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Wie Berger Feld, nur anders

31.10.2012 | 17:51 Uhr
Wie Berger Feld, nur anders
An der Lise Meitner Gesamtschule wurde ein neuer Kraftraum eingeweiht.Im Bild: Niklas (vorne rechts), Christoph (links) und Sebastian (hinten, Mitte).Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.  Die Rheinhauser Meitner-Gesamtschule ist einer von drei Standorten des Duisburger Sportförderungs-Konzeptes TZI. Jetzt mit neuem Kraftraum

Mit eineinhalb Jahren Verspätung wurde jetzt der neue Fitness-Raum an der Lise-Meitner-Gesamtschule eingeweiht. Erst musste ein undichtes Rohr gefunden werden, das für einen veritablen Wasserschaden gesorgt hatte, dann konnte der kleine Gymnastiksaal, in seiner ursprünglichen Funktion für modernen Schulsport ohnehin nicht mehr brauchbar, renoviert und für die neue Bestimmung aufgemöbelt werden. 40 000 Euro waren dafür nötig - zusätzlich zur eigentlichen Renovierung, die die Stadt aus dem laufenden Immobilien-Etat stemmte. 35 000 davon kamen von der Sportförderstiftung der Sparkasse, dem Stadtsportbund und dem Schulsportamt. Denn die Meitner-Schule ist eins von drei schulischen Standbeinen der Sportjugend-Förderung in Duisburg.

Andere Städte haben Sportförderschulen, etwa die von den Schalker Nachwuchshoffnungen besuchte Gesamtschule Berger Feld in Gelsenkirchen oder sogar Sportinternate, wie Köln, wo mit den „Haien“ und dem FC aber auch finanzstarke Förderer vor Ort sind. Duisburg verteilt die Nachwuchsförderung lieber auf mehrere Schultern, und zwar in Form des TZI (Teilzeitinternat). „Teilzeit“ heißt, dass dieses Internat eigentlich gar keins ist, denn dort übernachtet kein Schüler. Aber die Trainingsangebote, die Sport-Förderschüler an vergleichbaren Internaten im schulischen Rahmen nutzen können, gibt es an den drei Standorten des TZI - der Gesamtschule Meiderich, dem Steinbart-Gymnasium in der Stadtmitte und eben der Meitner-Schule für den Westen - eben auch. Dazu kommt Förderung des „normalen“ Lernstoffes. TZI-Leiter Holger Lauterbach: „Bei uns trainieren Handballer, Wasserballer, Schwimmer und Ruderer. Das sind Sportarten, in denen man hierzulande nicht wirklich auf eine Profi-Karriere hoffen kann. Entsprechend wichtig ist, dass die Jugendlichen nicht nur für den Sport, sondern auch für einen ordentlichen Schulabschluss gefördert werden.“

Apropos Internat: Schülern von Auswärts auch Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten, ist für die Zukunft nicht ausgeschlossen. Das könnte laut Lauterbach etwa in Gastfamilien oder mit sozialpädagogisch betreuten Wohngemeinschaften passieren. Schon jetzt kommen TZI-Schüler nicht nur aus Duisburg, sondern auch aus Krefeld oder Dinslaken.

Den neuen Kraftraum haben die jungen Sportskanonen allerdings nicht exklusiv. Fachbereichsleiter Klaus Stephan legt Wert darauf, dass er auch dem „normalen“ Sportunterricht der Oberstufe und Vereinen offen steht.

Matthias Oelkrug



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