Rheinhauser Katholiken bauen Kita und Pfarrzentrum neu

Die Baustelle neben der Pfarrkirche Christus König an der  Lange Straße in Bergheim.
Die Baustelle neben der Pfarrkirche Christus König an der Lange Straße in Bergheim.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bauarbeiten für Großprojekt der katholischen Großgemeinde St.Peter/Christus König an der Lange Straße in Bergheim auf Hochtouren. Insgesamt werden 3,2 Millionen Euro investiert . Eröffnung im August und Herbst

Duisburg-Rheinhausen,. So teuer wie der Petersdom in Rom werden sie sicher nicht werden, das neue Pfarrzentrum und die neue Kita der katholischen Großgemeinde St.-Peter/Christus-König in Rheinhausen. Aber immerhin, zusammengerechnet kostet das Bauprojekt, das gerade an der Lange Straße in Bergheim unmittelbar links neben der 1928 erbauten Backsteinkirche Christus König entsteht, etwa 3,2 Millionen Euro kosten. Für den neuen Kindergarten rechnet die 11 000 Mitglieder große Pfarrgemeinde mit rund 1,7, für das neue Pfarrzentrum mit rund 1,5 Millionen Euro.

Zum Glück muss die Gemeinde nicht alles selbst bezahlen: Für den Kindergarten konnte der Gemeindevorstand um Pfarrer Johannes Mehring einen Investor, ein Bauunternehmen aus Dorsten, finden, das die Kita in den nächsten 25 Jahren nach dem Erbbaurecht an die Gemeinde vermieten wird. Die Kosten für das Gemeindezentrum teilen sich das Bistum Münster, die Stadt Duisburg, die Gemeinde selbst trägt einen Eigenanteil.

Auflagen und Gutachten

Sowohl die alte Kita als auch das Gemeindezentrum waren nicht mehr zeitgemäß, in die Jahre gekommen, zu sanierungsbedürftig. Da traf es sich gut, dass die Kita für die U3-Betreuung für die ganz Kleinen ausgebaut werden musste. Der Anfang 2014 war nicht einfach, denn die Baugenehmigung seitens der Stadt ließ sechs Monate auf sich warten. Und für das Projekt wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Zusätzlich mussten die üblichen Auflagen, vor allem der Brandschutz, erfüllt werden. Auch dem Denkmalschutz musste Genüge getan werden – die Christus König-Kirche steht unter Denkmalschutz. Schließlich mussten mehrere Gutachten erstellt werden. Seit etwa drei Wochen rollen aber nun auf dem Baugelände die Bagger, ein Teil des Fundaments wurde bereits gegossen.

Barrierefreie Flachbauten

Sowohl das neue Pfarrzentrum als auch der neue Kindergarten sind als barrierefreie, einstöckige Flachbauten in länglicher Form konzipiert. Zunächst errichtet die Dorstener Baufirma das Gemeindezentrum mit einer Gesamtfläche von 480 Quadratmetern, danach die Kita mit 720 Quadratmetern Gesamtfläche. Das Gemeindezentrum wird einen Pfarrsaal, mehrere Gruppenräume und eine Küche aufnehmen. Die Kindertagesstätte wird vier Gruppenräume für die Betreuung der Kleinen U3 und Ü3 beherbergen. Wie Im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) vorgeschrieben, kommen zu jedem Gruppenraum je ein Neben- oder Ruheraum sowie eine Toilette/WC mit und ohne Wickelraum. Ferner ist ein Mehrzweckraum geplant, in dem die Kinder sich bei Sport, Spiel und Musik austoben können. Pfarrer Johannes Mehring und Helmut Heinz, Mitglied im Bauausschuss hoffen, dass im August die Kita, im Herbst das Gemeindezentrum eröffnet werden können - natürlich mit einer angemessenen Feier.

Das Bistum Münster und die Rheinhauser Kirchengemeinde legten Wert darauf, dass die Fassade der neuen Kita und des neuen Pfarrzentrums der denkmalgeschützten Fassade von Christus König angepasst wird, so ähnlich wie möglich aussieht. „Das war der Grund für den Architektenwettbewerb“, so Bauausschuss-Mitglied Helmut Heinz. „Der Preisträger hat sich sehr daran orientiert, wir haben einen bräunlich-rötlichen Klinker ausgesucht.“