Kommunen
Stadt Duisburg lehnt Spende von 30.000 Krokussen ab
17.12.2009 | 14:17 Uhr 2009-12-17T14:17:00+0100
Rheinhausen. Die Buchhändlerin Linda Broszeit hatte mit Hilfe von Bürgern 30.000 Krokusse organisiert, um das Stadtbild zu verschönern: Warum die Blumen im Frühjahr doch nicht blühen werden und wie schwierig es ist, wenn jemand mit einer tollen Idee Rheinhausen verschönern will.
Es war eine Idee, die zunächst überall für Begeisterung sorgte. Buchhändlerin Linda Broszeit hatte sich vorgenommen, Rheinhausen zu verschönern. Was kann im noch winterlich tristen Stadtbild schöner sein als die ersten Blumen, die den Frühling ankündigen. Krokusse sollten es also sein, die den Stadtteil verschönern. Neben Straßen, auf Plätzen, zwischen Bäumen.
Die Buchhändlerin legte los und sammelte. Rheinhauser konnten Bücher spenden. Bücher wirft man schließlich nicht weg. Broszeit verkaufte die Bücher vor ihrem Geschäft weiter. Jeder konnte das bezahlen, was er wollte. Der Erlös wurde für die Verschönerungsaktion gesammelt, zu der auch in den lokalen Medien aufgerufen wurde. Auch bei der Stadt war man Feuer und Flamme. Der Bücher-Spenden-Verkauf der Händlerin ist bekannt, es gibt ihn schon lange, den monatlichen Erlös überreichte Broszeit sonst immer an gemeinnützige Organisationen im Stadtteil. Diesmal sollte eben länger gesammelt werden, neun Monate lang, damit Rheinhausen blüht.
Die Aktion verlief äußerst erfolgreich, die Buchhändlerin hatte so viel gesammelt, dass sie der Stadt die stolze Zahl von 30 000 Krokussen überreichen wollte. Mit einer derartigen Üppigkeit an Blumenzwiebeln hatte man in der Fachbehörde allerdings nicht gerechnet. Die 30 000 Krokusse einzupflanzen, das könne man nicht übernehmen, das werde einfach zu teuer.
Pflanzung nur mit Fremdfirmen
In der Tat würde auf die Stadt, die über keinen eigenen Gartenbetrieb mehr verfügt, sondern nur noch mit Fremdfirmen arbeitet, immense Kosten zukommen. Laut Angeboten würde die Pflanzung rund 10 000 Euro kosten, um die 30 000 Krokusse im Wert von gut 1000 Euro in die Erde zu bringen. Verständlich, dass angesichts leerer Kassen das Geld nicht locker sitzt. Aber das hätte man auch wissen können, bevor man der engagierten Buchhändlerin die Umsetzung zweimal zugesagt hatte.
„Man muss Frau Broszeit ausdrücklich loben, es war eine gute Idee und wäre zweifelsohne eine Bereicherung des Stadtbilds”, sagte Bezirksamtsleiter Heinz Trappmann, der den Kontakt vermittelt hatte. „Aber am Ende steht im Fachbereich die nüchterne Erkenntnis, dass für die Umsetzung einfach keine Mittel vorhanden sind.” Man habe durchaus einen vertretbaren Betrag für die Pflanzung aufbringen wollen, aber 30 000 Krokusse zu pflanzen, das sei schlicht zu teuer.
Auf den Vorschlag von Linda Broszeit, die Krokusse mit Hilfe der Bürger zu pflanzen, hieß es: Die Pflanzung sei so anspruchsvoll, dass sie nicht von Laien durchgeführt werden könne. „Das möchte ich nicht kommentieren”, sagte Broszeit der Redaktion.
Geld anderweitig eingesetzt
Sie hat die insgesamt 1030 Euro inzwischen anderweitig eingesetzt. „Ich habe versucht etwas zu finden, wo möglichst viele etwas von haben.” Das Geld hat sie jetzt je zur Hälfte an das Damwildgehege im Volkspark und an die DLRG am Toeppersee überreicht.
00:40
Nicht mehr fragen, einfach machen. -
Wem gehört unsere Stadt eigentlich? Dem Grünflächenamt? Dem Grünflächenamtsdezernenten? Oder Heuschrecken? Oder etwa doch uns? Und wenn dem so sei: Ist es etwa strafbar, auf eigenem Grund und Boden, wie es immer so doof heißt (fehlt noch das Blut ...), etwas zu pflanzen? Also, ich hab da nix gefunden. Und hätten wir überhaupt genug Polizei und Formulare, diesen unauffindbaren Frevel gebührend zu ahnden? Und ca. 500.000 Bußgeldbescheide auszustellen und zu bearbeiten und genausoviele Gerichtsverfahren durchzuführen, dürfte auch an ihre Grenzen stoßen. Gut, mit den Formularen könnte ich noch helfen, hab im Büro so einen Kopierer, aber Polizist kann ich nich; Schutzmann hätte ich noch gekonnt, abba den gibts ja nich mehr. Eigentlich schade. - Und Richter? Na, ich weiß nich, dann doch eher Schlichter. -
Harald Jochums / DU-Rheinhausen
07:59
Erstmal möchte ich mich für Ihre Idee recht herzlich bedanken Frau Broszeit!
Wenn wir in Duisburg mehr von diesem Schlag Mensch hätten würde sicherlich einiges anders laufen.
Da in Duisburg speziell auf der anderen Rheinseite (Stadtmitte) sich mehr und mehr die Vetternwirtschaft durchschlägt und Ross und Reiter auch bekannt sind, kann ich nur an die nächsten Wahlen erinnern !
Dieser Mop der unsere Stadt in den Ruin treibt gehört abgesägt !
Herr Trappmann, vielleicht fällt ihnen doch noch auf das es Menschen gibt die sich interessieren.
Achso, ich habe hier noch ein Kerpholz für Sie liegen.Können Sie sich anholen kommen .Bedeutung können Sie bei Wikipedia nachlesen !
Ps: Ich würde die Kokusse einfach einpflanzen !
10.000 Euro ? Ja und er Vorstand vom GFB Duisburg fährt im dicken Dienstwagen spazieren und hat ein neues BÜRO !
Hat ein Bürger etwas davon ?? NEIN
Adolf hau mal ebend 10.000 Euro aufn Tisch wir wollen in Rheinhausen Krokusse einpflanzen !
Denn davon haben wir alle etwas !!!!!!!
19:00
30.000 Bürger je ein Krokuss - das dauert keine 20 Sekunden. Und dann möchte ich sehen, wie lange das dauert, 30 000 mal die Personalien festzustellen...
13:58
wenn irgendjemand von offizieller stelle noch genügend ar*** in der hose hat, dann möge er bitte dafür sorge tragen, dass die dinger schnellstens in die erde kommen. und das bitte für WESENTLICH weniger als 10.000€!!! ob der bezirksamtsleiter gedacht hat, dass sowas keinem normalen menschen aufstösst?
12:31
Hömma Trappmann. Wie geht dat getz mitti Schüppe?
22:58
Es war einmal vor 10 Jahren, da wollten zwei Rheinhauser Geschäftsleute 10 000 DM für eine Behindertentoilette am Marktplatz spenden. Hat auch nicht geklappt.
(aber ein Mercedes für einen selbstherrlichen Doppelgeschäftsführer.Gehört zwar hier nicht hin, wollte ich abermal los werden)
22:49
um 30 000 Krokus einzupflanzen benötigt man ungefähr 50 netto arbeitsstunden. wenn herr trappmann 10 000 € dafür veranschlagt hat er wahrscheinlich das arbeitstempo der stadtbediensteten zu grunde gelegt. aber bei denen würden die krokus noch in der hand verblühen
18:46
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13:24
Im Mittelalter verschenkten Asiatische Potentaten
gerne weiße Elefanten. Der Unterhalt für solch
ein honoriges Geschenk überforderte dann allerdings
oft die Staatskasse der Beschenkten und daher
war so ein Geschenk allgemein gefürchtet.
08:37
Wenn Bedienstete der Stadt mal etwas überlegen würden, sähe es in der Stadt viel viel schöner aus.