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Vereinsfahrt zur „Deutschen“

22.05.2012 | 09:00 Uhr
Vereinsfahrt zur „Deutschen“
Im Volkspark spielt die Blasmusik, hier von der Musikvereinigung West kraftvoll produziert. Foto: Hayrettin Özcan

Rheinhausen.   Die Musikvereinigung West eröffnete Konzertsaison im Rheinhauser Volkspark. Auch bei dieser Veranstaltung spielte das Thema „Schließung Rheinhausenhalle“ eine bedeutende Rolle. „Kultur in Rheinhausen retten.“

Erst gab es ein Plädoyer für den Erhalt der Rheinhausen-Halle, dann servierte die Musikvereinigung West, wenn auch in Unterzahl, ein vielseitiges Konzert zu Spielzeiteröffnung im Volkspark.

Rund 300 Besucher erlebten die Begrüßung durch Wilhelm Breitenbach, Vorsitzender der Vereinigung Kunst und Wissenschaft. Der bedankte sich für die wertvolle finanzielle Unterstützung der Sponsoren Volksbank Rhein-Ruhr und Bauverein Rheinhausen (wir berichteten), ohne deren Beitrag die nach wie vor eintrittsfreie Konzertreihe unter freiem Himmel in diesem Jahr nicht hätte stattfinden können.

Plädoyer für die Rettung der Rheinhausen-Halle

Nach den Dankesworten rief Breidenbach die anwesenden Musikfreunde auf, die Kultur in Rheinhausen zu retten. „Die für 2014 beabsichtigte Schließung der Rheinhausen-Halle muss unbedingt verhindert werden.“ Unterschriftlisten dafür wurden verteilt.

Das Konzert der Musikvereinigung war keineswegs perfekt, fehlten doch zehn Musiker, die durch familiäre Verpflichtungen verhindert waren. Dennoch gab es zu Recht starken Applaus, auch für den neunjährigen Rene Sefzig. Der Sohn des Orchesterleiters Thomas Sefzig spielt erst seit dem Winter Klarinette und durfte erstmals mitmachen. Er bewährte sich im Klarinettenensemble bei dem Song „Circle of life“ von Elton John aus dem Musical „König der Löwen“. Zu unverhofften pophistorischen Wurzeln gelangte die Musikervereinigung beim Medley von Phil-Collins-Titeln. Denn bei dem Lied „A Groovy kind of love“, oft angegeben als Phil-Collins-Song, handelt es sich um eine Coverversion des Originaltitels der „Mindbenders“ von 1965. Die Verfasserin Carole Bayer Sager entlehnte die Grundidee vom italienischen Komponisten Muzio Clementi (1752–1832). Bemerkenswert war auch das fast vierminütige Schlagzeugsolo von Maurice Jellessen. Dabei wunderte sich das Ensemble sich über die Länge, schien den Leiter Sefzig fragend mit Blicken zu löchern und dann doch perfekt den Einsatz meisterte. Über Pfingsten beteiligt sich das dann wieder vollständige Orchester mit einer Doppelaufgabe an den Deutschen Meisterschaften in Erfurt. Dort starten die Rheinhauser in der Orchester- und in der Bigbandklasse.

Carl Korte


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