Tauziehen um die barrierefreie Bücherei
08.03.2010 | 18:46 Uhr 2010-03-08T18:46:00+0100
Noch ist der Zug nicht abgefahren: Zwar stehen der barrierefreie Ausbau der Hochheider Bezirksbibliothek und die Sanierung der Ottoschule in der (eigentlich) abschließenden Liste von Maßnahmen, die die Stadt Duisburg aus den Mitteln des Konjunkturpaket zu finanzieren gedenkt, immer noch mit dem Vermerk „zurückgestellt“. Doch wie Hombergs Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann auf Nachfrage erklärte, könnte sich das im Rahmen eines Duisburg-Homberger Gipfeltreffens noch in letzter Minute ändern.
Zusammen mit Bezirksamtsleiter Jürgen Scherhag und Vertretern aller Homberger Fraktionen wird Paschmann Ende dieser Woche OB Sauerland, Fachleuten aus dem Rathaus und Mitarbeitern der „Taskforce“ für die Verteilung der Konjunkturpaket-Gelder im Rathaus auf den Pelz rücken. „Und dann werden wir nochmal ausloten, ob nicht doch noch Mittel da sind, die man für unseren Bezirk umschichten kann. Immerhin hat die Taskforce selber festgestellt, dass unser Bezirk bei den tatsächlich umgesetzten Projekten etwas stiefmütterlich weggekommen ist“, sagt Paschmann.
Die Prioritäten für eventuell noch umzuschichtende Gelder stehen auf Homberger Seite jedenfalls fest: „Wir haben in der Bezirksvertretung einstimmig eine Liste aufgestellt, und die wird abgearbeitet!“ Und nach dieser Liste stehen 320 000 Euro für einen barrierefreien Zugang zu allen Etagen - sprich: einen Aufzug - für die Hochheider Bezirksbücherei sowie 410 000 Euro für die „energetische Sanierung“ des Ganztagsbereiches an der Grundschule Ottostraße als Nächstes zur Verteilung an.
Wo dieses Geld herkommen soll, auch darüber herrscht in Homberg eine klare Vorstellung: Die 800 000 Euro für den ungewollten und deshalb mittlerweile gekippten Kreisverkehr an der Kreuzung Duisburger und Moerser Straße sollen, wie von der Bezirksvertretung einstimmig beschlossen und mittlerweile auch von Rot-Rot-Grün im Stadtplanungsausschuss bekräftigt, im Bezirk bleiben.
Zumindest in einem Punkt hatte das Beharren der Homberger auf ihre eigene Prioritätenliste mittlerweile Erfolg: Der SV Haesen kann sich auf neue Umkleideräume für das Stadion Rheinpreußenstraße (600 000 Euro) freuen. Dafür ist die vor Ort ebenfalls ungewollte Europapokal-taugliche Flutlichtanlage für die FCR-Damen im PCC-Stadion (440 000 Euro) mittlerweile - wie es die Stadtteilpolitiker bereits in drei Beschlüssen gefordert hatten - zurückgestellt. Begründung: Die Maßnahme sei nicht förderfähig, da die laufenden Stromkosten deutlich höher seien als zuvor. Das hätten die Homberger ihren Kollegen in Duisburg auch vorher sagen können.
14:50
Meine Deutschkenntnisse wurden von einer Bücherei in Essen dramatisch verbessert. Dort wurde ich zur Literatur von lieben Menschen hingeführt.
Die Kinder, die in Hochheide zur Freizeitgestaltung die Bücherei aufsuchen und dort lesen, sind auf dem richtigen Weg. Ich denke, dass unsere Büchereien das Kulturgut des kleinen Mannes sind.
Damit stehen sie für mich meilenweit über den teueren Kultustempeln wie etwa die deutsche Oper am Rhein.
14:11
Ich finde es gut, wenn sich Kinder bei Büchern aufhalten. Sie nicht?
Welche Alternativen meinen sie?
Ich kenne nur noch das Heim auf der Ottostrasse und das ist leider für viele Kinder ein No-Go-Area.
09:32
Mich würden die Ausleihzahlen der Hochheider Bücherei interesssieren. Die Frage ist doch, ob eine Bücherebus mit verlässlichen Tourdaten und einem funktionierenden Bestellsystem unsere Bedürfnisse nach preiswertem Lesen auch befriedigen würden.
Auf mich macht es den Eindruck, als würde die Bücherei hauptsächlich von Kindern als Jugendheim bzw. Wärmekammer genutzt. Da gibt es aber im Nahumfeld genügend alternative Aufenthaltsräume.
Dieses ewige Gequake, die Kürzungen im Kulturbereich seien unsozial, ist wenig konstruktiv. Es reicht nicht aus, immer nur zu jammern, da müssen auch Gegenvorschläge kommen!
00:54
@ #23 S.B.
Politische Verhandlungen sind weitaus mehr als Small-Talk, Sie anonymer Heckenschütze!
00:26
Hat Nanny nicht nach Konkretem gefragt?
Ein politischer Small-Talk ist wirklich alles, was sie geleistet haben?
Und dafür bezahlen wir die Mörderkohle an ihre Fraktion?
Ist ihnen das nicht wenigstens peinlich?
20:33
Sagte der Lautsprecher und setzte sich wieder ....selten so gelacht...aber wenigstens ein heiterer Start ins Wochenende ;-)
18:44
@ #20 Nanny
Indem ich und meine Fraktion Gespräche mit Verantwortlichen der Stadt und anderen Fraktionsvertretern führen. So sieht politische Arbeit meist aus!
Es sind nicht immer die Lautsprecher, die helfen!
18:37
Und wie sieht dieser Einsatz konkret aus, lieber Herr Grün?
14:12
Ich setze mich auch für die Bibliothek in Hochheide ein!
14:01
Bücher und Bildung benötigen wortwörtlich einen Zugang.
Allein aus diesem Grunde muss jede Bücherei barrierenfrei sein! Das gilt besonders in sozialen Brennpunkten wie Hochheide.
Das dies unseren Kommunalpolitikern um unseren OB nicht klar ist, ist beschämend.
Ich erwarte auch von demokratischen Splittergruppen eine klare Ansage für Bildung in Hochheide!
Was wir an Bildung sparen, können wir bald im Sozialbereich bezahlen!