Pogo tanzen im Tempel

Wie viele Bands der Kulturverein Westside seit seiner Gründung vor zehn Jahren schon nach Rheinhausen gebracht hat, wissen die Aktiven selber nicht mehr so genau. Auf jeden Fall waren es mehr als 21. So viele haben es sich nicht nehmen lassen, je einen Song zur Sampler-CD „10 Jahre Westside“ beizusteuern. Deren Erscheinen wird am Samstag, 18. April, ab 18 Uhr im Rheinhauser Jugendzentrum „Tempel“ an der Peschmannstraße in Bergheim gefeiert.

Live dabei sind fünf Bands, die auch auf der CD vertreten sind: 24/7-Fucked-Ups, Anastasis, Psychedelic Bouncing Fish, Defecation Area und die Cokeras lassen mit Einflüssen von Rock’n’Roll und Beat bis Hardcore und Metal, aber immer mit einer Schüppe Punk im Gepäck, die Wände wackeln.

Von der Westside höchstselbst kommen die Beat-Punk’n’Roller Cokeras, das Rheinhauser Punkrock-Allstar-Projekt Psychedelic Bouncing Fish und die Hardcore-Veteranen Anastasis. Das befreundete „Ausland“ also das rechtsrheinische Duisburg, wie die Veranstalter süffisant formulieren, schickt „pommadegetränkte Rock’n’Roll-Grüße“ von Defecation Area und einen „kräftigen Tritt ins Kreuz“ von den 24/7-Fucked-Ups um Szenelegende Jim Le Bob. Er spielte schon bei Bands wie den Richies, Rent A Cow, den Porters oder Pascal Briggs and The Stokers.

Für neun Euro pro Person gibt’s nicht nur den Eintritt zu dieser Sause, sondern auch ein Exemplar der zu feiernden CD. Und wenn im „Tempel“ pünktlich um 23 Uhr die Verstärker schweigen, geht’s mit den Musikanten zum nachbarschaftsfreundlich Absacker in den Proberaumkeller der Cokeras mit Livemusik im Kultur- und Freizeitzentrum Rheinhausen (KFR) an der Schwarzenberger Straße in Hochemmerich.