Spar- und Bauverein Friemersheim mit guten Zahlen

Spar- und Bauvereins-Vorsitz Dietmar Vornweg auf dem Friemersheimer Marktplatz. Für den Verein vermeldete Vornweg erfreuliche Zahlen.
Spar- und Bauvereins-Vorsitz Dietmar Vornweg auf dem Friemersheimer Marktplatz. Für den Verein vermeldete Vornweg erfreuliche Zahlen.
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Was wir bereits wissen
Spar- und Bauverein steigert Überschuss, will weiter investieren und hat so mach weiteren Plan für den Ortsteil.

Duisburg-Friemersheim..  Die Finanzen sind stabil beim Spar- und Bauverein Friemersheim. Auf dieser soliden Grundlage schmiedet der Vorstand um seinen Vorsitzenden Dietmar Vornweg weiter große Pläne für die Zukunft im Ortsteil. Diese Botschaften konnten Vornweg und seine Kollegen den rund 150 erschienenen Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung im Clarenbachhaus überbringen. Außerdem will der Verein mit seinen insgesamt rund 2590 Mitgliedern seine finanzielle Unterstützung für das ehrenamtliche Engagement im Ortsteil auf eine neue finanzielle Basis stellen.

Die wirtschaftlichen Kenndaten: Die Bilanzsumme stieg von 45.303.813 Euro im Jahr 2013 auf 48.234.065 Euro im vergangenen Jahr. Der Bilanzgewinn erhöhte sich von 77.281 auf 91.032 Euro. Durch diesen Bilanzgewinn wird eine Dividende von vier Prozent ausgeschüttet, die alle Mitglieder des Spar- und Bauvereins Anfang Juli erhalten. Der Jahresüberschuss betrug 2014 insgesamt 660.313 Euro, der größte Teil davon floss in die freien und gesetzlichen Rücklagen.

Wie in jedem Geschäftsjahr investierte der Bauverein auch in 2014 wieder: 1.384.000 Euro flossen in die Instandhaltung von Wohnungen und Häusern. Das Modernisierungsvolumen insgesamt für die beiden Jahre 2014/2015 liegt bei rund zwei Millionen Euro. Die Durchschnittsmiete in seinen insgesamt 1372 Wohnungen konnte der Bauverein weiter auf niedrigem Niveau halten. Durchschnittlich 4,98 Euro pro Quadratmeter mussten die Meter zahlen, davon sind jeweils 61 Cent für Investitionen bestimmt.

Bis 2021 will der Verein seinem Namen alle Ehre machen und weiterbauen. Vornweg stellte die größten Projekte: Der Bau eines Mehrgenerationenhauses an der Kirchfeldstraße in Rumeln-Kaldenhausen hat gerade begonnen und soll im Herbst 2016 abgeschlossen sein (wir berichteten). Später soll die Siedlung am Borgschenhof renoviert, teilweise neu gebaut werden. Eine Freifläche Am Borgardshof wird neu bebaut. Außerdem soll in der Friemersheimer Altsiedlung ein Nachbarschaftstreff entstehen.

Dividende für den Ortsteil

Seit vielen Jahren unterstützt die Genossenschaft Vereine, Institutionen, kreative Ideen und soziale Projekte, finanziell, auch ideell. Das soll auch in den nächsten Jahren so bleiben, nur auf eine neue finanzielle Grundlage gestellt werden. „Wir planen eine so genannte Friemersheim-Dividende. Ein Teil der jährlichen Dividende unserer Mitglieder soll in einen Spendenfonds fließen.“ Bei mehr als 2500 Mitgliedern könnten so pro Jahr mindestens 60.000 Euro erwirtschaftet werden, die der Bauverein in sinnvolle Initiativen in Friemersheim investieren könne, denkt Dietmar Vornweg schon einmal vor. Der Vorsitzende räumt ein, dass der Vorstand bei diesem Thema bei seinen Mitgliedern noch einige Überzeugungsarbeit leisten muss.

Gesellschaftlich wird sich der Verein auch weiter als Pächter des Vorplatzes an der alten Geestschule einbringen. Die Friemersheimer Ideenwerkstatt will diesen wie berichtet zu einem Mehrgenerationenplatz umgestalten.

Zukunftsmusik bleibt vorerst der Plan Vornwegs, das Areal des Tennisclubs Borussia und eines angrenzenden Grünstreifens zwischen Kaiser-, Bach- und Clarenbachstraße zu überbauen. Trotz einer Entwurfsskizze mit neun zweigeschossigen Einfamilienhäusern und einem Mehrfamilienhaus mit zwei Geschossen will der Bauverein abwarten, wieviele Jahre der TC Borussia auf seinem Vereinsgelände bleiben will. Außerdem müssten Grundstücke gekauft werden, auf denen heute noch Tennis gespielt wird.