Wird heute das Katholische Klinikum an Helios verkauft?
26.10.2011 | 17:42 Uhr 2011-10-26T17:42:00+0200
Duisburg.Die Zukunft des Katholischen Klinikums Duisburg scheint besiegelt. Nach Informationen der NRZ wird der private Krankenhaus-Betreiber Helios heute in Berlin seine Unterschrift leisten, um 51 Prozent vom KKD zu übernehmen. Bistumssprecher Ulrich Lotha wollte diese Informationen nicht bestätigen, sondern erklärte gegenüber der NRZ, es würden weiter Verhandlungen geführt.
Helios ist ein privater Betreiber, der bisher 64 Kliniken, 31 Medizinische Versorgungszentren und vier Seniorenresidenzen im gesamten Bundesgebiet betreibt. Auch Sana, die bereits 49 Prozent am Klinikum halten, sollen dem Vernehmen nach am Kauf interessiert gewesen sein. Doch am Ende erhielt Helios vom Bistum den Zuschlag.
An bekannten Standortplanungen soll sich nichts ändern
Der Verkauf, so erfuhr es die NRZ, soll nichts an den Standortplanungen des KKD ändern, die seit 2010 bekannt sind. Die sehen vor, dass das KKD an zwei Standorten konzentriert wird: In Hochfeld (Marien-Hospital ) und in Hamborn (St.-Johannes-Hospital ). Die beiden Häuser St. Barbara (Neumühl) und St. Vinzenz (Stadtmitte) geschlossen werden. Während das Marien-Hospital renoviert werden soll, plante das KKD in Hamborn einen Neubau auf dem Gelände des jetzigen Parkplatzes. Der gesamte Altbau mit Ausnahme des denkmalgeschützten Rundbaus sollte abgerissen werden. Im neuen Gebäude sollen alle Abteilungen untergebracht werden. So sah es der Plan des Noch-Geschäftsführers Clemens Maurer vor, um das KKD zukunftsfähig zu machen. Allerdings spielten die Banken nicht mit, wollten das Mammut-Projekt mit einem Volumen von 150 Millionen Euro nicht finanzieren. Das Bistum schaltete sich ein, um über Perspektiven für das KKD zu beraten. Die Gerüchte über einen geplanten Verkauf wurden immer lauter. Nun soll es wohl Helios machen.
Unterdessen hat der Geschäftsführer des Evangelischen und Johanniter Klinikums Niederrhein , Otto Eggeling, für sein Haus Interesse bekundet, das von Schließung bedrohte St.-Barbara-Krankenhaus in Neumühl zu übernehmen. „Wir haben ein absolut ernsthaftes Interesse, diese Klinik zu kaufen“, bestätigte Eggeling auf Anfrage der NRZ. „Denn diese Klinik ist nach unserer Einschätzung sehr gut aufgestellt und würde vor allem mit ihren drei Fachdisziplinen Handchirurgie, Dermatologie und Rheumatologie ganz hervorragend in unser Spektrum hineinpassen.“ Zudem liegen die Fahrner Klinik des EJK und das St.-Barbara räumlich nah beieinander. Allerdings sei das EJK nur am Kauf einer funktionierend Klinik und nicht aber am Kauf einer leeren Gebäudehülle interessiert. Zum EJK Niederrhein gehören vier Kliniken mit knapp 1300 Betten: das Evangelisches Krankenhaus Duisburg-Nord (Fahrn), das Herzzentrum Meiderich , das Evangelisches Krankenhaus Dinslaken und das Johanniter Krankenhaus Oberhausen.

15:13
Katholizismus und Helios - das paßt zusammen wie die Faust aufs Auge... eine unheilige Allianz... hier stimmt es weder mit der Barmherzigkeit noch mit der Gerechtigkeit ...
21:50
Leider immer wieder MRSA-Verteilstation :-
14:18
Wieviel allgemeine Steuergelder staatliches Geld ist denn in den letzten Jahrzehnten in das Klinikum geflossen? Wahrscheinlich müßten die Mittel in die Staatskasse fließen.
12:19
Sieht so das "nachhaltige wirtschaften" aus, welches der Papst so gerne von anderen fordert???
09:04
Tja liebe Duisburger, wie oben beschrieben handelt es sich bei Helios um einen privaten Anbieter der einerseits kostenneutral bei dem Personal hoher Ausländeranteil auch bei den Ärzten arbeitet, anderseits jedoch mit hochtechnorisierten und modernsten Geräten aufwarten kann.
Erst am Montag konnte ich die Erfahrungen in einer der Helios Kliniken in Berlin Mitte sammeln.