SPD sucht freie Wände für Graffiti-Künstler
20.06.2007 | 09:24 Uhr 2007-06-20T09:24:50+0200KULTUR. In Duisburg soll es städtische Flächen geben, auf denen Sprayer kreativ werden können. Die SPD-Fraktion fragt: Was ist mit Rheinhausen?
Die Stadt Duisburg plant offenbar die Bereitstellung öffentlicher Flächen für Graffitikünstler. Das erfuhr der Rheinhauser SPD-Bezirksvertreter Manfred Krossa aus einer Mitteilungsvorlage. Eigentlich eine erfreuliche Nachricht, denn es ist die Umsetzung eines Antrages, den die SPD-Fraktion im Juni 2005 in die Bezirksvertreung Rheinhausen eingebracht hatte. Doch ob es in Rheinhausen nun auch "legale Graffiti auf städtischen Freiflächen" geben wird, sei weiter ungeklärt, beklagt Krossa.
Der SPD-Antrag war seinerzeit von Seiten der CDU so vehement abgelehnt worden, dass er an die Kümmerer weitergegeben wurde. "Diese haben die Idee, auch durch ein anderes Projekt in Bruckhausen bedingt, aufgegriffen und zusammen mit Streetworkern und der Verwaltung umgesetzt", berichtet der Bezirksvertreter. Doch die nun vorliegenden Mitteilungsvorlage sei nicht für die hiesige Bezirksvertretung ausgewiesen.
"Was aber ist nun mit Rheinhausen?" fragt Krossa. "Steht die CDU hier im Bezirk dem Projekt immer noch ablehnend gegenüber, wird immer noch versucht, moderne Graffiti-Kunst in die Illegalität zu verdammen?" Die SPD hoffe, dass die CDU nun verstehe, wie wichtig eine positive Bewertung dieser modernen Kunstrichtung sei - auch im Bezirk Rheinhausen.
In Bochum beispielsweise unterstützt das Jugendamt bereits seit 1999 das Sprayen von Graffiti. Mittlerweile stehen hier 18 Freiflächen zur Verfügung. In Duisburg ist als besonderer Höhepunkt ein Wettbewerb geplant.
Offen blieben, laut Krossa, in der Mitteilungsvorlage nur noch die Anregung der SPD, Graffitikunst in den Kunstunterricht der weiterführenden Schulen einzubauen und die Frage, warum der Bezirk Rheinhausen nicht berücksichtigt wird.
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