Westnetz erneuert Strommasten in Duisburg-Rheinhausen

Der Abriss ist in vollem Gange, von den einst 34 Meter hohen Masten stehen nur noch einige Gerippe.
Der Abriss ist in vollem Gange, von den einst 34 Meter hohen Masten stehen nur noch einige Gerippe.
Foto: Tanja Pickartz
Was wir bereits wissen
RWE-Tochter Westnetz ersetzt rund um die Wiesenstraße in Winkelhausen für rund 2,5 Millionen Euro zehn alte Masten samt Leitungen durch modernes Gerät.

Duisburg-Winkelhausen..  Quizfrage: Nach wie vielen Jahren müssen Hochspannungsmasten ersetzt werden? „Nach etwa 80 Jahren haben Masten wie die rund um die Wiesenstraße in Rheinhausen offiziell ihre maximale Lebensdauer erreicht“, sagt Projektleiter Hendrik Hübner. Hübner verantwortet für die RWE-Tochter Westnetz (siehe auch Info-Kasten) die Sanierung der Trasse von Moers-Utfort nach Rheinhausen.

Die 34 Meter hohen und rund sieben Tonnen schweren Masten sind übrigens bereits 86 Jahre alt, laut Westnetz seien allerlei Genehmigungsverfahren und auch die Sanierung bereits seit sechs Jahren im Gange. Zehn der insgesamt 51 Masten umfassenden Trasse werden laut Hendrik Hübner aktuell demontiert, sprich, abgerissen und verschrottet. „Nach dem Abbruch werden neue Fundamente gegossen und moderne Masten aufgestellt, die dann rund zwei Meter höher sind als die alten.“

Zur Erläuterung: Die Trasse ist eine sogenannte 110 KV-Trasse, durch die Leitungen fließen 110.000 Volt. In Umspannwerken wird der Strom auf 10.000 Volt transformiert, von dort aus geht er in die Stromhäuschen, die an diversen Stellen im Stadtgebiet stehen. Die machen aus 10.000 400 Volt, die in die Haushalte fließen. Dort werden nicht mehr alle Phasen genutzt, aus der Steckdose kommen 230 Volt.

Zurück an die Wiesenstraße: 2,5 Millionen Euro investiert Westnetz in die Erneuerung der sogenannten „Strom-Landstraße“, die den Duisburger Westen und auch Moers mit Strom versorgt. Außer den Masten werden auch die Leitungen ersetzt. „Die sind in den vergangenen 86 Jahren bereits einmal erneuert worden, sind aber sicher auch um die 50 Jahre alt“, mutmaßt Hübner. Die Stromversorgung des betreffenden Bereiches ist laut Westnetz durch Umleitungen und auch durch eine unterirdisch verlaufene Strecke sichergestellt.

Im Juli sollen sämtliche neuen Masten samt 2,5 Kilometer Leitungen stehen und in Betrieb gehen. Die gesamte Trasse sei dann auf dem technisch neuesten Stand. „Wir gehen davon aus, dass wir hier in den kommenden 100 Jahren nicht mehr ran müssen.“

Hintergrund: Westnetz
Westnetz ist
eine 100-prozentige RWE-Tochter und bezeichnet sich als Verteilnetzbetreiber für Strom und Gas im Westen Deutschlands.
Die Firma
verantwortet nach eigenen Angaben Betrieb, Planung, Bau und Instandhaltung von 190.000 Kilometern Strom- und 28.000 Kilometern Gasnetz.