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Weiterbildung? - „Mach es!“

25.02.2016 | 05:33 Uhr

„Jeder ist seines Glückes Schmied“, sagt man. So ist es auch mit der beruflichen Weiterbildung: Wer sich beruflich fortbilden will, muss selbst aktiv werden, etwas unternehmen. „Do it!“, zu deutsch „Mach es!“, hieß gestern die Aufforderung am Aktionstag der Regionalagentur Niederrhein im Bezirksrathaus Homberg.

Dort, gleich im Erdgeschoss. berät eins von insgesamt 16 Regionalbüros des Landesministeriums für Arbeit, Integration und Soziales seit drei Jahren alle Bürger, die sich beruflich qualifizieren und fortbilden wollen. Karin Schillings, die zum vierköpfigen Team der Regionalagentur am Bismarckplatz gehört: „Zu der Zielgruppe unserer Aktion gehören Menschen, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben und den Schritt wagen, eine Weiterbildung durchzuhalten. Zur Zielgruppe gehören auch Menschen, die über 50 Jahre alt sind und wegen ihres Alters schwerer vermittelbar sind. Wir beraten auch Menschen, die nur befristet beschäftigt sind und Personen, die ihre Berufserfahrung im Ausland gesammelt haben und versuchen, hier Fuß zu fassen.“

Wichtig in der „Beratung zur beruflichen Entwicklung“ sind auch Ratsuchende in beruflichen Veränderungsprozessen. Das bedeutet? - Karin Schillings nennt Beispiele: „Ich bin in meinem Job nicht zufrieden, komme nicht weiter, möchte den Beruf wechseln. Oder: Ich bin zufrieden, möchte aber einen Schritt weiterkommen. Oder: Ich musste meine Ausbildung abbrechen - was kann ich tun?“

Es gäbe auch Kunden, die etwas völlig Neues anfangen wollen, so Karin Schillings: „Sie sagen: Ich habe diesen Beruf jetzt 20 Jahre ausgeübt, ich bin ausgepowert, kann gesundheitlich - körperlich oder psychisch - bestimmte Arbeiten nicht mehr erledigen, zum Beispiel keinen Schichtdienst mehr machen und möchte jetzt etwas ganz anderes machen“, so Karin Schillings. „All diese Menschen in diesen Lebenslagen haben Gesprächsbedarf. Sie brauchen Informationen, die ihnen weiterhelfen.“

Nächste Beratung in Rheinhausen

Die Regionalagentur in Homberg ist nicht nur für ganz Duisburg, sondern auch für die Kreise Wesel und Kleve zuständig. Die vier Mitarbeiter des Büros im Bezirksrathaus beraten kostenlos und unabhängig erwachsene Berufstätige oder Arbeitslose, „ab dem Alter von etwa 25 Jahren“. Wer sich nach einer Beratung für eine konkrete Weiterbildungsmaßnahme entscheidet, erhält in der Regionalagentur in aller Regel auch den Bildungsscheck NRW. Damit bezahlt das Arbeitsministerium 50 Prozent der Kosten eines Weiterbildungskurses oder -seminars. Das Team vergibt auch die Bildungsprämie, finanziert vom Bundesbildungsministerium sowie vom Europäischen Sozialfonds. Damit werden Weiterbildungen im Wert von bis zu 1000 Euro bezuschusst. Jedes Jahr nehmen 1200 bis 1500 Duisburger diese Gutscheine an.

Die Regionalagentur ist Teil eines Duisburger Netzwerkes aller wichtigen Weiterbildungsträger namens Weiterbildung Duisburg. Träger ist die Bürgerstiftung Duisburg. Einführende Informationen gibt es auf der Internet-Seite weiterbildung-duisburg.de. Um besser auf sich aufmerksam zu machen, startete dieses Netzwerk im Januar die Aktion „Do it! Bildungsberatung für alle!“. Seitdem beraten die Mitglieder des Netzes an der Weiterbildung interessierte Bürger einmal im Monat an wechselnden Standorten in ganz Duisburg.

Martin Krampitz

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