Reifenmehl statt Sägemehl
02.06.2010 | 15:52 Uhr 2010-06-02T15:52:00+0200
Rheinhausen. Ein Schadstoffsanierer auf dem Areal von Schacht Gerdt und ein Altreifen-Verwerter auf dem ehemaligen Hornitex-Gelände: Die Unternehmen, die sich zwischen Homberg und Baerl in Rheinnähe ansiedeln wollen, beschäftigen nachhaltig die Politik.
Weil hinter den Verfahren und Emissionen der Betriebe jede Menge Fragezeichen stehen, sollen die Firmen jetzt vorab Rede und Antwort stehen. Bei einer öffentlichen Sondersitzung am Donnerstag, 17. Juni, werden die Unternehmen um 16 Uhr im Rathaus ihre Vorhaben vorstellen.
Emissionen sollen
gering sein
Vorab haben sich die beiden Gesellschaften mit einem Schreiben an die Lokalpolitiker gewandt, das auch der Redaktion vorliegt. Demnach sollen von beiden Betrieben kaum Emissionen ausgehen, die die Umwelt belasten.
Die BEC Umweltservice GmbH aus Moers will sich am Schacht Gerdt niederlassen. Der Standort sei wegen der Autobahnnähe „vorzüglich“ geeignet. BEC entfernt nach eigenen Angaben Schadstoffe aus Gebäuden und vermietet entsprechende Geräte. Die Schadstoffe würden von Baustellen direkt zu Entsorgungsstellen gebracht und nicht am Unternehmensstandort zwischengelagert. Weil die Firma auf ihrem Gelände in Moers nicht weiter wachsen kann, will sie zum Schacht Gerdt ziehen. Dort sollen zehn neue Arbeitsplätze entstehen. Allerdings haben Stadt und Politik das Areal erst kürzlich zur Grünfläche erklärt und lehnen dort neues Gewerbe ab.
Anders sieht es auf dem 140 000 Quadratmeter großen Hornitex-Gelände aus. Gewerbe, das nicht die Luft verpestet, ist politisch durchaus gewünscht. Die Degema AG will den westlichen Teil mit 60 000 qm erwerben. Für den vorderen Teil soll die Glunz AG als Eigentümer einen weiteren Interessenten haben, der die bestehende Holzverarbeitungsanlage nutzen will. Den Holzrecycling-Betrieb soll die Glunz AG selbst noch einige Jahre betreiben wollen.
Mit dem Verfahren, mit dem die Degema aus Altreifen Gummimehl herstellen will, indem die Reifen durch flüssigen Stickstoff eingefroren und vermahlen werden, sollen die derzeit genehmigten Grenzwerte sicher eingehalten werden. Der Prozess sei mit keinerlei Umweltbelastungen verbunden, schreibt die Degema. 15 000 Tonnen sollen im Jahr produziert werden, die täglich mit zehn Lkw abtransportiert würden. Entstehen sollen 40 neue Arbeitsplätze.
Referenzanlagen gibt es allerdings nicht, der Betrieb wäre ein Pilotprojekt. Die Degema AG ist zwar bereits 2001 gegründet worden, hatte aber bis Anfang diesen Jahres geruht. Erst jetzt haben die Gesellschafter die Firma reaktiviert. Auf der Internetseite ist von „jahrelanger Forschungsarbeit“ die Rede, in der „zukunftsweisende Werkstoffe entwickelt und europaweit patentiert“ sein sollen. Der Produktionsbeginn der „absolut umweltfreundlichen Anlage“ soll Anfang 2011 erfolgen, lässt die Degema wissen. An dem neuen Verfahren gebe es bereits „ein starkes Interesse aus dem In- und Ausland“.
12:56
Ich habe diese seltsame grüne TRuppe nicht gewählt und das ist gut so. Denn dieser Dame und diesem Herrn in Homberg ist doch unser Städtchen ziemlich schnurz!
Ich aber hätte nie gedacht, das meine Paschmann Stimme so für die Katz ist!
09:46
@ TEKLA
Na, dann sollten Sie mal genau das Protokoll der BV-Sitzung v. 27.5.10 nachlesen - besonders die Beiträge v. M. Schneider. Grün geht anders.
In den letzten Jahren haben sich die GRÜNEN - wenn es um den Bauplatz Haesen ging - immer der Stimme enthalten. Auch hier geht grün anders.
Das grüne Mäntelchen, das diese Herrschaften sich umhängen, ist schon seit Jahren ein von Motten zerfressenes Fähnchen. Zumindest hier in Homberg.
15:35
Ich bin mal in die Stadt im Grünen gezogen. Ich habe eine Wohnung gekauft und fürhlte mich wohl. Das war vor 25 Jahren. Parks und Einkaufsmöglichkeiten überall, nette Nachbarn, die man kannte.
Und heute?
Ich bitte unsere Politiker inständig, endlich unsere Wünsche Ernst zu nehmen!
Eine Deponie brauchen und wollen wir nicht!
22:29
Auch Hombergs Handwerker brauchen Gelände zum Warenlager oder zur Vergrößerung ihres Betriebes. Die wären dort besser angesiedelt, als eine ominöse Firma, die auf einmal die Lösung der Altreifenproblematik sich erarbeitet hat und das in ihrer „Ruhezeit“?!?
Tut mir leid, aber irgendwie habe ich das dumpfe Gefühl, das es im Kern nur um das Reifenpfand geht und bald ein großer Haufen davon unser Städtchen zieren könnte?! ? Bin ich mit meinem miesen Gefühl etwa allein?
Unterstützt endlich euere Handwerker vor Ort und nicht auswärtige Heilsbringer, werte Ratsdamen und -herren! Frau Brinskelle und Herr Schneider, ich erwarte von den gewählten grünen PolitikerINNEN, dass sie endlich in dieser grünen Kernfrage nachforscht, ob das alles überhaupt sein kann! Welche Gefahren damit verbunden sind und ob alle Behörden eingeschaltet und informiert sind. Dafür habe ich ihre Partei schließlich gewählt!
21:57
Hör mal, du Brotkäufer, ich bin Homberger!
Aber dennoch will ich so eine Abfallhucke nicht!
Wenn der Laden dann pleite macht ist unser überschuldetes Duisburg stolzer Besitzer von einer Million Altreifen?
Wenn Sozialneid den Verstand verblendet, dann wird es eng!
14:02
Hoffentlich kommt es . Ich kann mir für die letzten 12 Kommentare kein Brot kaufen .Immer dran denken wir waren vor den neureichen Haesen da ihr wusstet wohin ihr zieht
23:47
Wieso karrt man jeden Tag dort Lkw hin?
Ich denke, das Werk ist zu!
Nach dem Holzdesaster nun die Gummikatastrofe für den Ütti?
Mensch Paschmann, verhindere das! Homberg braucht wirklich nicht noch mehr Dreck.
17:52
Warum entwickelt man aus dieser Fläche nicht ein Areal für klein- und mittelständische Betriebe, die arbeitsplatz- aber nicht umweltverschmutzungsintensiv sind?
15:50
Der Prozess sei mit keinerlei Umweltbelastungen verbunden, schreibt die Degema.!
und die Erde ist eine Scheibe, um die sich die Sonne dreht!
Wünsche dieser Firma, wohl weiter zu ruhen.
Für mich bietet sich die Homberger CDU mit ihrem Antrag faktisch als Wegbereiter an. Das ist schon starker Tobak.
Meine Herren, wieviel Wahlverluste müssen sie im Bund, im Land und bald in unserer Gemeinde erdulden, bis sie sich den Willen der Bevölkerung zum Maß machen?
Das Bürgerforum 2027 hat sich eindeutig festgelegt, sie brauchen dem nur zu folgen.
11:31
Gewählt, lächerlich! Gekungelt!