Wie sich Angehörige die Loveparade-Gedenkstätte am Ort der Katastrophe wünschen
06.10.2011 | 17:34 Uhr 2011-10-06T17:34:00+0200Duisburg.Der Vater eines bei der Loveparade Verstorbenen hat einen Entwurf vorgestellt, der zeigt, wie sich die Angehörigen die Gedenkstätte wünschen. „Bislang sollte sie wie in einem Loch versteckt werden“, kritisierte der beteiligte Architekt Pläne des Möbel-Investors Krieger.
Die Diskussion um eine Gedenkstätte für die 21 Todesopfer der Duisburger Loveparade-Katastrophe am Fuße der Unglücksrampe geht weiter. Am Donnerstag stellte Klaus-Peter Mogendorf , der Vater eines Verstorbenen und selbst Bauingenieur, gemeinsam mit dem Architekten Klaus-Peter Spannhoff einen Entwurf vor, wie ein würdiger Raum zum Trauern aus Sicht der Angehörigen aussehen sollte. Dieser unterscheidet sich in zentralen Punkten von den bisherigen Plänen des Möbel-Investors und Grundstücksbesitzers Kurt Krieger. Die Größe des Gedenkortes auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes ist dabei ein entscheidender Faktor.
„Im letzten Entwurf, den wir von Herrn Krieger vorgelegt bekamen , umfasste die Fläche für einen Trauerraum nur rund 70 Quadratmeter. Das ist nicht genug“, sagte Mogendorf. Spätestens beim nächsten Jahrestag im Juli 2012 werde dort erneut in einem größeren Kreis der Toten, Verletzten und Traumatisierten gedacht. „Das ist in dem bislang geplanten Raum nicht möglich“, verdeutlicht Mogendorf.
Am Samstag treffen sich Greulich, Krieger Bau und Angehörige erneut
Dieser sei an seiner schmalsten Stelle gerade einmal drei Meter breit. Und sein einziger Zugang (vom Karl-Lehr-Tunnel aus) sei nur einen Meter breit. Jeder Besucher würde deshalb schon beim kleinsten Menschenauflauf dort sofort Beklemmungen bekommen. „Gerade jene Verletzte, die damals bei der Katastrophe in den Massen eingeklemmt waren, ist eine Rückkehr unter diesen Voraussetzungen unmöglich. Die Enge dort könnten sie psychisch nicht ertragen“, so Mogendorf.
Deshalb sieht der Entwurf seines Freundes und Arbeitgebers Klaus-Peter Spannhoff eine großzügigere Lösung vor. Darin umfasst die Gedenkstätte ein 250 Quadratmeter großes Areal. Hier würde nicht nur die Unglückstreppe als markantes Bauwerk erhalten bleiben, sondern auch das Stellwerk-Häuschen am Kopf besagter Treppe. „Dies könnte als Kapelle genutzt werden, oder als Ort für eine Bildergalerie“, so Spannhoff.
Seine Pläne will er nicht als Universallösung verstanden wissen, sondern als Diskussionsgrundlage. Bislang sei dieser Prozess, so schildert es Mogendorf, eher einseitig verlaufen . „Wir als Hinterbliebene haben in den von der Notfallseelsorge moderierten Treffen bislang immer Entwürfe von Krieger und der Stadtplanung vorgelegt bekommen, auf die wir reagieren sollten. Unsere Bedenken haben wir von Anfang an mitgeteilt, darauf eingegangen wurde in den Überarbeitungen der Pläne leider nicht“, klagt Mogendorf. Und um beim nächsten Treffen der Gruppen mit Krieger-Vertretern und Stadtdirektor Dr. Peter Greulich am Samstag, 8. Oktober, hier in Duisburg nun selbst etwas vorlegen zu können, wurde besagter Gegenentwurf ausgearbeitet – mit ausdrücklicher Unterstützung anderer Hinterbliebener.
Gedenkstätte für alle Menschen in Duisburg
Um eine Konsenslösung zu erzielen und die Gedenkstätten-Fläche nach den Wünschen der Angehörigen zu vergrößern, sei laut Spannhoff an den bisherigen Planungen nur kleine Veränderungen nötig – etwa die minimale Verlagerung einer Straße sowie eines Fuß- und Radweges. Wichtig ist dem Architekten auch, dass die Gedenkstätte als solche für alle Besucher sofort zu erkennen ist. „Bislang soll sie wie in einem Loch versteckt werden “, schimpft Spannhoff. Ein würdiger Raum der Ruhe und Trauer müsse größer, offener und authentisch sein.
Ihren Vorstoß wollen beide auch als Anstoß zur öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Thema verstanden wissen. „Denn diese Gedenkstätte soll ja nicht allein für uns Angehörige sein, sondern auch für die Menschen in Duisburg“, sagt Mogendorf. Letztlich ist es der Rat der Stadt Duisburg, der den Bebauungsplan beschließen und damit offiziell absegnen muss. Deshalb sind die Angehörigen auch bereits in Kontakt mit einigen Fraktionen getreten, um ihre Bedenken vorzutragen. „Eine öffentliche Debatte in der Stadt ist dringend nötig.“
Für alle, die sich ein eigenes Bild machen wollen, bietet Lothar Evers die Pläne und Details auf seiner Recherche-Plattform docunews.org als Download an.

11:20
zu # 45
nein,keine Fragen mehr....,
allerdings übel kanns einem bei solchen Beiträgen eines anständigen Duisburger und Neuanfänger schon werden.
23:31
..,in ihrer Bewegung der anständigen Duisburger werden Sie mit Sicherheit den einen oder anderen Bibelfesten finden.
#44 von albertus28 , am 08.10.2011 um 17:22
In der Tat ist der eine oder andere Sympathisant der anständigen Duisburger Pfarrer von Beruf.
Und Sie albertus28 sind sicher genau so christlich veranlagt wie Adolf Sauerland !! Dieser nimmt es aber mit manchen der 10 Gebote nicht ganz so genau,so zum Beispiel: das 6. Gebot
Du sollst nicht ehebrechen! Oder : das 8. Gebot
Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten! (übersetzt: du sollst nicht lügen). Da hat der christliche Herr OB deutliche Defizite.
Das 5. Gebot spare ich mir,das ist aber die Ursache des ganzen Übels. Noch Fragen, allerwertester Prophet albertus28 ?
17:22
# 43....
jawoll,!! das mußte ja mal raus!!
Nehmen Sie es nicht (ganz) persönlich. Sie haben sich offensichtlich selbst zum Sprecher der Bewegung Wir anständige Duisburger innerhalb der Bewegung Weg mit Sauerland aufgeschwungen.Hierzu meinen Hinweis in aller Bescheidenheit,lesen Sie einmal in einer ruhigen Minute Lukas 18, 9-14.
Falls Sie den Text nicht präsent haben sollten,in ihrer Bewegung der anständigen Duisburger werden Sie mit Sicherheit den einen oder anderen Bibelfesten finden.
23:41
Ich finde es wirklich bezeichnend wie sich die Sauerland Freunde hier entblößen.
Das braucht man nur auf sich wirken lassen. Mehr nicht.
Und dann nachdenken: Und dann feststellen, das ist nicht unsere Denke, unser Gefühl für Zusammenleben. Wir anständigen Duisburger wollen solches Denken nicht. Wir setzen dagegen Zeichen.
Und zwar demokratische. Noch.
16:33
#36 von derwolf80 , am 07.10.2011 um 11:27:
In Deutschland wurden schon Bauvorhaben wegen Fledermäusen und Feldhamstern gestoppt.
Gibt es etwas Wichtigeres als 21 tote Kinder?
14:17
@36 das war jetzt aber ziemlich kleingeistig...
#38 von derwolf80 , am 07.10.2011 um 12:44
Es ist nett, dass Sie Ihren eigenen substantiellen Beitrag #36 als kleingeistig bezeichnen. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung, weiter so !!
13:09
Na das ist doch auch so, das sich Jan und Pit mit der Loveparade wichtig macht. Einer schreit mehr wie der andere was zu machen ist. Angehörige, selbsternannte Opfervertreter, irgendwelchen dubiosen Vereinigungen wie Never Forget etc. Alle wollen ins Rampnlicht, nur das Beste und ihren Egotrip verwirklichen. Die Angehörigen möglichst viel Kohle rausschlgen. So kann man ja mal schnell den dicken Euro machen! So sieht es doch aus! Und Hauptsache auf die Stadt eindreschen.
13:08
zu # 22
Lieber Peter Woelwer,
haben Sie es nicht eine Nummer kleiner,wenn Sie sich hier wie selbstverständlich zum Redner für alle Duisburger erkären.
12:44
@36 das war jetzt aber ziemlich kleingeistig...
11:39
Hier wird eindeutig argumentiert um Druck auszuüben - und dass die Medien sich schon wieder gegen die Stadt stellen macht mich fassungslos.
#36 von derwolf80 , am 07.10.2011 um 11:27
Wen meinen Sie mit die Stadt. Die Stadt, das sind die Bürger. Und nicht die Unverantwortlichen der Stadtverwaltung zusammen mit dem baldigen Ex-OB, die das Unheil überhaupt heraufbeschworen haben.Merke: ohne Sauerland, Schaller, Rabe und die sonstigen willfährigen Vollstrecker brauchten wir diese Diskussionen überhaupt nicht zu führen.