Rumeln: Siedlung für alle Generationen vor dem Baustart

Noch ist es en Brachgelände - so sieht das Baugrundstück für die geplante Mehrgeneration-Siedlung an der Kirchfeldstraße, Ecke Friedhofsallee in Rumeln.
Noch ist es en Brachgelände - so sieht das Baugrundstück für die geplante Mehrgeneration-Siedlung an der Kirchfeldstraße, Ecke Friedhofsallee in Rumeln.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Spar- und Bauverein errichten ab Ende April Mehrgenerationen-Siedlung im Zentrum Rumeln-Kaldenhausens. 12 Millionen Euro-Investition an Kirchfeldstraße

Duisburg-Rumeln-Kaldenhausen..  Alt und Jung, Kinder, Eltern und Großeltern wohnen und leben zusammen in einem Haus oder in einer Siedlung. In Duisburg gibt es nur eine handvoll solcher Bauprojekte, wo diese Idee realisiert wurde - in Städten wie Freiburg zum Beispiel gehören sie seit Jahren zur Normalität. Normal soll so eine kleine Mehrgenerationen-Siedlung auch in Rumeln werden. Der Rumelner Verein „W.I.R. - Wir in Rumeln“ und der Spar- und Bauverein Friemersheim wollen jetzt gemeinsam zur Tat schreiten und so eine Mustersiedlung mitten im Ortskern bauen - im Herzen von Rumeln-Kaldenhausen, auf dem Gelände der ehemaligen. inzwischen abgerissenen Grundschule an der Kirchfeldstraße/Ecke Friedhofsallee. Investiert werden sollen mehr als zwölf Millionen Euro auf dem freien, rund 10 000 Quadratmeter großen Baugrundstück.

Ein- und Mehrfamilienhäuser

Die detaillierten Pläne liegen nun vor. Dietmar Vornweg, Vorsitzender des Spar- und Bauvereins Friemersheim, drückt aufs Tempo: „Der erste Spatenstich soll Ende April erfolgen, möglicherweise ist OB Sören Link dabei. Für Duisburg wird das Projekt ein Unikat.“

In einem ersten Bauabschnitt sollen am Rande des Friedhofsgeländes neun zweigeschossige Einfamilienhäuser mit Flachdächern gebaut werden. „Diese Wohnungen werden öffentlich gefördert und dienen der Versorgung vor allem kinderreicher Familien mit Wohnraum. so Vornweg. Die neuen Häuser haben jeweils knapp 130 Quadratmeter Fläche. „Eine fünfköpfige Familie kann hier locker einziehen, zum Beispiel zwei Eltern, zwei Kinder und die Großmutter oder der Großvater.“

In einem zweiten Bauabschnitt sollen drei Mehrfamilienhäuser, ebenfalls mit Flachdächern, im vorderen Bereich, also Richtung Friedhofsallee und Kirchfeldstraße, errichtet werden. In diesem Areal sind insgesamt 47 Wohnungen mit einer Fläche von 45 bis 120/130 Quadratmetern geplant. „In beiden Fällen sollen mehrere Generationen zusammen wohnen und leben, sich begegnen.“

Besonders hier, in den drei langgezogenen Hauptgebäuden, soll sich zukünftig das Miteinander verschiedener Generationen abspielen, wünschen sich die Beteiligten. „Der Trägerverein „Wir in Rumeln“, so Vornweg „wird auf dem Gelände dazu passende Angebote machen, wenn die Wohnungen bezogen werden. Aber auch die Meter sollen sich ehrenamtlich engagieren und einbringen, quasi auf den fahrenden Zug mit aufspringen.“

Spiel- und Seniorennachmittage

Vornweg denkt dabei an Spiel- und Seniorennachmittage, Kinderbetreuung, Gesprächskreise, Diskussionen und natürlich gemeinsame Feste für Jung und Alt, zum Beispiel auf dem großen Innenhof zwischen den drei Mehrfamilienhäusern. Dem selben Zweck soll ein großer Gemeinschaftsraum für Veranstaltungen dienen- „getreu unserem Motto „Wohnen mit Mehrwert““, so Vornweg.

Alle Gebäude sollen behindertengerecht und energetisch auf dem neuesten Stand sein. „Dadurch können langfristig in erheblichem Maße Nebenkosten gespart werden.“ Für den notwendigen Parkraum wird eine Tiefgarage mit rund 60 Stellplätzen sorgen, die Einfahrt ist auf der Kirchfeldstraße. Die neun Einfamilienhäuser erhalten jeweils eine Garage. „So entlasten wir die Anlieger in der Siedlung weitgehend von zusätzlichem Verkehr.“

Wenn nichts dazwischen kommt, soll die Siedlung im dritten Quartal 2016 bezugsfertig sein. Vornweg: „Wir setzen einen Punkt für die Neue Mitte Rumeln-Kaldenhausen.“

Alle Häuser und Wohnungen der künftigen Rumelner Siedlung sind reine Mietobjekte. Dietmar Vornweg vom Spar- und Bauverein Friemersheim beziffert die Kaltmiete in den Mehrfamilienhäuser auf acht Euro, in den Einfamilienhäusern, da sozial gefördert, auf gut fünf Euro pro Quadratmeter.