Sperrbezirk Treidelpfad
07.04.2009 | 17:03 Uhr 2009-04-07T17:03:00+0200Von der Schmitz-Söhne-Lagerhalle geht akute Gefahr für Radler und Wanderer aus. Bauaufsicht musste Weg abriegeln.
Die rot-weiße Absperrung lässt Spaziergänger und Radler zunächst ratlos stoppen. Jäh endet der schönste Wanderweg der Stadt im Grünen unterhalb der nahezu drohend emporragenden Fassade der Schmitz Söhne GmbH an der Königstraße. Und in der Tat droht Nutzern des Leinpfades Gefahr, die von der Lagerhalle der Maschinenfabrik ausgeht.
Das hat zumindest die Duisburger Bauaufsicht während einer Routinekontrolle herausgefunden. Die sich nordöstlich neigende Giebelfront (Blickrichtung Rheingarten”) sei aus dem Lot geraten und stelle ein akutes Sicherheitsrisiko dar - nicht zuletzt, weil der Rost alarmierend an der eisernen Armierung nage, die das Mauerwerk zusammenhält. Damit niemand zu Schaden kommt, hat das Ordnungsamt den Weg, auf dem einst ausdauernde Kaltblutpferde Lastkähne stromauf treidelten, bis hin nach Essenberg abgeriegelt und die Firmenleitung schriftlich an ihre Sicherungspflicht erinnert.
Das Schreiben ist offensichtlich noch nicht eingegangen. Auf Anfrage der Redaktion gab die Eignerfamilie Aengeneyndt zu Protokoll, von dem Missstand nichts zu wissen.
Dass passe zum Unternehmen, schimpft Hombergs SPD-Chef Hermann Grindberg, der sich schon des öfteren darüber beklagt hat, dass sich die Familie jedwedem Gespräch mit der Politik verweigere. Bekanntlich gibt es einen unter der Bezeichnung „Homberger Rheinfront” firmierenden Bebauungsplan mit dem Ziel, die Stadt im Grünen in dieser Ecke zum Rhein hin für hochwertiges Wohnen zu öffnen. Dieser Plan umspannt den Bereich des damaligen Güterbahnhofs ab dem alten Schrottplatz-Gelände an der Friedrichstraße - einen Bauantrag für Reihenhäuser an dieser Stelle hat die Bezirksvertretung gerade erst abgeblockt - bis zum Ufer. Dumm nur, dass neben der Schmitz Söhne GmbH auch noch deren Tochterfirma Niveg auf einem Grundstück in dieser Ecke siedelt.....
15:51
Grindberg will nur seine aberwitzigen Bebaungspläne umsetzen. Sie sind ohne Wert für die Bürger Hombergs.
Der drohende Einwohnerverlust ist nicht mehr aufzuhalten. Und jetzt noch gutes Geld hinterherzuwerfen, ist mehr als verantwortungslos. Es zeigt, wie sehr ein vorzeitig pensionierter Lehrer wie Grindberg den Bezug zur Wirklichkeit vollkommen verloren hat.
Homberg benötigt diese Bauland nicht.
Ich bezweifle, ob der Weg wirklich gefährdet ist. Wahrscheinlich hat Grindberg seine Beziehungen genutzt, um wieder Bewegung in seine Bebauungspläne zu bringen.
Man denke nur daran, als er die Glückauf-Halle abreißen lassen wollte, um dort eine Neubebauung voranzutreiben.
Vor diesem Manne ist kein Land mehr sicher.
22:02
Dann macht doch Bauland raus, der Eigentümer wird nur das nötigste investieren, die Politik sollte mal nicht nur an sich denken, ach ja ist ja wieder Wahlkampf.