Zwei Duisburger Männergesangsvereine testen eine Kooperation

Der Männerchor Contstantia Baerl mit Chorleiter: Michael Wulf-Schnieders (Mitte) bei einer Probe.
Der Männerchor Contstantia Baerl mit Chorleiter: Michael Wulf-Schnieders (Mitte) bei einer Probe.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Constantia 1885 Baerl und Liederkranz 1864 Repelen proben vierMonate gemeinsam. Danach fällt Entscheidung, wie es weitergeht

Duisburg-Baerl/Moers.. Sie sind beide sehr alt und haben als erklärtes Ziel, noch ein paar Jahre zu existieren. Die Rede ist von den zwei Männergesangsvereinen Constantia 1885 in Baerl und Liederkranz 1864 in Moers-Repelen. Wie so viele Chöre und Vereine jeglicher Couleur plagt die Sänger der Mitgliederschwund. Constantia Baerl, so deren Pressesprecher Reginald Vorberg, habe ungefähr 33 Sänger, die selten alle zur wöchentlichen Probe kommen. Vorberg: „Meistens fehlen Sänger.“ Das gleiche Problem hat der MGV Liederkranz in Repelen. Rund 28 Sänger erfreuen ihr Publikum mit ihrem Gesang.

Beide Männerchöre haben eine Gemeinsamkeit: den Chorleiter. Michael Wulf-Schnieders unterrichtet schon seit einigen Jahren mit großem Engagement die Sangesfreunde beider Vereine, jeweils an einem anderen Tag und jeweils an unterschiedlichen Orten, pendelt sozusagen zwischen Baerl und Repelen hin und her.

Erstes gemeinsames Konzert

Seit einigen Jahren schon pflegen beide Chöre auch eine Freundschaft, im vergangenen Jahr traten sie zum ersten Mal gemeinsam auf.

Wissend um die Nachwuchssorgen überlegte der Vorstand von Constantia nun die Möglichkeit einer Kooperation Da beide Männergesangsvereine den selben Chorleiter hätten, könnten sie auch gemeinsam proben, so der Vorschlag der Baerler an den Liederkranz in Repelen und an Michael Wulf-Schnieders und lösten damit Begeisterung aus.

In der vergangenen Woche gab es den ersten gemeinsamen Probentermin. Reginald Vorberg schwärmt: „Der erste Termin ist bombig eingeschlagen. Wir waren rund 43 Sänger. Das machte sich sofort bemerkbar. Das Volumen war ganz anders. Die Stimmung unter den Sängern war sehr positiv.“

Harmonische Proben

Aufgrund dieser schönen Erfahrung war es kein Wunder, dass anderthalb Stunden wie im Flug vergingen. Vorberg: „Unser Chorleiter hätte am liebsten zweieinhalb Stunden mit uns geprobt und war erfreut, dass zwei Vereine schon so harmonisch waren.“ Vier Monate wollen der Baerler und Repelener Verein die Kooperation jetzt erst einmal testen. Sollte die Entscheidung für einen Fortbestand fallen, treten beide Chöre künftig gemeinsam auf, gleichwohl sie eigenständig mit eigenen Vorständen bleiben sollen.

Neue Sänger allerdings jederzeit willkommen. Ansprechpartner für Constantia ist Reginald Vorberg, 02066/12425.