„Rheinhausen ist ein eigenständiger Teil...

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Seit 1975 gehört Rheinhausen zu Duisburg. In diesem Jahr wird die ehemals selbstständige Stadt seit 40 Jahren eingemeindet sein. Als Klaus Mönnicks bei der CDU-Neujahrsbegegnung das ansprach, ging ein Raunen durch den Saal. Vereinzelte „Nein“-Rufe gab es aber im Friemersheimer Clarenbachhaus, als der CDU-Ortsverbandsvorsitzende sagte, dass er glaube, dass Rheinhausen inzwischen zu Duisburg gehöre. Mit dem Stolz aller Rheinhauser lässt sich die Zwangseingemeindung also immer noch nicht ganz vereinen.

Da war es wie Balsam, was die Landtagsabgeordnete Petra Vogt sagte: „Rheinhausen ist ein eigenständiger Teil von Duisburg.“ Es gäbe viele solcher Stadtteile. „Ich bin froh, dass ihr zu Duisburg gehört, wir würden euch sonst nämlich vermissen“, sagte Vogt in Richtung der Linksrheiner.

Bürgermeister Volker Mosblech bot einen Blick auf die Duisburger Gesamtsituation aus Sicht der städtischen Opposition. Während es in der Zeit von 2004 bis 2012, als die CDU die Geschicke der Stadt bestimmte, einen Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten gegeben habe, würden inzwischen mehr Firmen gehen als kommen. Aber er hielt der SPD auch die Hand hin: „Wir stehen bereit mit dem politischen Mitbewerber in ein Boot zu steigen.“ Gleichwohl nicht zu Bedingungen, die der Stadt aus Sicht der CDU schaden. Er versprach: „Wir sind koalitionstreu.“

In Richtung seiner eigenen Parteifreunde sagte er: „Wir als CDU müssen die Kümmerer vor Ort sein. Unsere Absätze müssen qualmen.“ Es dürfe keine Veranstaltung ohne die Union geben. So könne bei der nächsten Wahl die Wende geschafft werden.

Begegnung statt Empfang

Die Neujahrsbegegnung der CDU fand nach einer dreijährigen Pause zum ersten Mal wieder statt. Mit der Schließung der Sioux-Montana-Ranch aus Brandschutzgründen wurde der langjährige Veranstaltungsort der Union geschlossen. Es sei gar nicht so einfach gewesen, einen neuen Ort für die Zusammenkunft zu finden. Das sei schließlich mit dem Clarenbachhaus gelungen. Übrigens nennt die CDU ihre Neujahrsbegegnung mit Absicht nicht Neujahrsempfang. „Denn wir tun hier das, was Politik eigentlich ausmacht: den Bürgern begegnen“, sagte Klaus Mönnicks.