„Wohnen statt einkaufen“

Wenn heute die Rheinhauser Bezirksvertreter zu einer interfraktionellen Runde zusammenkommen, soll es laut Informationen der Redaktion auch wieder um das Gelände am geschlossenen Hallenbad an der Schwarzenberger Straße gehen. Dem Vernehmen nach will die Stadt an den Plänen festhalten, dort 1500 Quadratmeter Einzelhandelsfläche zu ermöglichen und eine erneute Ausschreibung in die Wege zu leiten. Gegen dieses Vorhaben hatten sich wie berichtet jüngst die Markthändler und auch der Werbering gestellt: „Wir benötigen in Hochemmerich keinen weiteren Vollsortimenter.“

Karsten Vüllings, Vorsitzender des Werberings, erweitert seine Aussage, sagt, dass durch einen Supermarkt keine neuen Umsätze generiert würden. „Es gibt bereits genügend Vollsortimenter in der Umgebung, die Umsätze würden sich auf Kosten der anderen Läden und auch des Wochenmarktes lediglich verlagern.“ Vorstellen könnte er sich auf der Fläche etwa seniorengerechtes Wohnen. „ Man sollte sich mit den beiden Bauvereinen in Verbindung setzen, um möglicherweise Wohn-Projekte wie in Rumeln oder Friemersheim entstehen zu lassen.“

Leerstand an Schwarzenberger Straße

Mit der Umgestaltung des Platzes am Ex-Hallenbad sei es nicht getan, „das benachbarte Wohn- und Geschäftshaus steht zu großen Teilen leer, sieht man von Netto und dem Jugendzentrum St. Peter einmal ab. Ich halte es für sinnvoll, dass man sich das gesamte Areal einmal ansieht und überlegt, was man städtebaulich daraus machen könnte.“