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Viele Rheinhausen-Fans im sozialen Netz

14.07.2012 | 07:00 Uhr
Viele Rheinhausen-Fans im sozialen Netz
Rheinhauser Ars Vivendi: Der legendäre Pizza-Wagen am Markt.

Rheinhausen.   Die Facebook-Gruppe „Du bist aus Rheinhausen, wenn...“ hat großen Zulauf. User tauschen Erinnerungen aus und benennen Alleinstellungsmerkmale...

Was zeichnet eigentlich einen echten Rheinhauser aus? Weit über 2000 Benutzer des Social-Network-Marktführers „Facebook“ glauben, es zu wissen und teilen es den Rest der Welt regelmäßig durch Pinnwand-Einträge in der Gruppe „Du bist aus Rheinhausen, wenn...“ mit. Im Johanniter-Krankenhaus geboren zu sein, und das tunlichst vor der „kommunalen Neuordnung“ inklusive Eingemeindung Rheinhausens nach Duisburg 1975, um noch „Rheinhausen“ als Geburtsort im Personalausweis stehen zu haben, ist schon einmal nicht schlecht, lernen wir.

Seine Pizza bei „Nino“ noch am Verkaufswagen auf dem Markt gemümmelt oder das Nachtleben im „Ibiza“ an der Moerser oder „Monpti“ an der Atroper Straße genossen zu haben, ist dem Heimatgefühl ebenfalls zuträglich. Kneipen, Restaurants und Imbisse sind beliebte Themen, oft wird Hajo Wieses legendäre Friemersheimer „Dorfschenke“ mit Programmkino, (in den 1990-ern angeblich Deutschlands erstem) Internetcafé und vor allem dem heiligabendlichem Nach-Bescherungs-Treffen am Tresen erwähnt.

Selbstverständlich kommt eine Rheinhauser Nostalgie-Seite nicht ohne das große Thema Krupp aus. Von den Zeiten, als noch die halbe Stadt auf der Hütte arbeitete und die Wäsche im Garten bei ungünstigem Wind schwarz wurde bis zum Arbeitskampf im Winter 1987/88 und der endgültigen Werksschließung 1993 ist die Stahl-Vergangenheit des Stadtteils stets präsent.

Als Krupp noch über allem schwebte: Die Skyline „Dirty Old Town“ Rheinhausen in den 1980-er Jahren.

Apropos Krupp: Natürlich ist auch das Krupp-Gymnasium ein Thema. So wie die vielen anderen Schulen im Bezirk. Und immer wieder: Das von einem Rheinhauser Verein betriebene, von nahezu allen Rheinhauser Schulen für Klassenfahrten genutzte Schullandheim im westerwäldischen Höchstenbach.

Gegründet hat die Gruppe die 40-jährige Rheinhauserin Marion Gietmann, die laut ihrer eigenen Gruppenbeschreibung „eigentlich nur mal gucken wollte was passiert , wenn man so eine Gruppe ins Leben ruft.“ Es passierte seitdem so einiges. Pinnwand-Einträge („Postings“) mit Anekdoten, alten und neuen Fotos trudeln inzwischen nahezu im Fünfminuten-Takt auf der Gruppenseite ein.

Und auch Gruppenmitglieder kommen ständig neu dazu. 2235 waren es, als wir gestern Vormittag mit diesem Artikel begannen. 2 457 waren es kurz vor Redaktionsschluss. Wie viele virtuelle Freunde der nostalgische Blick auf die Krupp-Stadt wohl hat, wenn Sie heute diese Zeilen lesen?

Die Gruppe findet man über die Facebook-Suchfunktion mit dem Begriff „Rheinhausen“ oder direkt über www.facebook.com/groups/Rheinhausen/. Sie ist „offen“, das heißt: Auch Nichtmitglieder können die Pinnwand-Einträge lesen. Allerdings muss man, wie bei allen Facebook-Seiten, im Netzwerk angemeldet sein, um sie zu sehen.

Von Matthias Oelkrug



Kommentare
16.07.2012
09:56
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von Rakllo | #5

ich finde der Wagen sieht sehr appetittlich aus

15.07.2012
12:13
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von funkydellek | #4

Besonders interessant ist wie sich zurzeit in der Gruppe über die Schließung und Zerstörung des Freibades am Toeppersee unterhalten wird. Ich bin für den Aufschrei! Das Bad muss wieder hergerichtet werden!

15.07.2012
07:52
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von Crazymami42 | #3

Herzlichen Glückwunsch! Was mir aber auffällt ist der Name und das Konzept der Gruppe, denn fast identisch mit dieser, auch seit fast einem Jahr erfolgreichen Gruppe mit über 2000 Mitgliedern aus Duisburg!!!
http://www.facebook.com/groups/124848850944256/
Du weißt, dass du aus Duisburg bist, wenn...
Die Idee dazu, stammt demzufolge nicht von Frau Gietmann. Dennoch finde ich diese Gruppen super, man findet alte Freunde wieder und man kann herrlich in der Vergangenheit schwelgen ;-)

14.07.2012
12:06
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von juvenal | #2

Herr Oelkrug, Hajo hatte nicht "angeblich" das erste Internet-Café, sondern tatsächlich - kannst du durch einfaches googlen herausfinden - steht auch bei wikipedia, moe... ansonsten: schöner Artikel, ausnahmsweise ;-)

14.07.2012
09:30
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von silverstone | #1

Da hängt doch noch jemand an Rheinhausen.Aber die Wahrheit ist doch,das alle wegziehen.....Rheinhausen verkommt.Genau so wie die anderen schönen Stadtteile Duisburgs!

2 Antworten
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von moka2406 | #1-1

jawoll, da muß ich dem zustimmen, i c h bin stolz n i c h t aus Rheinhausen zu sein!

Wurde hier leider hin verschleppt...aus Essen, weg. Ehe und geblieben der Kinder wegen!

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von Gruenkohl7 | #1-2

@moka: Und ich finde es schade, kein gebürtiger Rheinhauser zu sein. Ich komme eigentlich aus dem Duisburger Süden. Aber 2004 hat es mich mit Homberg erstmals auf die linke Rheinseite verschlagen und 2009 nach Rheinhausen-Hochemmerich. Und hier bleib ich. Rheinhausen iss wat besonderes! Immer noch! Und so bleibt et! Punkt! :)

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