Wo sich das Bummeln lohnt: Duisburger Weihnachtsmärkte 2016

Tausende Besucher bummelten am Donnerstag das erste Mal über den Weihnachtsmarkt.
Tausende Besucher bummelten am Donnerstag das erste Mal über den Weihnachtsmarkt.
Foto: Stephan Eickershoff
  • Bis zum 30. Dezember kann über den Weihnachtsmarkt in der Innenstadt gebummelt werden
  • Im Norden locken kleine Märkte in Walsum, Baerl und Homberg
  • Etwas Besonderes ist auch der Nikolausmarkt im Museum für Binnenschifffahrt

Duisburg.. Genüsslich trinkt Gabriele Gödden den ersten Glühwein des Jahres. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Renate Schmidt und Barbara Benda schlendern sie über den Weihnachtsmarkt, kurz nachdem ihn Oberbürgermeister Sören Link, Stadtwerke-Vorstand Axel Prasch und Duisburg-Kontor-Geschäftsführer Peter Joppa offiziell eröffnet haben.

100 Hütten verwandeln die Innenstadt entlang der Königstraße, Kuhstraße, und Düsseldorfer Straße in einen Weihnachtsboulevard. Viel gibt es zu entdecken: Lederwaren, Geschenkartikel, Kerzen, Gewürze, Liköre, Schmuck, Spielzeug und vieles mehr. Für Peter Joppa ist das besondere am Duisburger Weihnachtsmarkt die Stimmung. „Es gibt viel Platz, keine große Drängellei“, so Joppa. Der Markt füge sich nahtlos in die Innenstadt und man müsse sich nicht entscheiden zwischen Shoppen und Weihnachtsmarkt.

Unter den zahlreichen Ständen hat Renate Schmidt schon ihren Favoriten ausgemacht: „Der Poffertjes-Stand. Da gibt’s den fliegenden Holländer.“ Das Heißgetränk mit Eierlikör und Sahne gehört für sie zum Weihnachtsmarktbesuch dazu. Barbara Benda freut sich über das erweiterte gastronomische Angebot: „In diesem Jahr gibt es auch vegetarische Gerichte und Burger.“ Roswitha Strunz kommt seit Jahren zum Stand mit Flammlachs. Immer am ersten und am letzten Tag des Weihnachtsmarktes geht sie Lachs essen. Wer beim Essen lieber gemütlich im Warmen sitzt, findet in der Almhütte am König-Heinrich-Platz Unterschlupf.

Wintermarkt an der Münzstraße

Action und Bewegung bieten die zahlreiche Fahrgeschäfte und die Eisbahn am Kuhtor. Mit 38 Metern Höhe lockt das Riesenrad mit einem unvergleichbaren Blick über die City. Auf junge Besucher warten Kinder- und Kettenkarussell. Für vier Euro kann man sich an Eisbahn Schlittschuhe leihen und auf 400 Quadratmetern über das Eis skaten. Neu sind Schließfächer, in denen man sein Hab und Gut deponieren kann. Ebenfalls neu ist der Wintermarkt an der Münzstraße an der Altstadt. Zwar stehen hier nur wenige Buden, dafür bieten sie ein besonderes Angebot. Künstlerin Gabi Schwarz verkauft beispielsweise Ketten und Broschen aus Teelichtern, bemalte Stühle und Acrylgemälde. Maik Rokitta arbeitet mit alten Skateboards und macht daraus Salatbesteck und Schmuck. 42 Tage lang bis zum 30. Dezember können beide Märkte erkundet werden.

Geöffnet: sonntags bis donnerstags von 11 bis 21 Uhr und freitags und samstags von 11 bis 22 Uhr. Ausnahmen: Totensonntag und die Weihnachtsfeiertage. Am Totensonntag, 20. November, öffnet der Weihnachtsmarkt erst ab 18 Uhr.

Lichterglanz im Landschaftspark

30 000 Besucher wurden bei der Premiere des Schauinsland-Reisen-Lichtermarktes im Landschaftspark im vergangen Jahr gezählt – deutlich mehr als von den Organisatoren erwartet. Schlangen vor den Kassen und Probleme, einen Parkplatz zu finden, soll es beim zweiten Lichtermarkt nicht geben, der sogar noch deutlich größer ausfallen wird als 2015.

120 statt der damals 70 Stände sollen in diesem Jahr für die drei Tage vom 25. bis 27. November in der imposanten alten Kraftzentrale des einstigen Meidericher Hüttenwerks aufgebaut werden. Optische Fixpunkte der aufwendigen Dekoration werden wieder illuminierte Säulen in wechselnden Farben sein, um die sich die Stände der Händler gruppieren.

Auch der Termin wurde gegenüber dem Vorjahr geändert und vom zweiten auf das erste Adventswochenende vorgezogen. Grund sind ähnliche Adventsbasare auf den Schlössern Moyland und Raesfeld. Weil die Organisatoren des Duisburger Lichtermarktes bei der Auswahl der Marktbeschicker auf eine möglichst hohe kunsthandwerkliche Qualität Wert legen, wollte man die erwünschten Aussteller nicht mit konkurrierenden Terminen in der Region quälen.

Vor der Halle stehen auch in diesem Jahr wieder Stände sozialer Initiativen, beispielsweise vom Meidericher Hilfswerk. Aufgebaut werden ein Grillstand und Glühweinausschank. Der Erlös der ehrenamtlichen Helfer kommt sozialen Zwecken zugute.

Weihnachtsbaumversteigerung in Walsum

Vor dem Bezirksrathaus lädt der traditionelle Weihnachtsmarkt in Walsum zum Bummeln ein. Daneben gibt es ein buntes Bühnenprogramm inklusive einer Zauberershow. Als Höhepunkt des Tages versteigern Walsumer Kindergärten ab 16 Uhr geschmückte Tannenbäume. Für Kinder ist auch gesorgt: Sie können basteln, spielen oder Stockbrot herstellen. Friedrich-Ebert-Straße 152, 26. November von 12 bis 18 Uhr.

Geschichtenerzählen in Homberg

Zum Adventsmarkt lädt die katholische Pfarrgemeinde St. Johannes in Homberg. Am Wochenende des ersten Advents locken Blumenschmuck, Adventskränze, Selbstgebasteltes, Schneider- und Holzarbeiten in die Marienstraße. Kulinarisch wird das Angebot mit Waffeln, Reibekuchen, Grünkohl, Kuchen, Kaffee und Glühwein ergänzt. Besonderer Programmpunkt: das Geschichtenerzählen am Samstag, von 14 bis 16.30 Uhr, und am Sonntag, von 13 bis 14.30 Uhr. Pfarrgemeinde St. Johannes, Marienstraße 5, 26. und 27. November.

Gemütliche Atmosphäre in Baerl

Mit Tannenbäumen aus Holzpaletten und selbstgebastelten Sternen haben Baerler in diesem Jahr ihren Weihnachtsmarkt dekoriert. In gemütlicher Atmosphäre wird auf dem Gelände der Evangelischen Kirche Glühwein ausgeschenkt und werden Spezialitäten zubereitet. Im Gemeindesaal kann bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen das Bühnenprogramm angeschaut werden. Auftreten werden unter anderem der Männergesangsverein und das Bläser-Ensemble der Erich-Kästner-Gesamtschule. Für Kinder gibt es ein Karussell und auch der Weihnachtsmann hat sein Kommen angekündigt. Evangelisches Gemeindezentrum, Schulstraße 5, 26. November von 14 bis 21 Uhr, 27. November von 11 bis 18 Uhr.

Lebendiger Adventskalender in Ruhrort

Schon seit Jahren lässt sich Ruhrort zu Weihnachten etwas Besonderes einfallen: den lebendigen Adventskalender. Vom 1. bis zum 24. Dezember öffnen sich jeden Abend um 18. 30 Uhr an unterschiedlichen Orten in Ruhrort eine Tür oder ein Fenster. Für eine Viertelstunde wird ein weihnachtlicher Beitrag, wie ein Gedicht, ein Lied oder eine Theaterszene vorgetragen. Welcher Beitrag präsentiert wird, bleibt bis zum Schluss ein Geheimnis. Nur der Ort wird vorher bekannt gegeben. Los geht es am 1. Dezember am Schifferkinderheim in der Fürst-Bismarck-Straße 43. Der lebendige Adventskalender sammelt in diesem Jahr für den Verein der Freunde und Förderer des Seniorenzentrums Malteserstift St. Nikolaus. Ein besonderes Highlight ist der Weihnachtsmarkt am dritten Adventssonntag, 11. Dezember, auf dem St. Maximilian-Platz. Von 12 bis 19 Uhr finden Besucher dort handwerkliche und handgearbeitete Artikel, kalte und warme Getränke, Speisen für den großen und kleinen Hunger sowie eine Bühne. St. Maximilian-Platz, 11. Dezember.

Kunst und Design im Binnenschifffahrtsmuseum

Im Binnenschifffahrtsmuseum präsentieren 25 Künstler und Designer am zweiten Adventswochenende auf dem Nikolausmarkt ihre Arbeiten. Darunter sind Schmuck, Collagen, Druckgrafiken, Holzarbeiten, Textiles, Keramiken, Lampenschirme und Fotografien. Besucher haben hier die Gelegenheit Unikante zu erwerben. Ein Rahmenprogramm sorgt zusätzlich für Abwechslung. So stehen am Samstag steht eine Bastelwerkstatt für Kinder auf der Hermann auf dem Programm und am Sonntag heizen Tamara Coll Tempel und Tobias Rotsch mit „Christmas on Board“ dem Publikum ein. Binnenschifffahrtsmuseum, Apostelstraße 84, 3. Dezember von 14 bis 18 Uhr und am 4. Dezember von 12 bis 18 Uhr.

Spaßkapelle und Nikolaus in Rumeln-Kaldenhausen

Pfarrer Andreas Stötzel der Evangelischen Kirchengemeinde und Ferdi Seidelt vom Runden Tisch Rumeln-Kaldenhausen eröffnen am Samstag, 3. Dezember, um 15 Uhr den Weihnachtsmarkt. Im Gemeindezentrum erwarten Besucher zahlreiche Stände sowie so manche Gaumenfreuden. Ab 18 Uhr steht die niederländische Spaßkapelle „Göt net“ auf der Bühne und spielt Weihnachtsklassiker wie „Jingle Bells“. Am Sonntag, 4. Dezember, wird der Nikolaus Kinderaugen zum Leuchten bringen. Auf dem Außengelände wird gebastelt und Stockbrot geröstet. Schon am 2. Dezember wird zur Vorabendbegegnung geladen. Die Oldie- und Cover-Band „Livin’ Sixities“ spielt. Gemeindezentrum an der Friedhofallee. Geöffnet am 2. Dezember 17 bis 21 Uhr, am 3. Dezember von 15 bis 21.15 Uhr sowie am 4. Dezember von 10 bis 17.45 Uhr.

St. Sebastianus-Schützen laden zum Markt in Huckingen

Auch in diesem Jahr veranstaltet die St. Sebastianus Schützenbruderschaft am dritten Adventswochenende, 10. und 11. Dezember, einen Weihnachtsmarkt. Stände mit Holzarbeiten, Dekoartikeln und vielem mehr laden ein zum Stöbern und Verweilen. Mit dem Verzehr von Glühwein und Bratwurst helfen Besucher Geld für eine gemeinnützige Organisation zu sammeln. Draußen im Hof werden Tannenbäume verkauft. Steinhof, Düsseldorfer Landstr. 347 ,10 und 11. Dezember.

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