Trick, Track und ein Krümelmonster

Foto: FUNKE Foto Services

„So viele Boote zu taufen, das gab es hier schon ewig nicht mehr“, sagte Friedhelm Fendel bei der Taufe von gleich fünf neuen Ruderbooten für den Homberger Ruderklub Germania. Es sei bestimmt schon 40 bis 50 Jahre her, dass es so etwas gab. Urmel, Miraculix, Krümelmonster, Trick und Track sind die Namen der fünf Ruderer, die ab jetzt speziell für den Nachwuchs eingesetzt werden. Ein sechstes neues Boot, nämlich Tick, befindet sich noch in der Werft und war nicht rechtzeitig fertig geworden.

Mit einem Glas Sekt wurden die neuen Schiffe am Bug übergossen, bevor es vom Vereinsheim am Hebeturm an den Anlieger im Homberger Stadthafen ging. Von dort unternahmen die Boote ihre Jungfernfahrt. Wenn man es genau nimmt, war es eigentlich schon die zweite. Denn der Ruderklub hat die fünf Einsitzer und einen Zweisitzer gebraucht erstanden. Drei kommen von einer Werft in Hannover, drei von einem befreundeten Verein in Aken. Sie wurden vorher generalüberholt. Sie sind extra auf das leichtere Gewicht von Kindern ausgelegt und sollen den Nachwuchs ans Rudern heranführen.

Mehr Kinder als Mitglieder gewonnen

„Wir haben die Boote angeschafft, weil unsere Kinderabteilung im letzten Jahr auf 25 Mitglieder angewachsen ist“, erklärt Sportwart Ralf Schneider. Vorher hatte die Kinderabteilung fast keine Mitglieder. Mit einem Rudercamp um Fronleichnam habe man im letzten Jahr viele Kinder für den Rudersport begeistern können und so die Abteilung wieder beleben können. So wurde das die Taufe der Boote für die Kinder und Jugendlichen auch gleich zum Anrudern, denn im Winter konnten sie nur in der Halle am Ergometer das Rudern üben. „Da konnten sie es natürlich gar nicht erwarten endlich wieder aufs Wasser zu kommen“, sagt Schneider.

Auch bei den großen Ruderern gab es im letzten Jahr erfreuliche Nachrichten. Bei einem Ruderkurs für Erwachsene gewannen die Ruderer gleich noch mal 20 neue Mitglieder. So dass der Verein inzwischen auf 220 Mitglieder angewachsen ist. „Wir machen bei uns reinen Breitensport ohne Leistungsdruck. Das kommt gut an“, so Schneider. Das Schöne am Rudern sei, dass man es in jedem Alter erlernen könne.