Schwungvolle Schlichtheit
23.04.2008 | 17:47 Uhr 2008-04-23T17:47:00+0200
Ein blauer Bogen dient seit gestern als Logo für das Franz-Haniel-Gymnasium. Schüler entwickelten die Form.
Es leuchtet blau, und seine Form könnte man mit „schwungvoller Schlichtheit” charakterisieren. Der Bogen erinnert einerseits an die Biegung des nahen Rheins, andererseits an eine Sinuskurve - beides passt bestens zum Franz-Haniel-Gymnasium.
Das enthüllte gestern - an seinem 100. Geburtstag - just den blauen Bogen als neues Logo der Schule. Man darf die Präsentation durchaus als feierlich bezeichnen. Fast alle der rund 1000 Schüler und 86 Lehrer strömten auf dem Schulhof zusammen, um dem Akt einen gebührenden Rahmen zu verleihen.
Zehn Meter in der Breite und 3,90 Meter in der Höhe misst das Banner, das nun an der Turnhallenwand prangt - und quasi als erste Arbeitsprobe im Lebenslauf von Laura Dessi dient. Sie hat das neue Logo entworfen.
Es ist das Ergebnis eines Projekts, das im Grundkurs Kunst der Jahrgangsstufe 11 initiiert wurde. In einer Art Wettbewerb entwickelten mehrere Gruppen Vorschläge. „Vorgaben hatten wir so gut wie keine”, schildert Laura Dessi die Arbeit. Allerdings sollte das Logo nicht so vollgepackt sein, sondern eher schlicht. Außerdem sollte es eine gewisse Bedeutung haben.
Immer wieder modifizierten die Schüler ihre Entwürfe, die vor wenigen Wochen von einer Jury - Organisationsteam, Fachschaft Kunst, Schulleitung, Mitarbeiter der Firma Haniel sowie Eltern- und Schülervertreter - unter die Lupe genommen wurden. In der Meinungsbildung entwickelte sich eine Art Kopf-an-Kopf-Rennen. Ergebnis: siehe oben.
Auch wenn die Assoziationen Rhein und Sinuskurve nahe liegen, so überlässt Laura Dessi dem Betrachter die Interpretation. Man könne beispielsweise auch Wind aus dem Logo herauslesen.
Bereits in den kommenden Tagen verschwindet das alte Emblem - ein hell- und dunkelblauer Pfeil, der nach oben zeigt - von allen Briefköpfen und wird vom neuen abgelöst. „Wir werden das alte Briefpapier nicht mehr benutzen und sofort auf das neue umstellen”, so die stellvertretende Schulleiterin Ulla Knierim. Möglich sei dies durch eine Spende. Die kommt - man ahnt es - vom namensgebenden Unternehmen.
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