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Tuberkulose: Gefahr steigt bei engem Kontakt

12.09.2011 | 22:00 Uhr
Tuberkulose: Gefahr steigt bei engem Kontakt

Rheinhausen.An der Lise-Meitner-Gesamtschule müssen nun doch nicht alle Lehrer, Schüler und Bediensteten auf TBC getestet werden

Seit vergangener Woche läuft an der Lise-Meitner-Gesamtschule wie überall anders auch wieder der Unterricht. Trotz des Tuberkulose-Falles vor den Sommerferien (wir berichteten ) geht an der Rheinhauser Lessingstraße nahezu alles seinen gewohnten Gang. So gehen die sechs infizierten Schüler inzwischen wieder zur Schule.

Die Schule steht in engem Kontakt zum Gesundheitsamt, bis zur kommenden Woche will sich das Amt einen Überblick verschafft haben. Es lägen noch nicht alle Ergebnisse der 76 potenziell ansteckungsgefährdeten Schüler vor. Einige seien eben erst kurz vor dem ersten Schultag aus den Ferien heimgekehrt, erklärt Christian Goicke, Pressebeauftragter der Schule.

Goicke widerspricht Aussagen des Gesundheitsamtes, dass alle Schüler, Lehrer und Bediensteten der Gesamtschule hätten getestet werden müssen. „Es geht weiterhin um die 76 Jungen und Mädchen, die engen Kontakt zu der Mitarbeiterin hatten.“ Laut des Gesundheitsamtes seien dass eben diese 76 Jungen und Mädchen gewesen, nicht mehr.

Nur einige Lehrer mussten zum Test

Die Test hätten gezeigt, dass es sich bei den sechs infizierten Sechstklässlern ausnahmslos um Schüler handelte, die in direkter Nähe der Mitarbeiterin im Unterricht gesessen hätten. Zum TBC-Test mussten auch lediglich diejenigen Lehrer und Mitarbeiter, die engeren Kontakt zur Erkrankten hatten. Laut Christian Goicke sei das Risiko einer Infizierung für Menschen, die eben nicht im direkten Kontakt zu der Mitarbeiterin standen, eher gering. Ausschließen könne man das allerdings nicht und es stehe jedem frei, sich beim Hausarzt oder dem Gesundheitsamt testen zu lassen.

Zum Gesundheitszustand der Mitarbeiterin gab es von Seiten der Schule gestern keine Angaben. Man wisse etwas, dürfe aber keine Auskunft geben. Vor den Sommerferien war bei der Frau eine sogenannte offene Tuberkulose ausgebrochen. Diese ist ansteckend. Sechs Schüler haben sich bisher infiziert, eine Gefahr geht von ihnen nicht aus, da die Krankheit nicht ausgebrochen ist.

Bei der öffentlichen Vorstandssitzung des Schul-Fördervereines (19 Uhr, Mensa an der Lessingstraße) am Dienstag, den 13. September, steht neben dem TBC-Fall ein weiteres Thema auf der Tagesordnung. Der Förderverein will über die Ausrichtung des 15. Gründungsfestes diskutieren.

Daniel Cnotka

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