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Wie lässt sich der Konflikt in Tibet lösen?

31.03.2008 | 19:25 Uhr

Der Duisburger Asien-Experte Prof. Thomas Heberer nimmt zur Politik Chinas Stellung

Prof. Thomas Heberer ist Experte für Ostasienwissenschaften.

Welche Hintergründe haben die Unruhen in Tibet, und lässt sich dieser Konflikt überhaupt lösen? Mit diesen Fragen wird Prof. Thomas Heberer, China-Experte an der Uni Duisburg-Essen (UDE) und gerade wissenschaftlich in Peking tätig, in diesen Tagen konfrontiert.

Heberer beschäftigt sich seit über drei Jahrzehnten politikwissenschaftlich mit der Tibet-Frage und zählt weltweit zu den wenigen Experten auf diesem Gebiet. Das macht ihn derzeit zu einem überaus gefragten Interviewpartner für deutsche wie ausländische TV-Sender und Tageszeitungen. "Aber auch viele Studierende mailen mich an, weil sie mehr wissen wollen über die Ursachen des Konflikt", sagt Heberer. "Um die zu verstehen, muss man nicht nur sehr weit zurückblicken in die Geschichte, sondern auch die politischen, ökonomischen, kulturellen und sozialen Probleme benennen, die der Vielnationalitätenstaat China hat."

Im Januar dieses Jahres erst hatte Heberer in einem Aufsatz für die Zeitschrift für Chinesisches Recht ausführlich die überaus komplexen Zusammenhänge beleuchtet. "Wenn sich der innerchinesische Nationalitätenkonflikt heute in Tibet am schärfsten äußert, so liegt das daran, dass hier ein Volk mit hohem ethnischen Eigenbewusstsein in einem relativ geschlossenen Siedlungsgebiet lebt und sich kulturell wie historisch als nicht-chinesische Nation versteht", erklärt Heberer. Und so sieht er in nächster Zeit auch keine Lösung des Konflikts. Auch wenn China mit Blick auf die Olympiade scharf kritisiert werde, "wird die internationale Staatengemeinschaft nicht von dem Prinzip abgehen, dass Tibet Teil Chinas ist."



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