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Parlamentarische Hoffnung

02.06.2009 | 16:32 Uhr

Baerler Initiative gegen Kraftwerk für Grubengas verspricht sich vom Besuch eines EU-Kandidaten allerorten mehr Beachtung

„Kein Grubengaskraftwerk in Baerl" - das ist Name und Ziel einer Initiative Baerler Bürger gegen eine Verwertungsanlage von Methangas mit Bohrloch mitten im Ort an der Schulstraße. Da passte es gut, dass Jens Geier, SPD-Kandidat für das Europäische Parlament eine Wahlkampftour durch den Bezirk unternahm. „Wir möchten das nutzen, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen und eine weitere Sensibilisierung der Baerler zu erreichen", sagt Alexandra Erwig, Sprecherin der Initiative.

Ob Geier am Sonntag ins EU-Parlament einzieht oder scheitert, jedenfalls hat er für die Baerler die Aufgabe eines Auftritts mit Öffentlichkeitswirksamkeit erfüllt. „Jens Geier selbst wird uns wohl nicht so helfen können, aber seine Partei schon." Immerhin sei es die SPD, von der die Initiative große Unterstützung erfahre, im Gegensatz zu CDU und Grünen, betonte Erwig.

Aufzeigen der

Beschwerdewege

„Natürlich kann ich die Verwaltung in Brüssel nicht anweisen, direkt bis hierher durchzugreifen", wiegelt der Kandidat ab. Dennoch drücke sich Europa bis in die kommunale Ebene hinein. Gerade auch im Umweltschutzrecht. Geier wollte sich bei seiner Rundreise durch den Bezirk erst einmal über Probleme informieren und dann den Menschen zeigen, welche Beschwerdewege offen stehen. Am Ende des SPD-Besuchs war Alexandra Erwig zufrieden. „Die Pläne werden in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung noch einmal eingebracht und verwaltungsrechtlich überprüft."

Was natürlich normales rechtliches Procedere ist, und nichts damit zu tun hatte, dass in Geiers Gefolge OB-Kandidat Jürgen C. Brandt genau so mit von der Partie war wie der Homberger Ortsvereinsvorsitzende Hans-Joachim Paschmann und der Tour-Organisator Mahmut Özdemir. „Ich möchte zeigen, dass Europa ganz nah am Bürger ist", so Özdemir. 70 Prozent der europäischen Gesetzgebung strahle direkt auf den Bürger aus.

Bevor es nach Baerl ging, verbrachte die Gruppe den Vormittag wahlkämpfend auf dem Hochheider Markt. Und am Nachmittag ging es zur Homberger Firma Teba. Geschäftsführer Frank Tovornik gab zu, dass ihn die Gesprächsanfrage überrascht habe. „Unser Exportanteil ist nicht so hoch, aber unsere Belegschaft ist dafür europäisch." Über Probleme, speziell europäische, könne er momentan nicht klagen. Geier bezeichnete Teba als „Perle" und „aufstrebendes mittelständisches Unternehmen".

Simon Pake

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Kommentare
05.06.2009
00:23
Parlamentarische Hoffnung
von Kerstin Schulze | #6

Das was Antifa schreibt ist totaler Blödsinn. Behauptungen, die unter Pseudonym abgegeben werden, sollten sowieso in Zweifel gezogen werden.
Methangas ist ein explosives und hoch brennbares Gas, aber in 650 m Tiefe kann es keinen Schaden anrichten, bzw. nicht einfach so an die Oberfläche gelangen, weil es keine bestehenden Austrittsschächte gibt.
Und dass ein solches Kraftwerk keine Geräusche macht und nicht zu hören ist, stimmt einfach nicht. Die direkten Nachbarn haben sich ein solches Kraftwerk in kleinerer Ausführung angesehen und waren entsetzt über den Geräuschpegel. Und das soll in unserer Nachbarschaft entstehen. Wir sagen berechtigter Weise: Nein! So nicht. Rettet Baerl!

04.06.2009
13:58
Parlamentarische Hoffnung
von Balitzki-Schulze | #5

Den schwachsinnigen Kommentar von gerade kann nur jemand geschrieben haben, der Profit aus dem Kraftwerk zieht und deshalb die Tatsachen verdreht. Hallo Evonik und RWE. Wir sehen uns am 9.6. um 18.00 Uhr zur Protestkundgebung am ev. Gemeindehaus in Baerl.

04.06.2009
10:03
Parlamentarische Hoffnung
von Antifa | #4

Was für ein Schwachsinn gegen dieses Kraftwerk zu sein. Tritt Metahn ungehindert aus, ist dies die wirkliche Gefahr.

Jetzt auch noch Frösche und Molche ins Gefecht zu führen, ist wirklicher Unsinn. Schauen euch doch mal solche Kraftwerke an, die sind vollkommen ungefährlich.

HAbe selbst neben solch einer Bohrstelle gewohnt. Man merkt nichts davon. Hier leiegen wohl eher private Interessen vor, dass man solchen Unsinn publiziert.

03.06.2009
19:02
Parlamentarische Hoffnung
von Voßkamp | #3

Damit ein einzelnes Unternehmen mehr und schneller Geld verdienen kann, müssen zig Eigentümer eine Entwertung der Grundstücke hinnehmen.
Das sollte zu denken geben.

03.06.2009
10:16
Parlamentarische Hoffnung
von Balitzki-Schulze | #2

Die Profitgier von EVONIK und RWE wird alle Baerler um den Schlaf bringen. Gebohrt wird Tag und Nacht. Der Betrieb des Gaskraftwerks macht einen Höllenlärm. 24h an 365 Tage im Jahr. Weitere Infos www.baerler.de

03.06.2009
09:50
Parlamentarische Hoffnung
von Eveline Sommer | #1

Bin entrüstet, die 650m tiefe Bohrung soll 15m neben meinem 300m² großen intakten Biotop (Frösche, Molche,Fledermäuse, geschützte Pflanzem...)erfolgen!

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