Unterricht für Kind und Hund
12.08.2011 | 17:09 Uhr 2011-08-12T17:09:23+0200
In einem Ferienkurs sollen Kinder und junge Hunde näher zueinenader finden. Ziel ist es, das Verhalten der Vierbeiner zu verstehen. Organisiert wird der Unterricht von Birgit Mettig-Breuer, Leiterin der dortigen Hundeschule Snoop-College.
Ohne Belohnung läuft nix. Aber mit einem Leckerli in oder auf der Hand lockt der Mensch seinen besten Freund in so manche spielerische Aufgabe. Ein Ferienkurs für Kinder mit Hunden zeigt derzeit an der Geitlingstraße in Rheinhausen, wie junge Vierbeiner sich durch Tunnel, über Wippen und kleine Hürden wagen, immer gewiss auf einen schmackhaften Lohn auf ein gewünschtes Verhalten.
Birgit Mettig-Breuer, Leiterin der dortigen Hundeschule Snoop-College, erklärt das Ziel des Kurses: „Ich will Kindern das Verhalten von jungen Hunden vermitteln und beide einander näher bringen.“ Wichtig dabei sei das Beobachten des Tieres und die Kenntnis bestimmter Verhaltensmuster. „Wenn der Hund spielen möchte, beugt er den Oberkörper gestreckt nach vorne und unten wie in der Absicht, gleich wegzuspringen.“ Oder: „Wenn ein Hund in seinem Korb oder auf seinem Teppich liegt, dann darf er nicht gestört werden. Ein Tier braucht auch seine Ruhezone.“ Und: „Nicht dem Hund etwas wegnehmen in der Absicht, ihn zu ärgern.“ Bei entsprechender Ankündigung oder Bitte um den Ball oder Knochen werde der spielerische Aspekt deutlich und der Hund reagiere nicht aggressiv.
Welche Reaktionen kann ein Kind am Hund erkennen? „Das Beschwichtigungsverhalten eines Hundes besteht in Gähnen, Pfotenbewegungen und vielleicht Abwendung des Blicks. Das sind Signale, die ein friedliches harmonisches Miteinander bedeuten. Im Rudel ist das wichtig zum Überleben“.
Signale richtig
deuten
Am ersten Kurstag beteiligen sich die drei Mädchen Kira mit Enzo, Caroline mit Barney und Vivian mit Sandy an den Aufgaben. Sandy, die 14 Monate alte Australische Shepherdhündin, läuft sogar schon ohne Leine an den verschiedenen Geräten, ebenso der belgische Hütehund Enzo. Für das „Nesthäkchen“ Barney (neun Monate) sind die Spring-, Hüpf- und Kriechübungen auch ein großer Spaß, aber er braucht noch die symbolische Nabelschnur. Mettig-Breuer: „Beim nächsten Mal läuft er schon ohne. “
Weitere Infos zu Kursen und Anmeldungen unter Tel. 0176/20925734
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