Zuschuss für Flügelkreuz

Wird bald ein Flügelkreuz haben: die Lohmühle in Baerl.
Wird bald ein Flügelkreuz haben: die Lohmühle in Baerl.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Mühlenverein „Lohmühle Baerl“ freut sich über Förderung vom Landschaftsverband Rheinland. 46 000 Euro für den fünften Bauabschnitt sind bewilligt

Duisburg-Baerl..  Mehr als hocherfreut ist der Mühlenverein „Lohmühle“ Baerl auf die Mitteilung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR). Er wird den fünften Bauabschnitt mit 46.000 Euro fördern. Norbert Nienhaus, Vereinsvorsitzender: „Damit steht der Herstellung des markantesten Teils einer Windmühle, nämlich das Flügelkreuz, nichts mehr im Wege.“

Am Donnerstag werde mit der Unteren (Duisburg) und der Oberen (Pulheim) Denkmalbehörde noch diskutiert, ob das Flügelkreuz aus Holz oder aus Stahl ausgeführt wird. „Mit der Installation des Flügelkreuzes in einer Länge von 23 Metern wird die Lohmühle als Landmarke weit sichtbar sein“, erläutert der Fachmann.

Die Lohmühle hatte früher Flügelruten aus Holz. Da dieses aber sehr schnell verwittert, werden diese Ruten heute durch Stahl ersetzt, das eine wesentliche längere Lebensdauer hat. Optisch macht das keinen Unterschied, da beide Materialien angestrichen werden. Aus Holz ist dagegen das Gatter, das in die zwei Ruten montiert wird. Norbert Niehaus: „Das Gatter besteht aus skandinavischem Hartholz.“ Im letzten Schritt wird dieses Gatter mit Tuch bespannt, damit die Mühle Angriffsflächen für den Wind bekommt.

Wann der fünfte Bauabschnitt beginnt, steht noch nicht fest. Norbert Nienhaus: „Anfang Februar bekommen wir den Bescheid und gehen damit zu dem Mühlenbauer.“ Er ist ein Experte aus Aalten in den Niederlanden, nahe an der Grenze bei Bocholt. Wann der Fachmann mit den Arbeiten beginnen kann, hängt von dessen Auftragslage ab, wie er Zeit hat.

Der Vereinsvorsitzende geht davon aus, dass die Ruten aus Stahl gefertigt werden. Die einzelnen Teile wird der Mühlenbauer zu dem Flügelkreuz zusammenschweißen. Ein Tieflader bringt das fertige Stück schließlich nach Baerl. „Die Mühle ist dann so gut wie fertig“, freut sich Nienhaus. Das Flügelkreuz müsse dann noch mit der Mühlentechnik abgestimmt werden. Und dann dreht sich hoffentlich die Mühle.

Ob nun mit oder ohne Flügelkreuz, auf jeden Fall beteiligt sich der Verein in diesem Jahr am 23. Mai mit der Lohmühle am Deutschen Mühlentag. Zwei Jahre hatte man aufgrund der umfangreichen Restaurierung pausieren müssen. „Wenn wir Glück haben, ist das Flügelkreuz fertig“, hofft Nienhaus.

2008 begannen die umfangreichen Reparaturarbeiten an der Lohmühle. Ursprünglich, so der Zeitplan des Verein, sollten die Arbeiten innerhalb von zwei Jahren fertig sein. „Vielleicht lag es auch an mir. Ich hatte nämlich wenig Erfahrungen mit Förderträgern“, räumt Norbert Nienhaus ein, der sich um Zuschüsse kümmerte. Denn allein mit den 80 Mitgliedern, die einen Jahresbeitrag von 18 Euro zahlen, ist ein solches Mammutprojekt finanziell nicht zu stemmen. Norbert Nienhaus konnte schließlich sieben große Förderer für das Vorhaben gewinnen. Ganz ohne Aufgaben wird der Verein wohl nie sein. Ist die Mühle fertiggestellt, kommt die Nachhaltigkeit. Die Mühle muss instand gehalten werden.

Und nicht nur das: Die Lohmühle soll einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein. So sind Veranstaltungen und Führungen für Schulklassen angedacht. .