Stadt will Vermarktung der Hallen zentralisieren

Die gute Nachricht: Nein, die Glückauf-Halle und die Rheinhausenhalle in Rheinhausen stehen definitiv nicht zur Disposition. Es wird sicher keine Schließungen geben, zumindest nicht in absehbarer Zeit. Die andere Nachricht: Der Stadtrat hat beschlossen, die Verwaltung und Vermarktung der beiden Hallen neu zu organisieren. Die Bezirksvertreter von Homberg/Ruhrort und Baerl sowie Rheinhausen wurden darüber offiziell erst auf eigene Initiative informiert, wie aus Kreisen der Bezirkspolitik zu erfahren ist. Auf Drängen der Bezirksvertreter wurde darauf eine gemeinsame, nicht-öffentliche Sondersitzung am Donnerstag Nachmittag im Rheinhauser Bezirksamt angesetzt. Da die Sitzung nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war, sickerte nur soviel heraus: Die Bezirksvertreter aller Fraktionen und Parteien konnten die Verwaltungsvorlage lediglich diskutieren und zur Kenntnis nehmen. Ein Mitspracherecht haben sie in dieser Frage nicht. Einvernehmlich stellten die Bezirksvertreter den Antrag, dass bei dem neuen, geplanten Hallenmanagement alle traditionellen Veranstaltungen etwa von Sport-, Karnevals- oder Schiffervereinen sowie die beliebten Theaterreihen bei der künftig zentralisierten Terminplanung unbedingt immer berücksichtigt werden müssen. Die Reaktion der Bezirksvertreter auf die Pläne der Verwaltung war gespalten, reichte von grundsätzlicher Ablehnung bis zu eingeschränkter Zustimmung. Anlass für das Handeln der Stadtverwaltung ist vor allem, dass die Duisburg Marketing Gesellschaft (DMG) wie berichtet bis Jahresende aufgelöst werden soll. Deren Aufgaben sollen langfristig andere Ämter und Dienststellen übernehmen, vor allem der Wochenmarktbetreiber Frischekontor Duisburg in Meiderich. Dort soll nach jetzigem Stand auch das künftige Management der Mercator-, der Glückauf- sowie der Rheinhausenhalle gebündelt angesiedelt werden.

Nachteil für die Bezirke: Die Beamten und Angestellten, die sich bisher in den Bezirksämtern um die Verwaltung und Vermarktung der Glückauf- und Rheinhausenhalle kümmerten, sollen wegfallen. Im Bezirksamt Homberg sind es zwei Halbtagsstellen, im Bezirksamt Rheinhausen zwei Vollzeitstellen.