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07.10.2008 | 17:45 Uhr
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Christoph Brockhaus hat in der Reihe der "Duisburger Forschungen" eine Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts in Duisburg herausgegeben. Porträts von Heinz Kiwitz und Heinz Trökes

Kontraste: Arm und Reich. Der Holzschnitt "Wohltätigkeits-Ball" von Heinz Kiwitz entstand 1932/33 und ist im Besitz des Lehmbruck-Museums. Repro

Seine markanten Holzschnitte erinnern an George Grosz und Otto Dix, seine satirischen Zeichnungen waren von der linken Presse im Kampf gegen die Nazis gefragt. Am 4. September 1910 wurde Heinz Kiwitz in Duisburg geboren, 1937 fiel er als Mitglied der Internationalen Brigaden in Spanien. Das beeindruckende Werk eines der bedeutendsten Duisburger Künstlers ist inzwischen fast vergessen. Doch wer sich für die kurze Lebensgeschichte und für Werkbeispiele von Heinz Kiwitz interessiert, der sollte einen Blick in den neuen Band der "Duisburger Forschungen" werfen. "Seit Lehmbruck" lautet der Titel des über 400 Seiten starken Bandes, der jetzt von Museumsdirektor Dr. Christoph Brockhaus im Mercator-Verlag herausgegeben wurde. Dazu wurde im Museum Küppersmühle die Künstlerbund-Ausstellung "18 aus Duisburg" eröffnet (wir berichteten).

Wilhelm Lehmbruck, August Kraus, Johannes Molzahn, Heinz Kiwitz und Heinz Trökes stehen als große Namen in dieser Chronik der Duisburger Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, die dank der peniblen und aufwändigen Recherche von Dr. Barbara Lülf Künstlerbiographien von Holger Albertini über Manfred Vogel bis H.H. Zimmermann vorweisen kann.

Wie Christoph Brockhaus in seinem Vorwort betont, sei eine "Duisburger Kunstgeschichte" zuvor niemals geschrieben worden. Insofern ist es die Leistung des redaktionell von Dr. Hans-Georg Kraume betreuten 54. Bandes der Duisburger Forschungen, erstmals einen historischen Überblick über das künstlerische Schaffen in Duisburg bieten zu können.

Dazu liefert Kraume als Leiter des Stadtarchivs einen Aufsatz zur bildenden Kunst und Museumspolitik in Duisburg bis 1925 mit zahlreichen Details und vielen Informationen, die bisher in der Öffentlichkeit kaum bekannt waren. Die kenntnisreiche Chronik der Duisburger Kunst seit 1925 stammt von Christoph Brockhaus, um die historischen und aktuellen Künstlerporträts machte sich Barbara Lülf verdient.

Eine Stärke des umfangreichen Werkes sind unter dem Titel "100 Jahre - 100 Künstler" auch die Kurz-Porträts. Es finden sich Namen, Fotos und Abbildungen von unter anderem Hildegard Bauschlicher, Hetty Breßer, Martin Goppelsröder, Jutta Freudenberger, Kurt Budewell, Willi Kissmer und Britta Lauer.

Von Thomas Becker

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