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Stadtteilbüro rückt näher

23.01.2008 | 18:18 Uhr
Stadtteilbüro rückt näher

Erste Angebote für Räume in der Ladenstadt liegen vor. Die Bezirksvertretung fordert einGespräch zwischen dem Oberbürgermeister und dem Polizeipräsidenten. Das Ziel: Die Verlegung der Wache auf den Marktplatz.

Die Gründung eines Stadtteilbüros in der Hochheider Ladenstadt rückt näher. Bezirksvorsteher Hans-Jürgen Scherhag kündigte in der Sitzung der Homberger Bezirksvertretung an: „Ich möchte noch in den nächsten Wochen zu konkreten Ergebnissen kommen.” In dem Stadtteilbüro sollen die Bürger eine neue behördliche Anlaufstelle finden.

Fünf Tage in der Woche, jeweils von 8 bis mindestens 16 Uhr, sollen die Hochheider hier mit Rat und Tat bei ihren Anliegen und Problemen unterstützt werden. Täglich sollen hier Vertreter der Polizei, des Ordnungsamtes oder des Wohnungsamtes anwesend sein. Vor dem Hintergrund der Silvesterkrawalle in der Ladenstadt soll das Jugendamt auf diesem Außenposten konkrete Familien- und Erziehungsberatung leisten.  Scherhag zeigte sich optimistisch: „Wir suchen konkret nach einem Ladenlokal in der Ladenstadt.“ Erste Angebote gäbe es schon. Das Stadtteilbüro könne auch in einer Wohnung in einem der Hochhäuser in der Nähe der Ladenstadt untergebracht werden. Auch hier gäbe es bereits ein konkretes Angebot

Einstimmigkeit herrschte unter den Bezirksvertretern in einem weiteren wichtigen Punkt. In einem gemeinsamen Antrag wird Oberbürgermeister Sauerland aufgefordert, mit Duisburgs Polizeipräsident Rolf Cebin zu sprechen. Das Ziel: Die Homberger Polizeiwache soll vom jetzigen Standort Viktoriastraße in Alt-Homberg auf den Marktplatz in Hochheide verlegt werden. Damit soll die Dauerpräsenz der Ordnungshüter im sozialen Brennpunkt „Wohnpark Hochheide“ sichergestellt werden. Roland Busche, der als Vertreter der Linken den Antrag gestellt hatte: „Was im Averdunk-Centrum in der Innenstadt geht, sollte auch in Hochheide möglich sein. Hier muss man Recht und Gesetz durchsetzen.“ Und CDU-Fraktionschef Manfred Hartl: „Die Wache gehört auf diesen Platz!“ Im Übrigen sei die Wache mit „gerade einmal drei Polizisten pro Schicht“ eher unterbesetzt. Über die Ereignisse in der Ladenstadt soll ein Vertreter der Duisburger Polizei in Kürze im „Arbeitskreis Hochheide” berichten.

Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage mitteilte, soll die derzeit eingesetzte Hundertschaft auf dem Hochheider Marktplatz noch „geraume Zeit” bleiben, der Einsatz sei auf Monate angelegt. Seitdem die Beamten im Hochhausbereich stationiert sind und im Umfeld patrouillieren, sei die Lage ruhig, es habe keine weiteren Zwischenfälle gegeben.

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