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Wir in Hochfeld

24.08.2010 | 18:52 Uhr
Wir in Hochfeld
Petra Wosnitzka mit Redakteur Willi Mohrs im Böninger-Park.Foto: Friedhelm Geinowski

„Meine Arkaden“ schwärmt Petra Wosnitzka von ihrer Einkaufsmeile an der Wanheimer Straße, mit inhabergeführten Läden, vom Metzger, vom Bäcker, die regengeschützt zu erreichen sind, in der komplett renovierten Passage.

Und wenn sie „meine“ sagt, macht Petra Wosnitzka etwas für sie eher seltenes: Denn „wir“ ist ihr erklärtes Lieblingswort, wenn’s um Hochfeld geht. Wenn sie „wir“ sagt, meint sie die Immobilien- und Standortgemeinschaft, die ihre Nachbarschaft gebildet hat, sie meint den „Klüngels-Klub “, zu dem sich etliche engagierte Hausbesitzer zusammengeschlossen haben, sie meint die Initiative Zukunftsstadtteil", die das Potenzial Hochfelds propagiert, oder den „Runden Tisch “, sie meint eine erstaunlich große Zahl von Menschen, die sich ihres sicherlich nicht problemfreien Stadtteils aktiv annehmen. „Hochfeld ist nicht mehr lobby-frei“, stellt Wosnitzka zufrieden fest.

 Aber bleiben wir noch einen Moment auf der Wanheimer Straße . „Die Nahversorgung, die weiß ich zu schätzen“, schwärmt die Hochfeld-Aktivistin von ihrem Umfeld, vom Frauen-Café Tacheles wie vom „weltberühmten“ Eis-Café von Dietmar Behrens. „Fremdgehen lohnt sich nicht“, meint Petra Wosnitzka. Dabei wohnt sie erst seit 2003 in Hochfeld, kam aus Hamburg hierher wegen der Nähe zur City, wegen der günstigen Mieten, wegen der bunt gemischten Bevölkerung, die man in der alten Heimat als hanseatische Weltoffenheit preisen würde.

Hochfeld in 60 Sekunden
16.214 Einwohner

Hochfeld gehört zum Stadtbezirk Mitte und zählt nach amtlichen Angaben 16.214 Einwohner, davon 7770 Frauen und 8444 Frauen. Der Ausländeranteil liegt bei über 43 Prozent.

Wo heute Hochfeld ist, war einst dichter Wald, der ab dem 17. Jahrhundert abgeholzt wurde. Anfang des 19.?Jahrhunderts wurde der Außenhafen angelegt, die Industrialisierung bescherte Hochfeld, nun an Rhein und Bahn optimal gelegen, eine Bevölkerungsexplosion. In Wirtschaftswunderzeiten nach dem Zweiten Weltkrieg lebten rund 33.000 Einwohner in Hochfeld.

Wir gehen über den Brückenplatz und über den Platz vor der Pauluskirche, beide wiederbelebt durch aktiven Einsatz der Hochfelder, gehen vorbei an der Alten Feuerwache in eine Straße, die überrascht mit bürgerlichen Häusern, Stuckfassaden und – wenn man das Glück der offenen Haustür hat – mit der Gelegenheit, in attraktive Flure mit Mosaikböden aus Zeiten vorm Primat der Kostenkalkulation zu blicken.

An zwischen 1900 und 1920 gebauten Immobilien-Schätzchen ist Hochfeld reich. Viele gehörten älteren Hausbesitzerinnen, weiß Wosnitzka, aber die Kinder habe es längst in die Ferne gezogen: „Die Damen hängen an ihren Häusern und wollen sie in guten Händen wissen.“ Die Folge: Man informiert sich in Hochfeld, wenn schmucke Altbauten zum Verkauf stehen, man informiert sich ebenso, was man aus einem Altbau machen kann. „Ein Einfamilienhaus in Neukirchen-Vluyn ist teurer“, sagt Petra Wosnitzka, die auch dabei ist, einem Altbau zu neuem Leben zu verhelfen.

Duisburgs Stadtteile I

Duisburgs Stadtteile II

Wir sind im Böninger-Park angekommen, der grünen Oase im Herzen Hochfelds. Kichernde Mädchen mit Kopftüchern beobachten kickende Jungen, an der nächsten Straßenecke lockt eine Kneipe seit fast ewigen Zeiten Zimmerleute an, die auf ihrer traditionellen Wanderschaft nach Duisburg kommen. Die regelmäßigen Feste im Park sind längst eine bekannte Attraktion über den engeren Stadtteil hinaus.

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Wenige Meter entfernt vom Park hat die Arbeiterwohlfahrt eine große Einrichtung, die sich mit vielfältigen Aktivitäten an die Nachbarschaft richtet. Geradezu berühmt, so Wosnitzka, sei Jahr für Jahr das Muschelessen.

Zweimal wöchentlich ist Markt in Hochfeld (Saarbrücker/ Fröbelstraße). Testat meiner Stadtteilführerin: „mittwochs toll, samstags überschätzt“.

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Dass es in Hochfeld auch weniger schöne Ecken gibt, streitet Wosnitzka gar nicht ab. Aber abfinden will sie sich damit nicht und ihre Mitstreiter auch nicht: „Wir mischen uns ein. Wir sprechen Hauseigentümer an und sagen ganz klar: Ihr müsst was tun.“ Und man veranstaltet Workshops, um beispielsweise zu zeigen, dass ein grauer Hinterhof zum Juwel werden kann.

Duisburgs Stadtteile III
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Duisburgs Stadtteile IV

Mit Hoffnungen verbinden die aktiven Hochfelder auch den entstehenden Rheinpark auf altem Industriegebiet . Der müsse noch besser an den dicht besiedelten Stadtteil angebunden werden, mahnt Wosnitzka: „Das fehlt noch.“

Willi Mohrs

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Kommentare
13.08.2011
04:53
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von Yusuf36 | #56

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13.08.2011
04:50
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von Yusuf36 | #55

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16.01.2011
21:49
Wir in Hochfeld
von Lobbyfilmerin | #54

In Hochfeld gibt´s viele... DJÄZZER ! Haha !

14.01.2011
09:41
Wir in Hochfeld
von Jantur | #53

Was gibt es nur für Leute .........
Ihr solltet Stolz drauf sein auf eure Stadt.
Ob Hochheide, Hochfeld, Marxloh oder Meiderich ..... ist alles Duisburg.
Ich wäre froh in Duisburg zuwohnen ..ich bin gerne in Duisburg ...das Flair des Ruhrgebiets.

08.01.2011
14:14
Wir in Hochfeld
von fastHochfelde | #52

Ich lebe jetzt mein schon mein ganzes Leben an der Grenze zu Hochfed. Die Gasstätte bei der seit Urzeiten Zimmerleute verkehren ist mir wohlbekannt.
Zu Wahnheimerstraße: Früher Einkaufsstraße jetzt ausländischer Basar. Die deutschen Geschäfte dort kann man fast an einer hand abzählen, ebenso die Werbung dort in deutscher Sprache. Dreckig ist sie auch geworden, da half auch die Arkarden-Verschönerungsaktion nicht.Und ungefährlich ist sie auch schon lange nicht mehr, wie viele medienberichte auf überregional zeigen (Schüsse in Cafes, etc). Die sind natürlich nicht an der Tagesordnung aber doch eben vorhanden. Ein weiterer Grund zum nachdenken ist warum der karnevalszug da nicht mehr langfährt und auf dem marktplatz endet, und das obwohl kein Karnevalist gerne das ende des zuges im Innenhafen sieht. Die Wanheimerstraße wurde sukzessiv von ausländischen Mitbürgern (Türken) aufgekauft und ist jetzt tatsächlich sowas wie ein Ghetto. Tatsächlich hauen die ehemaligen ausländischen Kaufer auch schon ab weil jetzt noch andere Kaliber dort ankommen. Die Verfasserin hat in sofern recht das der Metzger und die Eisdiele behrens echt gut sind,leider vergas sie den parkplatz neben Behrens wo bekanntermaßen sehr dubiose Geschäfte abgewickelt werden.
Nun zum Böninger Park,nun ja ich finde der wurde durch die letzte Aktion wirklich schöner gemacht und theorethisch kann man da auch schön spazieren. Leider ist er oftmal in türkischer Hand, was eigentlich nicht schlimm ist, wäre da nicht die jugendliche Minderheit die oft pöbelnd und aggressiv auffällt. Gegen die macht das patrollierende Ordnungsamt aber nicht das es viel zu beschäftigt mit der Bekämpfung der leinenlosen Hunde ist.
Insgesamt wir jetzt wieder versucht Hochfeld schöner zu machen (Rheinpark,Böniger Park,etc..) und es ist auch nicht immer so schlimm wie von aussen gesagt wird, doch wenn man nicht extrem (im wahrste sinne) auf einen bunten Stadtteil (einen Stadtteil mit sehr sehr hohem Ausländeranteil,der kaum integriert ist) steht ist es nur allzu verständlich sich nicht mehr ganz so wohl in Hochfeld zu fühlen.

08.01.2011
03:28
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von Karmanjihad | #51

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08.01.2011
03:18
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von Karmanjihad | #50

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26.12.2010
12:25
Wir in Hochfeld
von anigerelse | #49

#48: Wenn man Kommentare wie deinen liest, schämt man sich echt Deutscher zu sein!

25.12.2010
18:00
Wir in Hochfeld
von Rambo1 | #48

Das sind alle Ghettos siehe Rheinhausen ( Marktnähe ) an, da rennen aucch mehr Ausländer rum als Deutsche, da schämt man sich echt deutscher zu sein

15.11.2010
13:08
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von Duisburger123456 | #47

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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