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Wider das Vergessen

09.11.2007 | 21:05 Uhr

Gedenkfeier für die Opfer der Pogromnacht im Rathaus. Anschließender Schweigemarsch

Der 9. November 1938 erlangte als "Reichspogromnacht" traurige Berühmtheit. Juden wurden durch die Straßen gehetzt, misshandelt und ermordet, Synagogen in Brand gesteckt, jüdisches Eigentum mutwillig zerstört. Allein in Duisburg verhaftete die Staatspolizei in jener Nacht 60 Menschen, einer wurde sogar umgebracht.

Der Opfer dieser Gräueltaten wurde im Rathaus gedacht. "Es gibt kein Recht auf Vergessen, aber eine Pflicht zu erinnern und zu mahnen", betonte Oberbürgermeister Adolf Sauerland in seiner Rede. Die Stimmen der Opfer würden "schwächer und seltener". Gerade deswegen sei es von zunehmender Bedeutung, die Erinnerung an die Gräueltaten des Nationalsozialismus wachzuhalten. Nur so könne eine Wiederholung der grausamen Ereignisse vermieden werden.

"Geschichte ohne Zeitzeugen so zu gestalten, dass die Erinnerung lebendig bleibt, wird die große Herausforderung des Geschichtsunterrichts der Zukunft sein", mahnte Peter Michael Minnema, Schulleiter des Steinbart-Gymnasiums, in seiner Ansprache.

Sauerland ergänzte, dass die Verantworung des Erinnerns in Zukunft zunehmend auf den Schultern der jüngeren Generation ruhe. Dass die Jugendlichen dieser Stadt sich engagiert dafür einsetzten, "macht mir Mut". So gestalteten Schüler der Realschule Fahrn gemeinsam mit Angehörigen Fredi Rosenbergs das Rahmenprogramm. Der Duisburger Sinto ist einer der Überlebenden des Holocaust.

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung im Rathaus führte ein Schweigemarsch vorbei an Stolpersteinen zur Gedenkstätte am Rabbiner-Neumark-Weg, wo eine Kranzniederlegung stattfand. Minnema: "Wir verneigen uns vor den Opfern des Nationalsozialismus."

Von Monique de Cleur

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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