Viele Themen halten Bürger in Atem

Was wird das neue Jahr 2015 für den Duisburger Westen bringen? Nach einem ersten Überblick lässt sich sagen: Viele der Themen aus dem abgelaufenen Jahr 2014 werden Bürger, Behörden und Kommunalpolitiker auch in den kommenden zwölf Monaten beschäftigen. In einigen Fällen werden Geschichten, die in dieser Zeitung ausführlich zu lesen waren, 2015 ihren Abschluss finden, stehen Entscheidungen an. Andere werden die Baerler, Homberger, Rumelner und Rheinhauser noch darüber hinaus in Atem halten. Eine Übersicht.

Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen: Ob die Bezirksregierung das umstrittene Gefahrstofflager des Hürther Chemie-Logistikers Talke auf Logport 1 genehmigen oder ablehnen wird, ist zur Zeit noch völlig offen. Es ist noch nicht einmal ganz sicher, ob die Genehmigungsbehörde überhaupt noch in diesem Jahr eine Entscheidung treffen wird. Denn zunächst muss die Bezirksregierung alle Unterlagen auswerten, alle Argumente pro und contra sorgsam abwägen, nach Recht und Gesetz. Dazu gehören genauso der Bauantrag von Talke wie die zahlreichen Einwendungen der Gegner des Gefahrstofflagers sowie die Aufzeichnungen des zweitägigen Erörterungstermins im November in der Rheinhausenhalle. Für eine ausgewogene Entscheidung braucht Düsseldorf auch die fachlichen Stellungnahmen Duisburger Ämter sowie Gutachten neutraler Sachverständiger, die zum Teil noch gar nicht vorliegen. Allein die Auswertung der Unterlagen kann einige Monate dauern. Resümee: Es kann dauern, bis der Fall Talke entschieden ist.

Verkehrslenkungskonzept

Ein Dauerthema wird besonders die Bürger in Rheinhausen auch im neuen Jahr weiter belasten: Der zunehmende Lkw-Verkehr, vor allem von und zum Logport 1. Auch nach eineinhalb Jahrzehnten Logport ist noch immer nicht geklärt, ob es das von vielen Bürgern und Bezirksvertretern geforderte Verkehrslenkungskonzept für Rheinhausen geben und wenn ja, wie es genau aussehen wird. Bis dahin werden trotz regelmäßiger Kontrollen auch weiter zahlreiche Lkw-Fahrer verbotene Schleichwege wie die Moerser Straße, Jägerstraße, Lindenallee, Friedrich-Ebert-Straße oder rund um die Margarethensiedlung nutzen.

Bewegung im positiven Sinne zeichnet sich dagegen um die Neugestaltung des Vorplatzes an der Geestschule in Friemersheim ab. Hier hat der Sprecher der Ideenwerkstatt Friemersheim wie berichtet unlängst angekündigt, dass das Projekt 2015 endlich beginnt. So will das benachbarte Eiscafé Romeo seinen Außenbetrieb auf dem Platz erweitern und die Bäckerei Bertram auf der anderen Seite Tische und Stühle aufstellen. Und die Bürgerstiftung Duisburg will an Ort und Stelle einen weiteren Öffentlichen Bücherschrank platzieren. Noch schneller wird es an anderer Stelle voran gehen: Folgt man dem Baufortschritt, könnte das neue Seniorenzentrum mit Ladenlokalen im Erdgeschoss, das die Hellmich-Gruppe momentan am Hochemmericher Markt errichtet, 2015 fertig gestellt und bezogen werden.

Sicher ist, dass der neue Rewe-Vollsortimenter wie geplant an der Rathausallee in Rumeln-Kaldenhausen pünktlich im Frühjahr seine Pforten öffnen wird. Auch die Dauerbaustelle am Rumelner Markt und der Verkehrsengpass an der Düsseldorfer Straße sollte im Laufe des Jahres endlich der Vergangenheit angehören. Dagegen wird man noch auf unabsehbare Zeit an der Ampelanlage vor der Baustelle der maroden Remise an der Dorfstraße auf „Grün“ warten müssen. Hier hat sich - wegen interner Unstimmigkeiten innerhalb der Eigentümergemeinschaft der Wohnanlage Ternedenhof - in den letzten zwölf Monaten rein gar nichts getan.