Was nicht in "Duisburg Städtereisen 2015" steht

Ein Höhepunkt aus dem Westen: Der Lohheider See in Baerl lädt zum Spazieren, Radfahren oder Segeln ein.
Ein Höhepunkt aus dem Westen: Der Lohheider See in Baerl lädt zum Spazieren, Radfahren oder Segeln ein.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Duisburg Marketing präsentiert sein Angebot „Duisburg Städtereisen 2015“. Doch auf 84 Hochglanzseiten kommt Duisburg links des Rheins wieder kaum vor.

Duisburg.. Der neue Reiseprospekt Duisburg 2015 ist da. In „Duisburg Städtereisen 2015“ hat die Stadttochter Duisburg Marketing, deren Aufgaben bis Jahresende andere städtische Dienststellen wie das Frischekontor übernehmen werden, noch einmal alles gegeben, fast alles. Denn einerseits präsentiert das Hochglanzheft auf 84 Seiten die Stadt Duisburg von ihrer Schokoladenseite. Attraktionen und Sehenswürdigkeiten wie der Innenhafen, der Landschaftspark Nord (LPN) oder die Sechs-Seen-Platte nehmen breiten Raum ein, mit vielen attraktiven Fotos reich bebildert. Auch an Hinweisen für Hotels, Restaurants und Verkehrshinweisen mangelt es nicht.

„Kernkompetenz Industriekultur“

Andererseits weist das optisch ansprechende „Glanzstück“ denn doch einen kleinen Schönheitsfehler auf: Der Duisburger Westen ist wie im Vorjahr in dem bunten Bilderbogen der Stadt nicht vertreten. Einzig ein kleines Bild vom Toeppersee und ein kurzer Textpassus über das Friemersheimer Rheinvorland deuten an, dass es auch im Westen Sehenswertes zu besichtigen gibt.

Uwe Gerste, Leiter von Duisburg Marketing, begründet die Schwerpunkte in dem aktuellen Reisekatalog so: Duisburg Marketing habe sich Rat geholt, eine Studie beim Institut für Management und Touristik in Heide/Holstein in Auftrag gegeben. Die Untersuchung habe herausgearbeitet, dass das touristische Profil Duisburgs in erster Linie in der Industriekultur bestehe, gefolgt von Events und Städtereisen - daher sind LPN und Innenhafen im Heft stark vertreten.

Angebot abgelehnt

„Wir sind gut beraten, wenn wir diese Kernkompetenz Duisburgs in den Mittelpunkt stellen.“ DMG habe im Sommer 2014 den sieben Duisburger Bezirken, auch Rheinhausen und Homberg, angeboten, sich auf mehreren Sonderseiten im neuen Reiseprospekt vorzustellen. Die Bezirke hätten das Angebot aber mit einem gemeinsamen Schreiben vom September an DMG abgelehnt.

„Reiseziele im Westen auf der Website“

Die Redaktion macht Duisburg Marketing mal ganz unverbindlich Vorschläge, die Duisburg-Besucher im Reiseprospekt 2016 interessieren könnten: Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen: Das Naturschutzgebiet Friemersheimer Rheinvorland mit altem Dorf Friemersheim, Dorfkirche und historischem Lehrerhaus. Die Eisenbahnsiedlung in Friemersheim mit historischen Wasserturm und dem neuen Kunstmuseum. Der Toeppersee lädt zum Spazieren, Radfahren, Surfen, Segeln ein.

Der Nachbarsee Tegge zieht jedes Jahr tausende Besucher von auswärts zum Wasserski- und Wakeboard-Fahren an. Besonders das Drachenbootfestival hat sich zum Publikumsmagnet entwickelt. Homberg: der Uettelsheimer See. Baerl: Auch am Lohheider See und im Baerler Busch können Besucher spazieren, wandern, Rad fahren oder segeln. Sehenswert sind auch die beiden historischen Mühlen.

Reiseziele auch im Internet

DMG-Chef Uwe Gerste verweist auch darauf, dass sich „Reiseziele aus dem Duisburger Westen wie das Friemersheimer Lehrerhaus auf unserer Website im Internet finden, unter duisburg.non-stop.de.“ Der Prospekt „Duisburg Städtereisen 2015“ kann dort heruntergeladen werden. Die gedruckte Ausgabe erscheint mit einer Auflage von 10 000 Exemplaren.