Wohnbebauung am Burgfeld in Bergheim soll kommen

Im Oestrumer Hinterland soll ein Wohngebiet mit Einzel- und Doppelhäusern entstehen.
Im Oestrumer Hinterland soll ein Wohngebiet mit Einzel- und Doppelhäusern entstehen.
Foto: WAZ FotoPool
Politik entscheidet über Aufstellungsbeschluss. Projektentwickler aus Emmerich will Einzel- und Doppelhäuser bauen. Die ehemals genannte Zahl von 80 Objekten taucht allerdings nicht mehr auf

Duisburg-Bergheim..  Einen attraktiven Wohnstandort möchte ein Unternehmen der Sparkasse Emmerich-Rees entwickeln „und damit einen positiven Beitrag zur Einwohnerförderung in Rheinhausen leisten“. So steht es in einem Aufstellungsbeschluss, über den die Bezirksvertretung Rheinhausen am 22. Januar sowie weiterführende politische Gremien bis zum Ratsentscheid am 2. März zu entscheiden haben. Es geht um mehr als 80 Häuser, die im Oestrumer Hinterland, zwischen der Asberger Straße, den Straßen Auf dem Wiel und Burgfeld gebaut werden sollen.

Mit dem Aufstellungsbeschluss sollen nach Jahren der Planungen und Diskussionen (wir berichteten mehrfach) jetzt Fakten geschaffen werden. So wurde das Baugebiet verkleinert, statt wie einst einmal geplant 5,3 Hektar, sollen nur etwa 2,4 Hektar bebaut werden, um möglichen Bodendenkmälern einer römischen Siedlung nicht zu nahe zu kommen. Die Erschließung soll über verkehrsberuhigte Bereiche, sogenannte Mischflächen erfolgen, die Stadt spricht von einer aufgelockerten Bebauung mit Einzel- und Doppelhäusern in offener Bauweise. Es habe eine intensive Abstimmung mit den benachbarten Hausbesitzern gegeben. Entwickelt werden soll ein „hochwertiges Wohngebiet mit einem großen Anteil an privaten Grünflächen und Gartenbereichen.“ Wie viele Häuser tatsächlich gebaut werden sollen, steht nicht in der Vorlage.

Platz 4 der Prioritätenliste

Dass es der Stadt mit dem Baugebiet sehr ernst zu sein scheint, ist an der Prioritätenliste des Bezirks Rheinhausen (siehe auch Info-Box) ablesbar. Hier taucht das Projekt an vierter Position auf. Davor rangieren der Umbau einer Fläche an der Werthauser Straße für die Firma Woma, die Erweiterung der Kindertagesstätte Breslauer Straße, sowie der Bau eines kleinteiligen Gewerbegebiets an der Ursulastraße in der Nähe des ehemaligen Krupp-Tor 1.

Wie geht es jetzt weiter? Gibt die Bezirksvertretung dem Aufstellungsbeschluss grünes Licht, wird ein Bebauungsplanentwurf erarbeitet, diverse Behörden (Träger öffentlicher Belange) werden um Stellungnahmen gebeten. Es folgen eine Beschlussfassung für den Rat über die vorgeschriebene öffentliche Auslegung. Mit einem Baustart ist dann frühestens Ende des Jahres zu rechnen.

Die Prioritätenliste des Bezirks Rheinhausen
Insgesamt
21 Punkte umfasst die Prioritätenliste des Bezirks Rheinhausen, die laut Stadtverwaltung nach entsprechendem politischem Beschluss Punkt für Punkt abgearbeitet werden sollen. Enthalten sind in der Liste aber nicht nur aktuelle Vorhaben wie der Umbau der Fläche Werthauser Straße für die Firma Woma (Platz 1), sondern auch Projekte, die laut Verwaltung „asbach-uralt sind“ wie etwa Pläne für das Umfeld des Trompeter Bahnhofs aus dem Jahr 1994 (Platz 9).
Auf Platz 2 der
Liste steht der Umbau der Kita Breslauer Straße, auf 3 das Gewerbegebiet Ursulastraße und auf 4 das Wohngebiet Burgfeld. Danach folgen die Neunutzung des Gebietes der ehemalige Fröbel-Schule sowie die Neunutzung einer Fläche an der Hochheider Straße in Asterlagen. Dort waren vor Jahren Übergangswohnheime abgerissen worden.