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Verkehr

Wütender Mob bedroht Straßenbahnfahrer nach Beinahe-Unfall in Marxloh

21.08.2013 | 15:02 Uhr
Ein dreijähriges Mädchen wäre beinahe von einer Straßenbahn erfasst worden. Der Fahrer der DVG wurde nach dem Beinahe-Unfall an der Haltestelle Marxloh Pollmann von einem Mob verbal attackiert.Foto: Stephan Happel

Duisburg.  Ein Straßenbahnfahrer hat an der Haltestelle Pollmann in Duisburg-Marxloh mit einer Vollbremsung einen Zusammenstoß mit einer Dreijährigen verhindert. Nach dem Beinahe-Unfall hatte es ein Teil der aufgebrachten Menge von 200 Personen auf den DVG-Beschäftigten abgesehen.

Nur mit Hilfe eines Großaufgebotes bekam die Polizei am Dienstagabend eine aufgebrachte Menge von rund 200 Personen in Marxloh in den Griff. Nach einem Beinahe-Unfall mit einem Kleinkind hatte es ein Teil der Menge auf einen Straßenbahnfahrer abgesehen, doch eine besonnener reagierende Gruppe hielt die Aggressiven von Übergriffen ab.

Glück im Unglück hatte ein dreijähriges Mädchen, das am Dienstag gegen 18 Uhr an der Straßenbahnhaltestelle Pollmann auf die Gleise rannte. Das Kind bemerkte nicht, dass im gleichen Moment eine Bahn der Linie 901 los fuhr. Geistesgegenwärtig zog der 44-jährige Fahrer die Notbremse und verhinderte nur knapp, dass die Dreijährige überfahren wurde.

Wütende Passanten beleidigen den Fahrer

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Vor Schreck stürzte das Mädchen und verletzte sich am linken Arm und am Kopf. Der Straßenbahnfahrer und mehrere Passagiere stiegen aus, um sich um das kleine Kind zu kümmern. Doch dann geschah das Unerwartete: Es bildete sich eine Menschentraube, mehrere wütende Fahrgäste und Passanten machten dem Fahrer lautstark Vorwürfe und beleidigten ihn. Andere Fahrgäste stellten sich vor den Mann, um ihn vor dem aufgebrachten Mob zu schützen. Der 44-Jährige flüchtete sich in seine Straßenbahn. Dort harrte er aus bis zum Eintreffen der Polizei.

„Bei unserer Alarmierung hieß es gleich, dass ein Streifenwagen bei dieser Lage nicht ausreichen würde“, berichtete Polizeisprecher Ramon van der Maat. Insgesamt neun Streifenwagen mit rund 30 Beamten beruhigten die erhitzten Gemüter vor Ort aber recht schnell. Da es bei verbalen Drohungen blieb, wurden keinerlei Anzeigen aufgenommen.

Vater brachte das Kind ins Krankenhaus

Das verletzte Mädchen wurde direkt von ihrem Vater ins Krankenhaus gebracht, damit die Ärzte untersuchen, ob ihr wirklich nichts Schlimmeres bei dem Beinahe-Unfall passiert ist. Als die Polizei eintraf, war das Kind schon weg. (huse/tric)

Alle 46 Stationen der Linie 901

 



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