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Sehen und gesehen werden

06.09.2009 | 14:48 Uhr

Rund 5000 Besucher verbrachten vergnügliche Stunden beim Sommerfest, das erneut Informationen über den Handel bot

Auf der Baumschule Moldenhauer wuchs am Sonnabend wieder zusammen, was zusammen gehört. Rund 5000 Rumelner und Kaldenhauser tummelten sich beim 11. Sommerfest des runden Tisches Rumeln-Kaldenhausen am Sittardsweg. Nach der Premiere im vergangenen Jahr auf dem idyllischen Gelände im Grünen scheint sich der neue Standort für das - neben dem Weihnachtsmarkt größte Bürgerfest - der „Bindestrichgemeinde" fest zu etablieren. Zuvor hatte der runde Tisch sein Stadtteilfest neun Mal auf dem Hof des Albert-Einstein-Gymnasiums gefeiert - bis im AEG die Umbauarbeiten begannen... Und da 17 850 Einwohner und Wähler schon eine eigene Größe sind, ließ sich Oberbürgermeister Adolf Sauerland auch in diesem Jahr wieder beim Sommerfest blicken.

Im vergangenen Jahr hatte Baumschul-Seniorchef Fritz Moldenhauer dem ersten Bürger der Stadt einen Rosenstrauch Marke „Schneewittchen” geschenkt. Und „Die Sieben Zwerge” holte sich das wieder gewählte Stadtoberhaupt am Samstag bei seinem gemütlichen Rundgang über das Fest bei schönstem Spätsommerwetter ab. Zweck des Sommerfestes ist es, so Ferdi Seidelt, Vorsitzender des hundert Mitglieder starken runden Tisches, Rumelner und Kaldenhauser einmal im Jahr zusammenzubringen. Geselligkeit, sehen und gesehen werden, miteinander plaudern und gemeinsam feiern stärkt den Zusammenhalt.

Außerdem, so die Initiatoren, ist das Sommerfest die Plattform, auf der sich die Mitglieder des vor elf Jahren nach dem legendären Jahrtausendfest der Gemeinde gegründeten Vereins präsentieren können: Händler, Handwerker, Ärzte, Apotheker, Wellness-Salons, aber auch Künstler, Vereine, Kirchengemeinden, Schulen und Kitas informierten wieder über ihr vielfältiges Angebot.

Mit der Bimmelbahn

zum Festgelände

Ein Bimmelbahn-Shuttle brachte fortlaufend neue Besucher vom Albert-Einstein-Gymnasium zum Festgelände und zurück. Zahlreiche Jungen und Mädchen löschten unter fachlicher Anleitung der Freiweilligen Feuerwehr Rumeln-Kaldenhausen „ein brennendes Haus”.

Am Abend sorgte die bekannte Coverband „Jet Black" aus Krefeld mit ihren feurigen Versionen von Oldies aus den 60er, 70er und 80er Jahren in der großen Lagerhalle für ausgelassene Stimmung. Da wurde getanzt und geschwoft, geklatscht und mitgesungen, als ob Ilja Richter noch immer seine „Disco” im ZDF moderieren würde und der Beat-Club nie seine Pforten im ARD geschlossen hätte. Natürlich bekam Sänger Jürgen Hermsen besonders viel Beifall: Als Rumeln-Kaldenhauser ist er der Lokalmatador.

Für Gastgeber Fritz Modenhauer und seine beiden Söhne Kay und Uwe, die den Betrieb längst übernommen haben, war das gelungene Sommerfest eine Generalprobe: Denn am Samstag, 10. Oktober, feiert der Firmenchef, einst Präsident des Bundesverbandes der deutschen Baumschulen, sein 40-jähriges Betriebsjubiläum von 9 bis 18 Uhr mit einem eigenen Fest.

Martin Krampitz

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