Widersprüchlich

Zu: Großbrand in Rheinhausen Schlimmeres bei dem Großbrand konnte vermieden werden, weil ein Anwohner zufällig in der Nacht von Freitag auf Samstag um 3 Uhr aufgestanden ist, da er früh zum Flughafen musste, und so den Brandgeruch bemerkte und die Feuerwehr rief. Automatisch fortgeleitete Brandmelder hat es wohl nicht gegeben. Dass in Lagerhallen aus den 50er und 60er Jahren Asbest in den Dächern verbaut wurde, hätte eigentlich sofort klar sein müssen und nicht erst „Stunden später“. Der Asbestalarm wurde also mit unnötiger Verzögerung ausgelöst.

Anwohner der Hoch- und Dieselstraße klagten über Übelkeit und Kopfschmerzen. Das hat mit Asbest nichts zu tun, sondern liegt an Rauchgasen. Wenn eine Halle voller Kunststoffverpackungen mit Kabeln, Farben, Lacken und anderer Bauchemie abbrennt, entstehen doch auch jede Menge andere toxische Chemikalien von Cyaniden bis Dioxinen und gelangen in die Umwelt. Davon ist gar keine Rede. Anwohner erhielten bis heute trotz mehrfacher Anfrage von der Stadt keine Auskunft über konkrete Substanzen, Messergebnisse und Gefahrenlage. Verwiesen wurde immer nur auf einen Info-Container.

Die WAZ zitiert den Krisenstab: „Eine Gefährdung durch Aufnahme über die Luft ist nach wie vor ausgeschlossen.“ Ja bitte, wie denn sonst als über die Atemwege gelangen Asbestfasern in den menschlichen Organismus? Aus Sicht des Umweltmediziners kann ich nur sagen: alles doch recht konfus und widersprüchlich gelaufen.