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Weit mehr, als ein klassisches Altenheim

12.11.2012 | 22:00 Uhr
Weit mehr, als ein klassisches Altenheim
Feldstraße 19, auf dem Gelände eines ehemaligen Baustoffhandels soll ein Pflegeheim für Menschen mit Demenz entstehen.Foto: Tanja Pickartz

Essener Träger will an der Homberger Feldstraße Einrichtung für Menschen mit Demenz bauen. Kosten: 5,5 Millionen Euro

Duisburg-Homberg. An der Feldstraße 19 soll schon bald weit mehr angeboten werden, als ein klassisches Altenheim zu leisten vermag. „GeSoB“ – so heißt der freie Träger, der in Homberg eine Einrichtung für Menschen mit Demenz errichten möchte – ist in dem Stadtteil auf Expansionskurs. Ein Pflegeheim führt das in Essen sitzende Unternehmen bereits an der benachbarten Zechenstraße. Auf dem Gelände eines ehemaligen Baustoffhandels soll jetzt der Erweiterungsbau hochgezogen werden. Und noch mehr.

„Wir investieren 5,5 Millionen Euro, errichten zunächst ein Gebäude mit 40 Pflegeplätzen und sechs Wohnungen. Im Anschluss daran bauen wir an der Paßstraße ein weiteres Haus, das dann noch einmal zehn Seniorenwohnungen hat“, erklärt GeSoB-Geschäftsführer Günter Winter. Die bestehende Einrichtung sei komplett belegt, Pflegeplätze für Demenzkranke seien dringend erforderlich, also müsse man in Homberg handeln. Die Bauanfrage hat mit der Bezirksvertretung Homberg die erste politische Hürde genommen. Läuft es weiter glatt, könnten Anfang bis Mitte kommenden Jahres die Bagger rollen. Bereits Ende des Jahres könnte die neue Pflegeeinrichtung dann stehen und bezogen werden.

Großer Innenhof

Was ist es, dass die Einrichtung mehr bieten kann, als ein klassisches Altenheim? „Beide Einrichtungen teilen sich einen großen und sehr grünen Innenhof“, sagt Winter. Dort könnten Bewohner spazieren gehen, ohne Gefahr zu laufen, womöglich auf die Straße zu geraten. Zudem sei die Einrichtung technisch bestens ausgestattet. Es gebe ausschließlich Einzelzimmer, die so eingerichtet seien, dass die Bewohner stationär versorgt werden können.

„Die Einrichtung ist fast schon wie eine Intensivstation konzipiert“, sagt CDU-Fraktionschef und stellvertretender Bezirksbürgermeister Klaus Radny (CDU). So etwas biete ein Altenheim nicht, man sorge also vor für den Fall, dass ein Bewohner irgendwann einmal an Geräte angeschlossen werden muss.

Daniel Cnotka


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