitsmarktlage mit einem „saisontypisch deutlichen Anstieg“ der Arbeitslosigkeit. Im Januar stieg die Zahl der Duisburger Arbeitslosen um 1129 auf 32 099, die Quote um 0,5 Punkte auf 13,2 Prozent. Im Januar 2010 lag sie bei 13,3 Prozent.
Optimistischer Blick in die Zukunft
Die Gründe für den Anstieg: Auswirkungen des harten Winters auf alle Außenarbeiten, befristete Arbeitsverhältnisse fürs Weihnachtsgeschäft, erste Lehrabschlussprüfungen und auslaufende Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen.
So weit die schlechten Botschaften vom Arbeitsmarkt. Gute gibt’s nämlich auch: Agentur-Chefin Schoofs kann sich nämlich über den stärksten Zugang an neuen Stellen seit acht Jahren freuen: „Die Duisburger Unternehmen scheinen optimistisch in das neue Jahr zu blicken.“831 neue ungeförderte Stellen gingen bei der Arbeitsagentur ein. Das waren zwar 6,1 Prozent weniger als im Dezember, aber stattliche 70,6 Prozent mehr als im Januar vergangenen Jahres. Der Bestand an offenen Stellen liegt bei knapp 2600. Schoofs: „Wir schauen sehr hoffnungsfroh in die Zukunft.“
Fachkräftemangel
Beim Schauen allein belässt sie es aber nicht: Der Arbeitgeber-Service der Agentur wurde von 24 auf 28 Stellen aufgestockt. „Wir haben Fachkräfte-Bedarf in vielen Bereichen“, erklärte Teamleiterin Heike Laskowski den Ausbau ihrer Abteilung: „Meine Vermittlerinnen und Vermittler sind der verlängerte Arm der Personalabteilung in den Unternehmen.“. Sie seien „gerne“ beim Suchen nach qualifiziertem Personal behilflich.
„Wir wollen ganz nah am Arbeitgeber sein“, so Laskowski weiter. Ihre Mitarbeiter seien regelmäßig in den Betrieben, um den individuellen Bedarf an Arbeitskräften zu ermitteln. Ebenso individuell würden auch Stellenbewerber betreut. Der demografische Wandel sei absehbar, Personal immer schwieriger zu finden.

14:06
#3 von Linker-Genosse
Danke für den Link. Sehr interessant!
12:01
Gleichzeitig wächst die Zahl der offenen Stellen
Wir haben Fachkräfte-Bedarf in vielen Bereichen
Wenn die Arbeitsagentur sich mal im Bezirk Hamborn umschauen möchte, dort gibt es 10172 Arbeitslose. Da müsste doch etwas dabei sein; oder sind dort alle bildungsfern?!
Oder werft einfach die Statistiken in den Müll.
18:53
@moeppy
Schaue einmal hier nach:
http://www.gib.nrw.de/site/homepage/service/downloads/Sofortangebot_MK.pdf
18:30
Straßenbauer können ja jetzt wohl nicht mehr arbeitslos sein. Oder?
18:18
Weiß jmd., was ein 15a-Gespräch ist? Ich kenne jmd., der bei der ARGE zu einem solchen Gespräch geladen wurde.