Wider den Diebstahl der Bildung
19.02.2010 | 19:36 Uhr 2010-02-19T19:36:00+0100
„Wir sind hier, wir sind laut - weil man uns die Bildung klaut!“ Friedlich, aber unüberseh- und unüberhörbar protestierten gestern Vormittag rund 800 Schüler des Rheinhauser Willy-Brandt-Berufskollegs gegen dessen drohende Schließung.
Die „zukünftigen Hartz-IV-Empfänger“, so zumindest die per Transparent vorgebrachte Selbsteinschätzung, sammelten sich um 9.30 Uhr auf dem Schulhof und zogen über Krefelder-, Friedrich-Ebert- und Schwarzenberger Straße mit viel Lärm und einer kurzzeitigen Besetzung der Kreuzung Schwarzenberger-/ Friedrich-Ebert-Straße zurück zur Schule. Die Polizei war frühzeitig informiert worden und sicherte den Demonstrationszug, inklusive der Zwischenkundgebung auf der Kreuzung. Zwischenfälle gab es nicht. „Es heißt ja oft, Jugendliche hätten ohnehin kein Interesse an ihren Schulen. Ihr habt heute das Gegenteil bewiesen“, freute sich der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Fördervereins Rainer Bischoff: „Ich bin stolz auf Euch!“
Frank Jakobs von der Stadtschulpflegschaft, die sich schon frühzeitig gegen die Schließungspläne ausgesprochen hatte, betonte noch einmal die Wichtigkeit der Schule für den Stadtteil: „1600 Schüler, von denen 90 Prozent aus einem Umkreis von zehn Kilometern kommen, kann man nicht so einfach an andere Schulen verlagern.“ Ohnehin sei es unsinnig, ein über Jahrzehnte ständig gepflegtes und modernisiertes Schulgebäude, wie es in Rheinhausen stehe, aufzugeben.
Kommenden Donnerstag berät der Schulausschuss des Stadtrates über die Spar-Vorschläge der Verwaltung - inklusive Schließung von zwei Kollegschulen. Und auch wenn offiziell nach wie vor keine Namen genannt wurden, haben sich die Willy-Brandt-Schüler, genau wie die Eleven des Huckinger Bertold-Brecht-Kollegs, bereits angesagt, um vor dem Duisburger Rathaus noch einmal deutlich zu machen, was sie von diesen Plänen halten.
07:23
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22:25
@ # 2 und # 4 discipuli (das ist Latein und bedeutet Schüler)
Blödsinn!
Es kommt nämlich darauf an, um was für Schüler es sich handelt. Eleven gibt es vielleicht in einer Mülheimer Ballettschule, aber nicht in Hamborn und auch nicht in Rheinhausen. Sagen mir die Websites der Kollegs.
Ich habe das OP besucht. In Mülheim (Nase hoch :-)
Ja ja - auch DU (b)ist Hafen der Kulturhauptstadt.
11:09
an Captain Willard:
Haettest Du das Willy-Brandt-Kolleg besucht, wuesstest Du das Eleve schlicht und einfach Schueler meint. Lesen koennen hilft manchmal! s. Wikipedia
22:11
Kulturhauptstadt:
Schließung von Schulen, Bibliotheken, Bädern.
Im Gegenzug Millionenabfindungen für dekadente und korrupte Manager- und Politclowns.
21:08
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19:57
Könnte der Herr Redakteur dem staunenden Publikum vielleicht mal erklären, was er mit Eleven meint?
Schauspiel- und Ballettschüler?
Oder Forst- und Landwirtschaftsgehilfen?
Mein Großvater hatte Eleven - in Ostpreußen - und er war Landjunker.